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So muss Influencer-Werbung gekennzeichnet werden. E‑Commerce kompakt #16

20.04.2018, 5m

Die Themen dieser Woche: So muss Influencer-Werbung gekennzeichnet werden, trotz Skandal kann Facebook mehr Werbeeinnahmen verbuchen, so reagieren Konsumenten auf Werbung und weitere spannende Themen. Viel Spaß beim Lesen!

Influencerin filmt ein Video von sich

Trotz Cambridge-Analytica-Skandal kann Facebook mehr Werbeeinnahmen verbuchen

Der neuste State of Media-Report von 4C zeigt, dass Facebook trotz des jüngsten Cambridge Analytica-Skandals im ersten Quartal einen deutlichen Anstieg der Werbeeinnahmen verzeichnen konnte. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Werbeeinnahmen von Facebook um 62%.

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Der größte Zuwachs wurde in der Reise-, sowie Finanzbranche mit 129% bzw. 32% gegenüber dem Vorquartal vorzeichnet. Gleichzeitig liefert Facebook weiterhin einen positiven ROI für Werbetreibende, mit einer vierteljährlichen Senkung der Kosten pro tausend Impressionen (CPM) um satte 18%.

Passend zum Thema: Mit diesen 7 Tipps optimieren Sie Ihre Facebook-Anzeigen

Aber Facebook ist nicht der einzige Gewinner.

Auch Snapchat verzeichnete im ersten Quartal 2018 einen beachtlichen Anstieg der Werbeausgaben auf der eigenen Plattform. Mit einem Anstieg von beachtlichen 234% im Vergleich zum Vorjahr, was vor allem auf die neu gestaltete Discover-Seite zurückzuführen ist, die noch mehr Möglichkeiten für gesponserte Inhalte bietet.

 

eBay wickelt ihre Geschäfte in Europa künftig nach deutschem Recht ab

Die Verkaufsplattform informierte in den vergangenen Tagen Händler und Mitglieder über eine wichtige Änderung:

Für eBay-Kunden ist ab dem 1. Mai nicht mehr eBay Europe mit Sitz in Luxemburg der Vertragspartner, sondern die eBay GmbH in Kleinmachnow bei Berlin.

Was bedeutet das für Sie?

Gewerbliche, umsatzsteuerpflichtige Verkäufer aus Deutschland werden künftig deutsche Umsatzsteuer auf ihre Gebühren zahlen müssen. Die Änderung gehöre zu der 2016 in Angriff genommenen Anpassung der rechtlichen Unternehmensstruktur.

71% der Leute sind der Meinung, dass Werbung immer aufdringlicher wird

Geschützter Mann mit Helm zeigt begeistert auf seinen Laptopbildschirm

So oder so ähnlich wurde früher auf Werbung reagiert,... heutzutage sieht das anders aus.

Eine aktuelle Umfrage von Kantar Millward Brown hat ergeben, dass die Mehrheit der Menschen glauben, dass Anzeigen viel aufdringlicher sind als noch vor drei Jahren.

71% der Befragten stimmen dieser Aussage zu, 74% gaben an, dass sie insgesamt mehr Werbeanzeigen sehen und ganze 79% sind der Meinung, dass es unmöglich ist Werbung im Internet zu vermeiden.

Überraschenderweise ist die Meinung der Umfragenteilnehmer gegenüber Werbeanzeigen nicht ganz so schlecht wie erwartet.

Immerhin 41% gaben an, dass Werbung bessere Geschichten erzählen als früher, während 47% der Befragten der Aussage zustimmen, dass Anzeigen in verschiedenen Formaten (Online, Offline, TV-Werbung) besser zusammenpassen.

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Eltern sind die größten Fans von Voice-Assisted Devices

Publicis Media hat eine Studie über die Nutzung von intelligenten Lautsprechern durchgeführt, an der Nutzer von Sprachassistenten in den USA und Großbritannien teilgenommen haben.

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In der Studie stellte sich heraus, dass Eltern (und Familien generell) am ehesten intelligente Lautsprecher verwenden. Das lässt sich vor allem auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Technologie in der Lage ist, die täglichen Abläufe zu beschleunigen und zu verbessern.

