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So geht's: Werbeanzeigen der Konkurrenz ausspionieren. E-Commerce kompakt #27

06.07.2018, 8m

In den letzten Tagen war die Online Marketing-Welt in Aufruhr, denn es ist viel passiert. Facebook ermöglicht es Ihnen nun die Werbung der Konkurrenz auszuspionieren, es gibt Neues aus dem Hause Google und ein großer E-Commerce-Player steht vor dem aus. Mehr Informationen zu den Themen finden Sie in der 27. Ausgabe E-Commerce kompakt!

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So können Sie die Werbeanzeigen Ihrer Konkurrenz auf Facebook ausspionieren

Facebook hat nach dem Cambridge Analytica-Debakel und auf Grund der DSGVO versprochen mehr Transparenz zu zeigen. Ein Teil dieses Versprechens wurde nun erfüllt.

Facebook erlaubt es nun jedemNutzer – ganz einfach – die Werbeanzeigen einer Facebook-Seite einzusehen. Dabei ist es egal, ob der Nutzer selber zur Zielgruppe gehört oder nicht.

Wenn ein Facebook-Nutzer eine Facebook-Seite besucht, lässt sich auf der linken Seite ein neuer Unterpunkt finden: Seiteninfos & Werbung.

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Wird darauf geklickt, finden Sie die aktiven Werbeanzeigen des Unternehmens. Es ist sogar möglich diese nach Land zu filtern.

Wenn ein Nutzer sich in der Zielgruppe der Anzeige befindet, sind sogar die Interaktionen (Likes, Shares & Kommentare) sichtbar.

Für Werbetreibende bedeutet dies, dass Ihre Anzeigen nicht mehr privat sind. Jeder Konkurrent und Kunde kann jetzt einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Social-Media-Experte Lars Budde stellt auf OMR wahrscheinliche 3 Thesen auf, wie sich die Transparenz-Offensive auf Facebook-Marketing auswirken wird:

y2zfeOIh_400x4001. Tools zur Mitbewerber-Analyse kommen

Aufgrund der Brisanz dieser neuen Funktion prognostiziere ich für Advertiser in den nächsten Monaten eine Reihe von Neuerungen: Die Sichtbarkeit sämtlicher Anzeigen gibt Nutzern mehr Transparenz über die Maßnahmen einzelner Unternehmen oder Organisationen.

Advertisern eröffnet sie einen genauen Einblick in die Kreation der jeweiligen Mitbewerber. Um diesen Vorteil in vollem Umfang zu nutzen, werden schon in wenigen Wochen die ersten Tools auf den Markt drängen, die Anzeigen der von Nutzern festgelegten Seiten erfassen und aufbereiten.
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Prüfen diese Tools in regelmäßigen Zeitabständen, welche Anzeigen von einer Seite geschaltet werden, können im Zeitverlauf mindestens zwei Kategorien von Anzeigen identifiziert werden: Erstens, die langfristig laufenden Anzeigen, die häufig im Retargeting zum Einsatz kommen und zweitens, die neuen Anzeigen einer Seite, von denen aktuelle Maßnahmen der Mitbewerber abgeleitet werden können.

Solche Tools würden Advertisern nicht nur einen schnellen Einstieg in neue Märkte ermöglichen und die Beobachtung der Mitbewerber erleichtern. Sie bilden auch die Grundlage meiner zweiten Prognose.

2. Wer sich nicht schützt, verliert

Durch das Monitoring einer großen Anzahl von Facebookseiten und die neu gewonnene Transparenz hinsichtlich der Werbeanzeigen entstehen große und gut strukturierte Datenbanken dieser Werbemittel.

Anders als bei den Anzeigen der bereits verfügbaren Datenbanken von beispielsweise AdEspresso, können diese um strukturiert vorliegende Metadaten der jeweiligen Facebookseiten ergänzt werden. Dazu gehört beispielsweise dessen Kategorisierung. Nutzern ermöglichen diese Metadaten eine noch spezifischere Suche.
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Der Zugriff auf solche Datenbanken bietet Advertisern nicht nur Inspiration, sondern auch einen guten Marktüberlick. Dies trifft vor allem Märkte, in denen Unternehmen mit geringem Alleinstellungsmerkmal ähnliche oder gleiche Produkte vertreiben. Beispiele hierfür begegnen uns etwa auf Instagam, wo Influencer täglich neue Uhrenmarken bewerben, deren Produkte kaum Unterschiede aufweisen.

