Online-Shopper brechen den Kauf häufiger ab. E‑Commerce kompakt #45

Es ist Dezember und der Weihnachtsstress beginnt für Shopbetreiber und Shopper. In der 45. Ausgabe von E-Commerce kompakt berichten wir über einen Anstieg der Abbruch-Rate, die Inspirationsquelle Social Media, in welchen Ländern der E-Commerce-Markt rasant wächst und viele weitere interessante Themen. Viel Spaß beim Lesen!

Online-Shopper brechen den Kauf häufiger ab

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Kaufabbrüche gehören im E-Commerce zum unvermeidbaren Standard. Doch in dem neuesten Remarketing-Report von SaleCycle stellte sich heraus, dass sich die Quote der Online-Shopper, die den Kauf abbrechen, erhöht hat.

Die globale Cart Abandonment Rate ist im dritten Quartal 2017 auf 78,4% im Vergleich zu dem vorherigen Quartal gestiegen – ein Anstieg von 1,5%.

Mit einer geringen Abbruch-Rate von 68,1% platzieren sich Online-Shops aus der Modebranche im Punkt Konversion ganz klar auf den ersten Platz. Wohingegen Anbieter aus dem Segment Travel (82,4%) und Finance (83,2%) deutlich über der durchschnittlichen Abbruch-Quote liegen. Dies ist höchstwahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass ein großer Teil der Shopper den Kauf abbricht, um Preise zu vergleichen und weiter zu recherchieren.

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Wenn Sie erfahren wollen, wie Sie die Cart Abandoments in Ihrem Online-Shop reduzieren können, empfehlen wir Ihnen diesen Artikel:

 

 5 Tipps um Kaufabbrüche zu reduzieren

 

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Social Media ist Inspirationsgeber und Kaufauslöser

77% der Frauen zwischen 25 und 40 Jahren shoppen eigenen Angaben zufolge häufiger Mode mit ihrem Smartphone als noch vor drei Jahren – so das Ergebnis einer aktuellen Studie von ECC Köln und HSE24

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Influencer Marketing war ein großes Thema in 2017 und wird auch 2018 ein wichtiger Teil des Marketing-Mix sein – das zeigt auch die ECC-Studie.

Denn vor allem Frauen nutzen ihr Smartphone für die Shopping-Inspiration. Facebook, Mode-Blogs und Instagram sind dabei die meistgenutzten Plattformen.

Obwohl das Shopping via Smartphone von überall möglich ist, werden die meisten mobilen Einkäufe aus den eigenen vier Wänden getätigt. Etwa 54% der Befragten geben an, dass sie gerne während des Fernsehens mit dem Smartphone nach Fashion-Produkten suchen. Rund 44% haben schon häufiger während des Fernsehens Kleidung oder Accessoires über das Smartphone bestellt.

53% der Befragten suchen in Fashion-Blogs nach aktuellen Trends und neuesten Must-haves. Fashion-Blogs bleiben also für Online-Shops und -Shopper weiter sehr relevant, was auch Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln, bestätigt. .

„Der Einfluss von Fashion-Bloggerinnen oder reichweitenstarken Instagram-Accounts wird immer größer. Diese sind schon heute ein wichtiger Kontaktpunkt in der Customer Journey der weiblichen Kunden. Fashion-Anbieter sollten in diesen Kanälen unbedingt präsent sein – selbst oder über strategische Partnerschaften. Der Mediamix und Werbespendings müssen je nach Zielgruppe unbedingt passend adaptiert werden.“

Die Smartphones werden immer smarter und das mobile Shopping immer nutzerfreundlicher, was sich in den stetig wachsenden M-Commerce widerspiegelt.

