Unser Best Of E-Commerce kompakt 2018

Tschüss 2018 und Willkommen 2019! Nur noch wenige Tage bis zum Neujahrsanfang und wir von Trusted Shops wollen mit Ihnen einen kleinen Rückblick auf die News und Trends aus dem E-Commerce starten. Welche waren die Top Themen unseres wöchentlich erscheinenden Formats E-Commerce kompakt? Erfahren Sie es hier:

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Welche Themen und News waren 2018 von besonderem Interesse? Wir erinnern uns alle zurück an den 25. Mai und die vielen Änderungen, die die Datenschutzgrundverordnung mit sich brachte.

Aber auch das Verpackungsgesetz, welches demnächst in Kraft tritt, beschäftigt Shopbetreiber schon 2018.

Außerdem gab es auch viele neue Updates bei Google die Shopbetreiber und Online-Marketing-Interessierte in Atem hielten.

Ebenso machte auch Instagram mit vielen neuen Shopping-Funktionen auf sich aufmerksam. Von Facebook gab es viele sowohl positive als auch negative Nachrichten.

Welche konkreten Schlagzeilen die wichtigsten aus 2018 sind, sehen Sie nun in dieser kurzen Zusammenfassung über die spannendsten E-Commerce kompakt News dieses Jahres:

1. Die ersten Auswirkungen der DSGVO

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 Seit dem 25.05.2018 gilt die DSGVO. Die Online-Welt war sich einig: Ein schwarzer Tag für das Internet, Panik, Stress, ein großes Webseitensterben und nichts wird mehr so sein wie es war... oder?

Wie schlimm sind die Folgen der DSGVO wirklich? Ja, das Internet hat sich verändert, aber bisher sind die Folgen überschaubar. In einer unrepräsentativen Umfrage auf Twitter wird Enno Park darüber informiert, dass ca. 320 Webseiten & Blogs abgeschaltet wurden. Die Dunkelziffer liegt seiner Meinung noch deutlich höher.

Liste der durch DSGVO abgeschalteten Webseiten und Blogs

Weiterhin schreibt er in einem Artikel auf t3n:

Ein Verlust ist das trotzdem. Denn auch wenn die Blogs sowieso nicht fortgeführt worden wären, sind ihre alten Inhalte verloren – ein Stück Netzkulturgeschichte des beginnenden 21. Jahrhunderts. (...) Andere hätten die DSGVO auch gerne umgesetzt, beklagten aber, dass die Blogplatformen wie Blogspot sie dabei im Stich ließen.
Offenbar wurden auch viele Blogs aus dem Netz genommen, weil Gerüchte und Halbwahrheiten in bestimmten Communities stärker die Runde machten als in anderen. So schlossen auffällig viele Frauen ihre Blogs, die sich mit kreativen Handarbeiten wie Nähen beschäftigen. Aber auch kleine Vereine und ausgerechnet freiwillige Feuerwehren zeigten sich anfällig.

Vielleicht haben Sie auch schon gemerkt, dass manche US-Seiten nicht mehr ohne Probleme erreichbar sind. Webseiten wie die LA Times blockieren Nutzer aus Europa von nun an, andere haben eine Paywall für Europäer vorgeschaltet und wieder andere bieten eine abgespeckte Version der Webseite an.

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Screenshot LAtimes.

Doch besonders eine Meldung sorgte für Unmut bei Webseiten- & Shopbetreibern:

Oliver Engelbrecht schreibt auf GrowthUp:
Besonders schön ist, was das EU-Parlament veranstaltet. Sie nutzen Google Analytics. Und zwar so, dass die IP-Adresse komplett erfasst wird. Von Unkenntlichmachung wenigstens der letzten Ziffern keine Spur. (...) Das ist nicht erst seit heute eine datenschutzrechtliche Vollkatastrophe. Die EU-Kommission (ihr wisst schon, die deren Kommissarin für Datenschutz die DSGVO locker alleine umsetzen könnte), nimmt das Thema scheinbar nicht so genau. Denn ihre Website setzt ein Cookie, ohne den Nutzer darüber zu informieren.

