E-Mail Marketing für Profis: bessere Öffnungsraten durch optimierte Betreffzeilen

22.11.2016, 2m

Ein falsches Wort – und schon ist die Gelegenheit vertan. Kennen Sie? Die Betreffzeile einer Mail entscheidet über Öffnungsrate oder Schicksal im Spamordner. Mit der richtigen Ansprache, den relevanten Schlüsselwörtern und Ihrer Persona im Fokus kann die gute alte E-Mail aber zur Waffe werden im Marketing. Expertentipps – hier.

Mit besseren Betreffszeilen zu höheren Öffnungsraten. Was steht drauf - was ist drin im Paket?

Die Anzahl täglicher versendeter E-Mails wird bis 2017 auf 206,6 Milliarden E-Mails ansteigen. Obwohl ein Rückgang von privater E-Mail-Korrespondenz aufgrund der häufigen Nutzung sozialer Netzwerke erwartet wird, soll die steigende Anzahl von geschäftlichen Mails weiterhin wachsen.

Im Bereich des E-Mail-Marketings wird die Frage daher immer wichtiger, wie die eigenen Mails im teilweise schon jetzt total überfluteten Postfach der Nutzer Aufmerksamkeit erlangen.

Inhalt der E-Mail in der Betreffzeile beschreiben

Aktuelle Studien zeigen, dass Nutzer bevorzugt eine Mail öffnen, deren Inhalt klar in der Betreffzeile vermerkt ist. Immerhin kann der potenzielle Leser nur dann abschätzen, ob ihn der Inhalt der Mail überhaupt interessiert. Sind die Informationen zum Inhalt vage, sinkt die Öffnungsrate. Wir alle bekommen einfach zu viele E-Mails, um sie auf gut Glück zu öffnen.

Katharina Lieske„Dies ist einer der wichtigsten Punkte. Man sollte nicht zu werblich sein, keine Enttäuschung riskieren", sagt Katharina Lieske, E-Mail Marketing Managerin bei Trusted Shops.

Die Betreffzeile mit maximal 40 Zeichen

Die Betreffzeile wird in den meisten E-Mail-Programmen ab einer gewissen Länge abgeschnitten. Bei mobilen E-Mail-Apps ist die Anzahl der angezeigten Zeichen sogar noch um einiges geringer als auf dem Desktop. Marktforscher empfehlen, nicht mehr als 40 Zeichen in die Betreffzeile zu quetschen. Diese Erkentnis deckt sich mit dem Ergebnis einer weitere Studie. Von 200 Millionen untersuchten E-Mails waren diejenigen am erfolgreichsten die nur 28 bis 39 Zeichen für die Betreffzeile brauchten.

„Die Faustregel: je knapper, desto besser", bekräftigt Katharina Lieske.

Die Betreffzeile der E-Mail beginnt mit den wichtigsten Keywords

Die wichtigsten Schlüsselwörter, die potenzielle Kunden zum Öffnen Ihrer Mail anregen könnten, sollten aus demselben Grund möglichst weit vorne in der Betreffzeile stehen. Stehen sie nicht am Ende der Betreffzeile, besteht die Gefahr, dass sie nicht vom Client angezeigt werden. Auch hier ist die Gefahr bei mobilen E-Mail-Apps höher als auf dem Desktop. „Formulieren Sie aktiv und nicht passiv, so zum Beispiel: Sparen Sie 20% bei XY! Und nicht: 20% Rabatt auf XY", sagt unsere E-Mail Expertin.

Den Absender in der Betreffzeile nicht wiederholen

Der Platz in der Betreffzeile ist kostbar und sollte sinnvoll verwendet werden. Die Absenderinformationen werden von gängigen E-Mail-Clients oder Web-Mail-Anbietern sowieso angezeigt, sparen Sie sich deshalb den Platz für Informationen zum Inhalt Ihrer Mail. Dennoch: der Absender ist wichtig. „Ich versende Mails nur mit meiner persönlichen Adresse - also katharina.lieske@trustedshops.de und nicht etwa marketing@trustedshops.de."

Den Namen des Empfängers in der Betreffzeile nicht verwenden

Auch wenn eine persönliche Anrede auf den ersten Blick wie eine ziemlich gute Idee anmutet, sollte sie vermieden werden. Der durchschnittliche Nutzer weiß, dass die Mail nicht nur für ihn geschrieben wurde. Zum einen fühlen sich die Leser veräppelt, zum anderen verschwenden Sie unnötigen Platz, den wichtigere Informationen füllen sollten.

In der Betreffzeile auf Sonderzeichen verzichten?

Herzen, Sterne und andere Symbole mögen nett aussehen, aber auf den Nutzer wirken sie manchmal abschreckend. Außerdem zeigen nicht alle Mail-Clients und Web-Mail-Dienste solche Zeichen korrekt an. Wenn überhaupt, sollten Sie sie daher maximal am Ende der Betreffzeile einsetzen. „Testen Sie den Einsatz von Sonderzeichen - es gibt durchaus Erfolge mit Sonderzeichen, das kommt auf die Zielgruppe und den Kontext an. Sonderzeichen können ein Merkmal zur Wiedererkennung sein", erläutert Expertin Lieske.

Fazit

Das Fazit verschiedener Studien zur möglichst perfekten Betreffzeile ist relativ eindeutig: Beschreiben Sie den Inhalt der E-Mail. Auch wenn es einem vielleicht kreativer vorkommt, wenn Sie den Betreff nicht als Werbung für den Inhalt formulieren, schadet dies erfahrungsgemäß der Öffnungsrate. Diese Ehrlichkeit gleich zu Beginn der E-Mail fördert das Vertrauen der Abonnenten. Und Vertrauen ist eines der wichtigsten Elemente im E-Commerce.

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