In solchen Märkten aktive Unternehmen müssen sich schützen. Sonst schadet die neu gewonnene Transparenz ihrem Geschäft. Das führt unweigerlich zu meiner dritten Prognose.

3. Advertiser werden gut laufende Kampagnen verschleiern

Die von Facebook erhoffte Transparenz führt in umkämpften Märkten zu einer größeren Intransparenz. Advertiser werden anfangen, zu verstecken, was gut funktioniert.

Schon jetzt gibt es dafür mehrere Möglichkeiten: Zum einen können die Anzeigen über Seiten ausgespielt werden, die keinen direkten Bezug zur jeweiligen Marke haben. Sie tauchen dann nicht in der Übersicht der jeweiligen Markenseite auf.

Zum anderen können im Namen der Seite massenhaft Anzeigen erstellt werden, die mit geringem Budget die neue Übersicht aller Anzeigen fluten. Sie lenken damit von den „echten“ Anzeigen ab.

Dass diese Maßnahmen der Advertiser keinem anderen Zweck dienen, als der Verschleierung gut laufender Werbekampagnen, sollte klar sein. Ganzer Artikel auf OMR.

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Trotz alledem bleibt abzuwarten, ob diese Neuerung Werbetreibenden schaden wird. Immerhin ist es eine Sache eine Werbeanzeige zu kopieren. Die Auswahl der Zielgruppe, der Marketing-Funnel und tausende weitere Faktoren entscheiden darüber, ob eine Anzeige erfolgreich ist oder nicht.

Es kann interessant sein die Werbeanzeigen der Konkurrenz auszuspionieren oder sich von großen Playern inspirieren zu lassen. Erfolg garantiert das noch lange nicht.

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Überraschend! DaWanda steht vor dem Aus

Inzwischen ist es offiziell: Ende August wird DaWanda abgeschaltet.

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„Die Entscheidung fiel uns nicht leicht, in DaWanda steckt viel Herzblut”, sagt Gründerin Helming. „Gemeinsam mit unserer Community haben wir Do-it-yourself in den vergangenen 12 Jahren in Europa salonfähig gemacht und handgemachte Produkte als neue Kategorie im E-Commerce etabliert. Auf diese Leistung können wir stolz sein! Dennoch mussten wir uns in den letzten Jahren zunehmend eingestehen, dass es uns alleine nicht gelingen wird, das Wachstum weiter voran zu treiben. Darum müssen wir jetzt handeln – um unseren Verkäufern auch langfristig das Bestehen ihrer Unternehmen, ihre Einkommen und weiteres Wachstum zu sichern.”

DaWanda empfiehlt den Verkäufern von nun an Etsy als Verkaufsplattform zu nutzen. Gerüchte darüber, dass Etsy übernimmt, wurden dementiert. Denn Etsy übernimmt weder „Vermögen, Verbindlichkeiten und Mitarbeiter” von DaWanda.

Die Mitarbeiter des Unternehmens wurden bereits über die Schließung der Firma informiert und erhalten ein Abfindungspaket. Der Großteil der Mitarbeiter wurde bereits freigestellt.

Google spricht sich für Blogs aus

In dem letzten Webmaster HangOut äußerte sich Johannes Müller, Webmaster Trends Analyst bei Google, positiv zum Thema Corporate Blogs.

Blogbeiträge können, laut Müller, dabei helfen, ein Unternehmen besser kennenzulernen, neue Kontaktpunkte zu schaffen und über Hintergründe zu berichten. Das kann nicht nur für mehr Besucher generell sorgen, sondern auch für mehr Suchanfragen, die mit dem Unternehmen zusammenhängen.

Ganz in Google-Manier betonte Müller, dass Unternehmer einen Blog nicht nur wegen dem SEO-Vorteil starten sollten, sondern um den Kontakt zum Kunden zu verbessern. Nutzer seien dankbar für Neuigkeiten von einem Unternehmen.

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