So oder so,... bisher scheint es, dass alles relativ glimpflich über die Bühne gegangen ist. Viele Webseiten sind noch immer nicht DSGVO-konform, ein paar haben sich aus Angst abgeschaltet und es müssen verstärkt Einverständnis-Häkchen gesetzt werden.

Ob die DSGVO eine gute Idee war und welche Langzeitauswirkungen sie auf die europäische Wirtschaft hat, wird sich erst in den kommenden Wochen und Monaten zeigen.

Als Shopbetreiber sollten Sie daher das Thema weiter verfolgen und sich informieren. Zu guter Letzt gibt Rechtsexperte Martin Rätze noch einen Tipp:

Händler sollten sich auch die Zeit nehmen, nach diesem Stress einmal durchzuatmen und in aller Ruhe noch einmal durchschauen, ob jetzt alles getan ist, was man erledigen konnte und musste.

Damit Sie noch einmal überprüfen können, ob Sie alles erledigt haben, finden Sie hier unsere kostenlose Checkliste. Hoffentlich können Sie hinter alle Punkte einen großen Haken setzen und wie gewohnt Ihrem Geschäft nachgehen.

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2. So geht´s: Werbeanzeigen der Konkurrenz ausspionieren

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Facebook hat nach dem Cambridge Analytica-Debakel und auf Grund der DSGVO versprochen mehr Transparenz zu zeigen. Ein Teil dieses Versprechens wurde nun erfüllt.

Facebook erlaubt es nun jedemNutzer – ganz einfach – die Werbeanzeigen einer Facebook-Seite einzusehen. Dabei ist es egal, ob der Nutzer selber zur Zielgruppe gehört oder nicht.

Wenn ein Facebook-Nutzer eine Facebook-Seite besucht, lässt sich auf der linken Seite ein neuer Unterpunkt finden: Seiteninfos & Werbung.

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Wird darauf geklickt, finden Sie die aktiven Werbeanzeigen des Unternehmens. Es ist sogar möglich diese nach Land zu filtern.

Wenn ein Nutzer sich in der Zielgruppe der Anzeige befindet, sind sogar die Interaktionen (Likes, Shares & Kommentare) sichtbar.

Für Werbetreibende bedeutet dies, dass Ihre Anzeigen nicht mehr privat sind. Jeder Konkurrent und Kunde kann jetzt einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Social-Media-Experte Lars Budde stellt auf OMR wahrscheinliche 3 Thesen auf, wie sich die Transparenz-Offensive auf Facebook-Marketing auswirken wird:

y2zfeOIh_400x4001. Tools zur Mitbewerber-Analyse kommen

Aufgrund der Brisanz dieser neuen Funktion prognostiziere ich für Advertiser in den nächsten Monaten eine Reihe von Neuerungen: Die Sichtbarkeit sämtlicher Anzeigen gibt Nutzern mehr Transparenz über die Maßnahmen einzelner Unternehmen oder Organisationen.

Advertisern eröffnet sie einen genauen Einblick in die Kreation der jeweiligen Mitbewerber. Um diesen Vorteil in vollem Umfang zu nutzen, werden schon in wenigen Wochen die ersten Tools auf den Markt drängen, die Anzeigen der von Nutzern festgelegten Seiten erfassen und aufbereiten.
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Prüfen diese Tools in regelmäßigen Zeitabständen, welche Anzeigen von einer Seite geschaltet werden, können im Zeitverlauf mindestens zwei Kategorien von Anzeigen identifiziert werden: Erstens, die langfristig laufenden Anzeigen, die häufig im Retargeting zum Einsatz kommen und zweitens, die neuen Anzeigen einer Seite, von denen aktuelle Maßnahmen der Mitbewerber abgeleitet werden können.

Solche Tools würden Advertisern nicht nur einen schnellen Einstieg in neue Märkte ermöglichen und die Beobachtung der Mitbewerber erleichtern. Sie bilden auch die Grundlage meiner zweiten Prognose.

2. Wer sich nicht schützt, verliert

Durch das Monitoring einer großen Anzahl von Facebookseiten und die neu gewonnene Transparenz hinsichtlich der Werbeanzeigen entstehen große und gut strukturierte Datenbanken dieser Werbemittel.

