Das EU-Urteil gegen Google entwickelt sich erstaunlich positiv für Werbetreibende. Um nicht noch eine Strafe aufgebrummt zu bekommen, sind nun deutlich günstigere Klickpreise mit Google Shopping möglich. Lesen Sie in der 30. Ausgabe E-Commerce kompakt wie Sie davon profitieren können. 

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Wird Google Shopping jetzt deutlich günstiger?

Originalartikel von Daniel Gilbert. Unten übersetzt und angepasst für den deutschen Markt:

Letzte Woche berichteten wir darüber, dass die EU-Kommission Google Shopping als wettbewerbswidrig eingestuft hat. Dies war nicht nur eine kleine Rüge mit erhobenen Zeigefinger, sondern zog eine Geldbuße von 2,4 Mrd. Euro nach sich.

Der offizielle Grund war, dass Google den eigenen Einkaufsvergleichsdienst den der Konkurrenz vorgezogen hat. Eine Auflage der Strafe ist die Ebnung des Spielfeldes, um auch anderen Anbietern eine Chance zu geben.

Nach 12 Monaten hat Google darauf reagiert. Mit einer Änderung, die Werbetreibende und Shopbetreiber erfreuen wird:

Um Google Shopping wettbewerbsfähiger zu machen, öffnet Google die Auktion für neue Comparison Shopping Services (kurz CSS).

Einfach gesagt:

Ab sofort können Preisvergleichsportale im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und in der Schweiz Shopping-Anzeigen auf Google im Namen von Händlern schalten.

Um sicherzustellen, dass sie auch tatsächlich in der Auktion erscheinen, bietet Google eine vergünstigte Auktion für Nicht-Google-Angebote an.

Die ersten Test von Econsultancy mit Brainlabs zeigen:

Der CPC ist durchschnittlich 20% günstiger. Bei exakt gleichen Traffic-Zahlen.

Wahnsinn. Aber was das bedeutet das für Sie?

Wenn Sie einen Online-Shop führen und Werbebudget in Suchmaschinenwerbung investieren, ist das ein ein seltenes (und hochprofitables) Geschenk von Google.

In diesem Beitrag werden wir versuchen Ihnen so einfach wie möglich zu erklären, wie Sie diese einmalige Gelegenheit für Ihren Online-Shop nutzen können.

Händler, die an der Schaltung von (vergünstigten) Shopping Ads interessiert sind, müssen mit einem CSS zusammenarbeiten.

Dies ist eine Website, die Produktangebote von Online-Händlern sammelt und Nutzer, die auf Anzeigen bei Google klicken, zu den Websites der Händler schickt, um einen Kauf zu tätigen. Idealo wäre hier ein deutsches Beispiel.

Jedes CSS könnte also auf Shopping-Anzeigen auf der Suchmaschinen-Ergebnisseite (SERP) im Auftrag von Händlern bieten.

Der Haken: Nur ein CSS kann Produktanzeigen schalten. Aber Händler können mit mehr als einem Anbieter zusammenarbeiten.

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Laut Google haben alle CSSs die selben Möglichkeiten, Anzeigen in den SERPs zu platzieren.

Der einzige Unterschied und Änderung besteht darin, dass am Ende der Anzeige nicht "Von Google" steht, sondern auf eine andere Seite verlinkt wird.

Obwohl nun zwar ein Link zu einer anderen Webseite aufgeführt wird, ist anzunehmen, dass 99,9% der Klicks trotzdem auf die Produktseite gehen und nicht zum CSS.

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Hinweis: Bilder dienen nur zur Illustration.

Ein CSS muss von Google zertifiziert werden, um ein Comparison Shopping Partner zu werden.

Ein verführerisches Angebot, denn wie bereits weiter oben erwähnt: Im Rahmen des Partnerprogramms erhalten Händler rund 20% günstigere CPCs.

Und auch die EU scheint mit der bisherigen Lösung von Google zufrieden zu sein.

Margrethe Vestager, EU-Kommissarin für Wettbewerb, sagte, dass der Anteil von Nicht-Google-Angeboten in Shopping-Slots von 15% auf ein Drittel gestiegen sei. Ebenso hat sich die Zahl auf Klicks auf Nicht-Google-Angebote von 2,5% auf 6,1% erhöht.