Jörg Simon, Geschäftsleitung Omnichannel, Planung & Sales bei HSE24, sieht darin eine große Chance für den Handel:

„Bereits heute haben Social Media-Kanäle einen starken Einfluss auf die Kaufentscheidung. Auch aktuelle Trends wie Augmented Reality oder Beratung über Messenger gewinnen immer mehr an Bedeutung. Sie sind für die Kunden jedoch nur dann interessant, wenn sie einen konkreten Mehrwert haben.“

E-Commerce in Europa immer noch auf Wachstumskurs

Die Niederlande und Italien werden in den nächsten 5 Jahren den größten E-Commerce Wachstum in Europa erleben. Einer Studie von Worldpay zufolge wird das jährliche Wachstum in den beiden Ländern bei 14% pro Jahr liegen. Knapp dahinter – mit 13% jährlichem Wachstum – liegt die Türkei.

In der Studie wurden auch Growth-Zahlen für weitere internationale Märkte veröffentlicht:

 

  • 7% Wachstum in Belgien
  • 10% Wachstum in Dänemark
  • 9% Wachstum in Frankreich
  • 11% Wachstum in Deutschland
  • 14% Wachstum in Italien
  • 14% Wachstum in den Niederlanden
  • 10% Wachstum in Norwegen
  • 8% jährliches Wachstum in Polen
  • 8% jährliches Wachstum in Russland
  • 7% jährliches Wachstum in Spanien
  • 9% jährliches Wachstum in Schweden
  • 10% jährliches Wachstum im Vereinigten Königreich

 

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Alibaba plant E-Commerce Kurse in Singapur

Der chinesische Milliardär Jack Ma will Geschäftsleuten helfen, im E-Commerce erfolgreich zu sein, berichtet rt.com. Zum ersten Mal außerhalb Chinas wird seine Firma Alibaba im nächsten Jahr in Singapur einen Kurs über Geschäftstätigkeit im Internet anbieten.

Die Ausbildung und Zertifizierung erfolgt durch die Alibaba Business School, die das Unternehmen 2008 in Hangzhou in China gegründet hat. Das Projekt ist Teil der chinesischen Belt and Road Initiative, auch Neue Seidenstraße genannt, die China mit Asien, Afrika und Europa verbinden soll. Was die Ausbildung kosten soll ist noch nicht bekannt.

Jedoch hat auch HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth den Bedarf an einem ordentlich ausgebildeten Nachwuchs im E-Commerce erkannt und stellte am 30.08.2017 den neuen Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce vor:

„Die Digitalisierung im Einzelhandel stellt neue Anforderungen an das Personal. Mit dem Kaufmann im E-Commerce werden die Auszubildenden systematisch für eine Karriere im Online-Handel qualifiziertDer E-Commerce-Kaufmann ist ein moderner und digitaler Beruf, der den Handel auch für Digital Natives attraktiv macht.“

Er hofft mit dieser Ausbildung darauf viele Nachwuchskräfte für den Einzelhandel und dessen Potential im E-Commerce zu begeistern. Ab dem 1. August 2018 war es dann soweit. Von diesem Zeitpunkt an können qualifizierte Unternehmen dann Kauffrauen und Kaufmänner im E-Commerce ausbilden.

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E-Commerce-Paketkollaps vor Weihnachten droht

Die Paketzusteller rechnen mit bis zu 15 Millionen Paketen, die an Spitzentagen zugestellt werden sollen. Nicht nur Branchenexperten, sondern auch die Paketzustelldienste selber sagen voraus, dass sie einer deutlich ansteigenden Paketflut unmittelbar vor den Feiertagen nicht mehr Herr werden können, schreibt Frank Zimmermann von Ecommerce-Vision.

Experten sind sich einig: Diese Menge nicht zu bewältigen, denn es fehlt an Fahrzeugen und Personal. Für Shopbetreiber und Online-Shopper bedeutet das Eines: Längere Lieferzeiten.

Um enttäuschten Kunden vorzubeugen sollten Sie also Ihre Lieferzeiten anpassen und Ihre Kunden darauf hinweisen Bestellungen rechtzeitig aufzugeben damit die Weihnachtsgeschenke auch rechtzeitig ankommen und es nicht zu schlechten Bewertungen kommt.

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Finden Sie heraus, wie Sie das Weihnachtsgeschäft optimal nutzen können:

Weihnachtsgeschäft

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