Anders als bei den Anzeigen der bereits verfügbaren Datenbanken von beispielsweise AdEspresso, können diese um strukturiert vorliegende Metadaten der jeweiligen Facebookseiten ergänzt werden. Dazu gehört beispielsweise dessen Kategorisierung. Nutzern ermöglichen diese Metadaten eine noch spezifischere Suche.
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Der Zugriff auf solche Datenbanken bietet Advertisern nicht nur Inspiration, sondern auch einen guten Marktüberlick. Dies trifft vor allem Märkte, in denen Unternehmen mit geringem Alleinstellungsmerkmal ähnliche oder gleiche Produkte vertreiben. Beispiele hierfür begegnen uns etwa auf Instagam, wo Influencer täglich neue Uhrenmarken bewerben, deren Produkte kaum Unterschiede aufweisen.

In solchen Märkten aktive Unternehmen müssen sich schützen. Sonst schadet die neu gewonnene Transparenz ihrem Geschäft. Das führt unweigerlich zu meiner dritten Prognose.

3. Advertiser werden gut laufende Kampagnen verschleiern

Die von Facebook erhoffte Transparenz führt in umkämpften Märkten zu einer größeren Intransparenz. Advertiser werden anfangen, zu verstecken, was gut funktioniert.

Schon jetzt gibt es dafür mehrere Möglichkeiten: Zum einen können die Anzeigen über Seiten ausgespielt werden, die keinen direkten Bezug zur jeweiligen Marke haben. Sie tauchen dann nicht in der Übersicht der jeweiligen Markenseite auf.

Zum anderen können im Namen der Seite massenhaft Anzeigen erstellt werden, die mit geringem Budget die neue Übersicht aller Anzeigen fluten. Sie lenken damit von den „echten“ Anzeigen ab.

Dass diese Maßnahmen der Advertiser keinem anderen Zweck dienen, als der Verschleierung gut laufender Werbekampagnen, sollte klar sein. Ganzer Artikel auf OMR.

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Trotz alledem bleibt abzuwarten, ob diese Neuerung Werbetreibenden schaden wird. Immerhin ist es eine Sache eine Werbeanzeige zu kopieren. Die Auswahl der Zielgruppe, der Marketing-Funnel und tausende weitere Faktoren entscheiden darüber, ob eine Anzeige erfolgreich ist oder nicht.

Es kann interessant sein die Werbeanzeigen der Konkurrenz auszuspionieren oder sich von großen Playern inspirieren zu lassen. Erfolg garantiert das noch lange nicht.

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Facebook Ads Leitfaden 

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3. Amazons aggressive Offensive gegen Händler

Amazon als Marktführer verlinkt Eigenmarken direkt neben Markenartikeln

Wie würden Sie reagieren, wenn auf Ihren Produktseiten auf einmal Werbung der Konkurrenz auftauchen würde? Viele Händler, die auf Amazon verkaufen müssen sich diese Frage eventuell bald stellen.

Amazon verlinkt Eigenmarken direkt neben Markenartikeln

Somit hat Amazon den nächsten Schritt in seinem #BrandsTakeover gemacht und testet nun mit einem Link zu seinem Eigenprodukten auf fast jeder ersten Seite des Suchergebnisses!

Nachfolgend ein Beispiel von heute für den Suchbegriff Babywipes. Alle diese Links zeigen auf die Babywipes aus dem Hause Amazon.

Was kommt als nächstes? Ein Popup-Fenster, wenn Sie Pampers zu Ihrem Warenkorb hinzufügen und Ihnen sagen, dass Sie stattdessen den Amazon One kaufen sollen? Und vor allem, gibt es etwas, was Marken tun können, um sich zu verteidigen?“

Amazons Angriff mit Ihrer Eigenmarke: Similiar Items from Our Brands

Das lässt sich zur Zeit in einem Beitrag von Izzy Benoliel auf LinkedIn lesen (Text auf Englisch).

Die OnlineMarketingRockstars fanden heraus, dass sich die Neuerung auch aus Deutschland rekonstruieren lässt:

Wer mittels Google Amazon.com nach der Phrase„similar item from our brands“ durchsucht und auf der Google-Suchergebnisseite einen Link aus dem Google Cache aufruft, stößt auf eben solche Verweise. Die über Google gefundenen Beispiele legen zudem die Vermutung nahe, dass Amazon die Links zu den Eigenmarkenprodukten nicht nur auf Suchergebnisseiten, sondern auch Kategorienseiten (der Besucher klickt sich durch die Menüs zu einer bestimmten Produktkategorie) einblendet.