Smarte Lautsprecher wie Alexa, Google Home und der HomePod ermöglichen es Eltern auch, ihren Kindern beim Lernen zu helfen, da die Technologie es den Benutzern ermöglicht via Voice Search einfach mal kurz nachzufragen ohne ihre momentane Aktivität zu unterbrechen.

Trotz der großen Akzeptanz zeigt die Studie aber auch, dass Eltern nicht wirklich daran interessiert sind, die Art und Weise zu ändern, wie sie die Sprachtechnologie verwenden.

So gab ein großer Teil der Befragten an, dass sie nicht daran interessiert sind, neue Skills zu entdecken, wenn sie diese nicht bereits nutzen. Ebenso zögern sie, wenn es darum geht persönliche Informationen im Austausch für eine bessere Personalisierung einzutauschen.

 

So muss Influencer-Werbung gekennzeichnet werden

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Die Wettbewerbszentrale hat einen Leitfaden veröffentlicht, in dem sie ihre Auffassung zur Kennzeichnung von Werbung auf Instagram und vielen damit verbundenen Einzelfragen vorstellt.

Unter den Beteiligten – dies sind Content-Creator wie Influencer und Blogger, Werbeagenturen genauso wie die werbetreibenden Unternehmen, welche auf Influencer Marketing zurückgreifen – herrscht Unsicherheit, wie eine korrekte Kennzeichnung von Werbe-Posts auf Instagram auszusehen hat:

 

Screenshot vom InstagramProfil der Influencerin Fashionagony und einem Zahnwhitening Kit

Das hat die Selbstkontrollinstitution der Wirtschaft für fairen Wettbewerb in ihrer Praxis beobachtet und diese Erkenntnis zum Anlass genommen, ihre Meinung zu den Anforderungen an eine Werbekennzeichnung auf Instagram in dem vorgestellten Leitfaden zu veröffentlichen.

„Influencer Marketing geht ohne Schleichwerbung. Aber es sind bestimmte Regeln zu beachten. Deshalb ist es wichtig, dass sowohl Influencer als auch werbetreibende Unternehmen Anhaltspunkte dafür bekommen, welche Anforderungen an die Transparenz von Werbe-Posts gestellt werden.“, erläutert Christina Kiel, Juristin bei der Wettbewerbszentrale. „Die Wettbewerbszentrale will damit fairen Wettbewerb auch im Influencer Marketing in Social Media fördern.“

Instagram Stories und neue Kennzeichnungsfunktion berücksichtigt

Blick auf ein Instagram Influencer Profil

Die Wettbewerbszentrale berücksichtigt in diesem Papier die Besonderheiten von Instagram und neue Funktionen dieser Plattform. Dabei geht sie beispielsweise folgenden Fragen nach:

  • Ist jedes Produkt-Posting gleichzeitig Werbung?
  • Ist eine Platzierung der Werbekennzeichnung innerhalb einer Hashtagwolke zulässig?
  • Reicht eine Kennzeichnung im Nutzerprofil?
  • Was ist bei den Instagram Stories zu beachten?
  • Reicht die vorgegebene Funktion „bezahlte Partnerschaft mit“ aus?

Die Wettbewerbszentrale will zur Klärung von Rechtsfragen beitragen

„Influencer Marketing findet nicht im rechtsfreien Raum statt.“, meint Kiel.„Influencer, die Schleichwerbung betreiben, wie auch die Unternehmen, für die Schleichwerbung betrieben wird, müssen mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.“

Etliche Einzelfragen zur Kennzeichnung von Instagram-Werbepostings sind bisher ungeklärt und für Klärung können hier, laut Kiel, letztlich nur die Gerichte sorgen.

Micro Influencer Einzelfälle des Influencermarketings

Wie in anderen Bereichen auch wird die Wettbewerbszentrale daher nötigenfalls ungeklärte Fälle zu Gericht bringen, um durch Musterverfahren zu mehr Rechtssicherheit für die Werbepraxis beizutragen. Darüber hinaus wird die Wettbewerbszentrale bei Beschwerden auch diejenigen Fälle verfolgen, bei denen die werbliche Erkennbarkeit völlig fehlt.

Den Leitfaden finden Sie hier.

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