Die Zusammenarbeit mit einem Werbepartner bedeutet also, sich mit einem zertifizierten CSS zu verpartnern, das über die Erfahrung und die Ressourcen verfügt, um Werbetreibende sowohl bei der Strategie als auch bei der Optimierung zu unterstützen.

Dieser Schritt kann bedeuten, dass, im Vergleich zu der direkten Werbeschaltung bei Google, ein bedeutend niedrigerer CPC möglich ist.

Klingt gut?

Um von den neuen Möglichkeiten zu profitieren, müssen Sie ein CSS auswählen, um Ihre Shopping-Anzeigen zu hosten. Hier finden Sie eine Liste der Anbieter.

Was passiert dann?

Das Preisvergleichsportal erstellt ein separates Merchant Center-Konto, in das Sie Ihr Inventar hochladen können, und führt die Shopping-Kampagne in Ihrem Namen durch.

Wenn Sie bereits ein Merchant Center-Konto haben, kann es auf das CSS-Konto migriert werden. Danach können die Partner bei der Erstellung von Kampagnen bis hin zum Feed-Management helfen. Ein gutes Preisvergleichsportal sollte natürlich völlige Transparenz bieten.

Google's Shopping Ads ist der beste Anbieter für Suchmaschinenwerbung im E-Commerce, aber die Werbeflächen werden immer umkämpfter.

Richtig gut läuft es nur bei den Shops, die ihre Anzeigen immer weiter optimieren und sich an etwaige Veränderungen anpassen. Das gilt besonders dann, wenn sich spektakuläre Möglichkeiten wie diese bieten.

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Mehr Marketer investieren in Mikropartnerschaften

Neue Recherchen von OneChocolate deuten darauf hin, dass eine wachsende Zahl von Werbetreibenden ihre Investitionen in Mikropartnerschaften erhöhen.

Eine Partnerschaft, welche die Zusammenarbeit mit Einzelpersonen oder Organisationen bezeichnet und maximal 50.000 Euro/Pfund pro Jahr/Partnerschaft kostet, wird als Mikropartnerschaft bezeichnet.

Die Umfrage unter 200 britischen Marketing-Entscheidern ergab, dass 88% ihre Investitionen in Mikropartnerschaften in den letzten 12 Monaten erhöht haben. Ebenso planen 84% der Befragten ihre Investitionen 2018/19 weiter zu erhöhen.

Wenn es um die Vorteile dieser Marketing-Strategie geht, sagten 61% der Befragten, dass es vor allem die Steigerung der Markenbekanntheit unterstützt. Ebenso gaben 42% der befragten Marketer an, dass so ein höherer Umsatz erzielt wurde.

Mikropartnerschaften mit Influencern, Online-Communities und organischen Social Media-Anzeigen waren im Jahr 2018 am beliebtesten.

Trotz des gestiegenen Interesses an Mikropartnerschaften erweist sich die Messung der Ergebnisse für einige als kompliziert.

Während Engagement-Metriken die Erfolgsmessung erleichtern, sind nur 22% der Vermarkter zuversichtlich, wenn es darum geht ROI-Ziele zu setzen.

Frauen kaufen lieber tagsüber ein, Männer eher in der Nacht

Online einkaufen, alles was gebraucht wird ist eine Internetverbindung. Ob der Kunde auf dem Sofa sitzt, mit der Bahn fährt oder gerade in der Mittagspause ist, spielt dabei keine Rolle. Ein weiterer großer Vorteil gegenüber dem Offline-Shopping: Ein Online-Shop hat 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, geöffnet.

Trotzdem sind die Einkaufszeiten der Online-Shopper, abhängig von der Branche, dem Geschlecht und Alter, recht unterschiedlich.

Als Shopbetreiber ist Ihnen bestimmt bereits aufgefallen, dass in Deutschland meist am späten Abend eingekauft wird. Menschen im Alter von 25 bis 34 Jahren sind die aktivsten Shopper, kaufen aber später ein als der Rest. Und zwar um ca. 22 Uhr. 

In der Infografik von Telbes und Hitmeister finden Sie weitere interessante Zahlen.

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Haben Sie schon unseren Artikel zu den 5 SEO-Fehlern, die Sie unbedingt vermeiden sollten gelesen?

Nicht?

Dann sollten Sie hier klicken, um zu prüfen, ob Sie diese Fehler in Ihrem Shop machen.

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