Ob das Feature auch nach Deutschland kommt, steht in den Sternen. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch hoch. Was lässt sich also tun, um die eigene Marke vor Amazons Offensive zu schützen.

Unsere Empfehlung: Verstärkt auf Branding setzen!

Wie das geht, erklären wir in unserem ultimativen Branding-Guide.

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4. Das große Google Update: Die ersten Erkenntnisse

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Das Google Update Anfang August hat große Wellen geschlagen. Manche gute Webseiten haben ihr Top-Ranking verloren, andere Seiten dominierten plötzlich aus dem Nichts die Suchergebnisse. Wir verraten Ihnen, welche Seiten betroffen sind & warum:

Langsam wird klar, was da überhaupt passiert ist.

Google scheint immer mehr wert auf E-A-T zu legen, besonders in der Gesundheits-, Finanz und E-Commerce-Branche.

Was ist E-A-T?

Die drei Buchstaben, die für Google immer wichtiger werden, stehen für

  • Expertise
  • Authority (dt. Autorität)
  • Trust (dt. Vertrauenswürdigkeit)

und sollen sicherstellen, dass die Informationen auf einer Webseite inhaltlich korrekt sind. Besonders im YMYL*-Sektor.

*YMYL steht für Your Money or Your Life und bedeutet so viel wie dein Geld oder dein Leben. Damit bezeichnet Google Themen, wo bei einer falschen Empfehlung negative Auswirkung auf Gesundheit, Finanzen oder generelles Wohlbefinden zu erwarten sind.

Laut Marcus Pentzek, Senior SEO Consultant bei Search Metrics, und weiteren Quellen sollten Inhalte aus der Gesundheitsbranche von Menschen mit professioneller medizinischer Expertise verfasst werden.

So werden die Ansprüche an Autorität und Vertrauen einer Website unterstützt. Dies sagt Google in den am 20. Juli 2018 aktualisierten Richtlinien, nach denen Quality Rater Webseiten beurteilen sollen. Die erst kürzliche Aktualisierung und die starken Einflüsse des aktuellen Google-Updates insbesondere auf Websites der Gesundheitsbranche, lassen einen Zusammenhang vermuten.

Ebenso bleibt (und wird) guter Content wichtig(er)!

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SEO Texte schreiben

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5. Neues Feature: Shopping auf Instagram

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Shopping auf Instagram?

Seit dem 20. März können auch deutsche Instagram-Nutzer die App nutzen, um Produkte direkt aus dem Feed heraus zu kaufen. In Amerika war dieses Feature schon 2017 verfügbar.

Nach einer Testphase mit ausgewählten Shops wie Zalando, Hugo Boss und „Odernichtoderdoch“ können nun in Deutschland alle eingetragenen Händler Mode, Möbel und Kosmetik direkt anbieten:

„Die Ausführung der Funktion ist supereinfach – es funktioniert wie eine Markierung von Personen. Da auf unseren Bildern meistens viele verschiedene Produkte zu sehen sind, ist es toll, dass wir diese nun einzeln markieren können und so den Kunden direkt zu unserem Shop und zum Produkt führen können“, verrät Niklas Heinen, Geschäftsführer des Schreibwaren-Shops „Odernichtoderdoch“, der Bild.

Ein Problem vieler Instagram-Shopper ist also endlich gelöst. Anstatt lange im Online-Shop nach dem gewünschten Produkt suchen zu müssen, kann der Instagrammer direkt zur richtigen Produktseite verlinken. Das Feature kann von nun an von jedem Unternehmen mit einem Business-Profil genutzt werden. Probieren Sie es mal aus!

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Mit dieser kurzen Übersicht sollten Sie also up-to-date sein! Für noch mehr News und Trends schauen Sie sich doch auch mal alle anderen E-Commerce kompakt Artikel hier an.

Wir freuen uns Sie auch im neuen Jahr mit allen Trends, Themen und News aus der Welt des E-Commerce versorgen zu dürfen! Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht Ihnen das Trusted Shops Content-Team!

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