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5 Tipps: Bessere Öffnungsraten durch optimierte Betreffzeilen

22.11.2016, 5m

Ein falsches Wort und schon ist die Gelegenheit vertan – das kommt Ihnen vielleicht aus dem echten Leben bekannt vor. Aber auch wenn es um E-Mail-Marketing geht, kann ein falsches Wort bereits für Umsatzeinbußen sorgen: Immerhin entscheidet die Betreffzeile einer Mail über die Öffnungsrate. Und im schlimmsten Fall landet die E-Mail sogar im Spam-Ordner.

Aber mit der richtigen Ansprache, relevanten Schlüsselwörtern und Ihrer Persona im Fokus kann die gute alte E-Mail einer der wichtigsten und profitabelsten Faktoren Ihrer Marketing-Strategie werden.

Um Ihnen dabei zu helfen, verraten wir Ihnen in diesem Artikel wertvolle Tipps von Katharina Lieske, einer der E-Mail-Expertinnen von Trusted Shops.

Ein kleiner Fun Fact zum Start: Die Anzahl der gesendeten und empfangenen E-Mails liegt laut Statista in 2021 bei ca 320 Milliarden Mails pro Tag, Tendenz steigend.

Obwohl ein Rückgang von privater E-Mail-Korrespondenz aufgrund der häufigen Nutzung sozialer Netzwerke erwartet wird, soll die steigende Anzahl von geschäftlichen Mails weiterhin wachsen.

Im Bereich des E-Mail-Marketings wird die Frage daher immer wichtiger, wie die eigenen Mails im teilweise schon jetzt total überfluteten Postfach der potentiellen Kundschaft für Aufmerksamkeit sorgen.

Tipp 1: Beschreiben Sie den Inhalt der E-Mail in der Betreffzeile

Aktuelle Studien zeigen, dass Nutzerinnen und Nutzer bevorzugt eine Mail öffnen, deren Inhalt klar in der Betreffzeile vermerkt ist.

Immerhin können die potentiellen Leser*innen nur dann abschätzen, ob sie der Inhalt der Mail überhaupt interessiert. Sind die Informationen zum Inhalt vage, sinkt die Öffnungsrate. Wir alle bekommen einfach zu viele E-Mails, um sie auf gut Glück zu öffnen.

kathi lieske„Dies ist einer der wichtigsten Punkte. Man sollte nicht zu werblich sein, keine Enttäuschung riskieren“, sagt Katharina Lieske.

Natürlich lassen sich die Öffnungs- und Klickraten steigern, indem Sie bewusst neugierig machen. Das funktioniert besonders gut, wenn Sie nicht nur auf „Verkaufs-Mails“ setzen, sondern auch auf Content Marketing, bzw. Content Commerce.

Tipp 2: Nutzen Sie maximal 41 Zeichen in Ihren Betreffzeilen

Die Betreffzeile wird in den meisten E-Mail-Programmen ab einer gewissen Länge abgeschnitten. Bei mobilen E-Mail-Apps ist die Anzahl der angezeigten Zeichen sogar noch um einiges geringer als auf dem Desktop: Marktforscher empfehlen, nicht mehr als 41 Zeichen in die Betreffzeile zu quetschen.

Diese Erkenntnis deckt sich mit dem Ergebnis einer weitere Studie. Von 200 Millionen untersuchten E-Mails waren diejenigen am erfolgreichsten die nur 28 bis 39 Zeichen für die Betreffzeile brauchten.

„Die Faustregel: je knapper, desto besser“, bekräftigt Katharina Lieske.

Obwohl es schwierig ist, die Betreffzeile auf so wenige Zeichen zu beschränken, sollten Sie es auf jeden Fall versuchen. Stellen Sie Ihre Hauptbotschaft ganz an den Anfang, damit sie auf mobilen Geräten angezeigt wird, und begrenzen Sie die Betreffzeile auf 5 oder 6 Wörter.

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Tipp 3: Beginnen Sie die Betreffzeile der E-Mail mit den wichtigsten Keywords

Die wichtigsten Schlüsselwörter, die Ihre potentielle Kundschaft zum Öffnen Ihrer Mail anregen könnten, sollten aus demselben Grund möglichst weit vorne in der Betreffzeile stehen.

