Hermes und DPD wollen die Preise erhöhen. E‑Commerce kompakt #50

14.12.2018, 3m

Die Preise für Paketzustellungen werden erhöht, die durchnittliche Warenkob-Abbruchrate bleibt global unverändert und rund 70% der Händler erwarten im Geschäftsjahr 2018 ein Umsatzwachstum. Diese und weitere Themen finden Sie in der 50. Ausgabe E-Commerce kompakt.

Die durschnittliche Warenkob-Abbruchrate beträgt 76,9% für Q3 2018.

Ein Report von SaleCycle hat gezeigt, dass die globale Warenkorb-Abbruchrate im dritten Quartal 2018 im Schnitt bei 76,9% liegt.

Was die unterschiedlichen Branchen betrifft, so war die Warenkob-Abbruchrate in diesem Zeitraum mit einer Quote von 81,1% für die Reise-Branche am höchsten. Dagegen verzeichneten die Modeseiten mit 73,5% die niedrigste Abbruchrate.

SaleCycle hat sich auch mit den Daten der letzten Jahre beschäftigt, um herauszufinden, ob es signifikante Trends gibt.

Interessanterweise stellten sie fest, dass sich die Abbruchraten seit 2015 nicht wirklich so stark verändert haben. Die Abbruchrate schwankte in den letzten Jahren zwischen 78,4% und 74,3%.

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Rechtliche Themen fordern Händler heraus – Shopware Jahres-Umfrage

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Mit der großen Händlerumfrage hat shopware erneut interessante Einblicke in den Alltag des deutschen Online-Handels gewinnen können.

Umsatzwachstum weiter auf hohem Niveau

Der deutsche Online-Handel wächst laut der Umfrage – bei der 750 Shopbetreiber teilgenommen haben – zwar etwas langsamer als in den Vorjahren, aber immer noch auf sehr hohem Niveau.

Rund 70% der Händler erwarten im Geschäftsjahr 2018 ein Umsatzwachstum. Mit einem ähnlichen Umsatzniveau wie im Vorjahr rechnen sogar über 20% der Händler.

Die aktivsten Branchen sind nach wie vor Nahrungs-, Genussmittel & Getränke (13,25%) sowie Bekleidung & Accessoires (13,09%). Hier zeigen sich im Vergleich zum Vorjahr keine großen Veränderungen.

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Darunter vertreiben 53% der Händler auch Waren aus der eigenen Herstellung – die Bedeutung des B2B-Bereichs im Online-Handel ist also ungebrochen groß.

40% der Befragten vertreiben ihre Produkte auch über stationäre Ladengeschäfte, bezogen auf den digitalen Vertrieb berichten die meisten Händler (29,88%) von einem durchschnittlichen Bestellwert zwischen 51 und 100 Euro.

Rechtliche Neuerungen und Konkurrenzdruck als größte Herausforderungen

Mehr als die Hälfte der Shopbetreiber (56 %) sieht in rechtlichen Neuerungen, wie zum Beispiel dem neuen Verpackungsgesetz, welches am 01.01.2019 in Kraft tritt, die größte Herausforderung für das kommende Jahr.

An zweiter Stelle steht der hohe Konkurrenzdruck durch andere Shops (44 %).

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Mobile Commerce, Künstliche Intelligenz und B2B

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Mobile Commerce gilt nach wie vor als Dauerbrenner unter den E-Commerce-Trends für das nächste Jahr (11 %). Immer mehr Käufe finden über mobile Endgeräte statt, was es wahrscheinlich macht, dass Mobile Commerce auch in den nächsten Jahren an Interesse gewinnen wird.

Künstliche Intelligenz in Form von Chatbots, intelligenter Suche oder z.B. automatisierten Produktkatalogen sehen 5 % der Befragten als relevanten Zukunftstrend an.

Besonders häufig viel in dem Zusammenhang der Begriff Voice Commerce. An dritter Stelle steht mit 3 % der Ausbau des Onlinegeschäfts für B2B-Kunden.

Hermes und DPD wollen die Preise erhöhen

Mitten im wichtigen Weihnachtsgeschäft haben die Paketdienste Hermes und DPD angekündigt, Preise zu erhöhen.

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Der zur Otto-Gruppe gehörende Anbieter Hermes – zweitgrößter der Branche in Deutschland hinter DHL – will die Zustellung an der Haustür verteuern.

„Wir brauchen ein höheres Porto, weil unsere Personalkosten jedes Jahr um etwa drei Prozent steigen und gleichzeitig die Briefmengen um einen ähnlichen Wert sinken“, sagte Post-Chef Frank Appel der „Welt am Sonntag“. Für die Weihnachtspost sind aber noch keine Erhöhungen zu erwarten.

„Wir werden die Preise stärker differenzieren“, sagte Hermes-Deutschland-Chef Olaf Schabirosky dem „Hamburger Abendblatt“ (Samstag). „Das heißt unter anderem auch, dass die Haustürzustellung teurer werden wird.“ Das Unternehmen hatte bereits im Frühjahr seine Paketpreise um durchschnittlich 4,5 Prozent erhöht.

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