Der Grund dafür liegt auf der hand: Stehen sie am Ende der Betreffzeile, besteht die Gefahr, dass sie nicht vom Client angezeigt werden. Auch hier ist die Gefahr bei mobilen E-Mail-Apps höher als auf dem Desktop.

„Formulieren Sie aktiv und nicht passiv, so zum Beispiel: Sparen Sie 20% bei XY! Und nicht: 20% Rabatt auf XY“, sagt unsere E-Mail Expertin.

Tipp 4: Wiederholen Sie den Absender nicht in der Betreffzeile

Der Platz in der Betreffzeile ist kostbar und sollte sinnvoll verwendet werden. Die Absenderinformationen werden von gängigen E-Mail-Clients oder Web-Mail-Anbietern sowieso angezeigt, sparen Sie sich deshalb den Platz für Informationen zum Inhalt Ihrer Mail.

Also statt Exklusiv heute: 20% Rabatt auf Winterschuhe | Beispiel Online-Shop ist Exklusiv heute: 20% Rabatt auf Winterschuhe bereits ausreichend.

Und noch ein Hinweis: Dennoch ist der Absendername wichtig.

„Ich versende Mails nur mit meiner persönlichen Adresse – also eher katharina.lieske@trustedshops.de und nicht etwa marketing@trustedshops.de.“

Tipp 5: Verwenden Sie den Namen der Empfänger*innen nicht in der Betreffzeile

Auch wenn eine persönliche Anrede auf den ersten Blick wie eine ziemlich gute Idee anmutet, sollte sie vermieden werden. Ihre potentielle Kundschaft weiß, dass die Mail nicht nur für sie geschrieben wurde.

Zum einen fühlen sich die Leser veräppelt, zum anderen verschwenden Sie unnötigen Platz, den wichtigere Informationen füllen sollten. Bei E-Mails, die zum Beispiel personalisiert zum Geburtstag versendet werden, sieht es da anders aus.

Zum diesem Thema empfehlen wir Ihnen unseren kostenlosen Ratgeber zum Thema E-Mail-Automation:

Mit E-Mail-Automation den Umsatz steigern

Bonus-Tipp: Verzichten Sie tendenziell auf Sonderzeichen in der Betreffzeile, außer ...

Herzen, Sterne und andere Symbole mögen nett aussehen, aber auf Nutzer*innen wirken sie manchmal abschreckend – außerdem zeigen nicht alle Mail-Clients und Web-Mail-Dienste solche Zeichen korrekt an. Wenn überhaupt, sollten Sie sie daher maximal am Ende der Betreffzeile einsetzen.

Aber „... testen Sie den Einsatz von Sonderzeichen, bevor Sie komplett darauf verzichten. Es gibt Szenarien, wo durchaus Erfolge mit Sonderzeichen und Emojis gefeiert werden können, das kommt auf die Zielgruppe und den Kontext an. Sonderzeichen können auch ein Merkmal zur Wiedererkennung sein“, erläutert Expertin Lieske.

Fazit: So erreichen Sie bessere Öffnungsraten durch optimierte Betreffzeilen

Unsere E-Mail-Expertin fasst zusammen:

„Das Fazit verschiedener Studien zur möglichst perfekten Betreffzeile ist relativ eindeutig: Beschreiben Sie den Inhalt der E-Mail.

Auch wenn es einem vielleicht kreativer vorkommt, wenn Sie den Betreff nicht als Werbung für den Inhalt formulieren, schadet dies erfahrungsgemäß der Öffnungsrate.

Diese Ehrlichkeit gleich zu Beginn der E-Mail fördert das Vertrauen der Abonnenten und Vertrauen ist eines der wichtigsten Elemente im E-Commerce.

Und noch etwas: Hören Sie nie damit auf zu testen und verschiedene (neue) Strategien auszuprobieren, um sich von Ihrer Konkurrenz abzuheben und so Ihre Klickzahlen zu steigern.“

Passen dazu empfehlen wir Ihnen den folgenden Artikel: Mit nur einer E-Mail Kundenloyalität (und Umsatz) steigern