Wann sollte ich mein Shopsystem wechseln & was muss ich dabei beachten?

05.04.2017, 1m
Shopsystem wechseln? Das gilt es zu beachten!

Warum der Wechsel des Shopsystems manchmal notwendig ist und was Online-Händler bei der Wahl des neuen Systems beachten sollten, um nicht in die Falle zu geraten, als veraltet darzustehen. 

Es gibt gute Gründe, zu einem leistungsfähigeren Shopsystem zu wechseln. Beispielsweise wenn das bisherige System die Umsetzung strategischer Entscheidungen nicht unterstützt.

Einer der häufigsten Wechselgründe ist jedoch die mangelhafte Update-Fähigkeit. Denn: Ist die Software des Shops über Monate oder gar Jahre nicht aktualisiert worden, können neue marktgängige oder wichtige Features nicht genutzt werden. Der Shop wird zum erheblichen Sicherheitsrisiko, fällt hinter den der Mitbewerber zurück, verliert sukzessive in Suchmaschinen und erwirtschaftet weniger Umsätze, als möglich wären.

Nach dem Motto „never change a running system“ hängen zu viele Shopbetreiber über mehrere Jahre auf fast unveränderten veralteten Systemen fest. Bis die veränderten Ansprüche heutiger Kunden und die Anforderungen des Marktes so weit vom Stand des Shops entfernt sind, dass sie einen technologischen Wechsel erzwingen.

Risikos vermeiden

Der Wechsel eines Shopsystems ist auch immer dann anzuraten, wenn ein Risiko für die Funktionsfähigkeit oder Sicherheit des Shops besteht. Updates bzw. die dauerhafte Update- Fähigkeit gewährleisten dabei langfristig gesehen eine permanent sichere und aktuelle Funktionalität. Beispiele sind neue Features, die infolge technischer Weiterentwicklungen oder rechtlicher Vorgaben für einen Shop wichtig geworden sind.

Ebenso muss ein System in der Lage sein, aktuelle Bedienungs- und Usability-Trends zu unterstützen oder sich durch integrierte SEO-Tools auf die schnell verändernden Google Rankingkriterien einzustellen.

Entscheidend für die Wahl des künftigen Shopsystems ist zudem die Anbindungsmöglichkeit sowohl neuer als auch bestehender Drittsysteme wie ERP-Hersteller oder Payments.

Positive Wechselwirkungen mit anderen Systemen

In manchen Fällen kann aber auch zusammen mit dem Shopsystem der Wechsel eines Drittsystems sinnvoll sein. Zum Beispiel dann, wenn das neue Shopsystem bereits eine langjährige, strategische Kooperation und damit eng aufeinander abgestimmte Abläufe bietet.

Spätestens aber, wenn das System des Drittanbieters selbst kein Update bietet und die notwendigen aktuellen Funktionen der eigenen, neuen Shop- Plattform beeinträchtigt, sollte auch ein Partnersystem gewechselt werden.

Idealerweise ist der Hersteller der Shopsoftware auch der Hoster, da ein gut funktionierender Shop immer aus Software sowie dem Betrieb der Shop- Plattform besteht. Wenn beide Komponenten aus einer Hand kommen, sind die Systeme füreinander konzipiert und aufeinander abgestimmt.

Durch einen einzigen verantwortlichen Systempartner können sie ohne hin- und herschieben der Verantwortlichkeiten kontinuierlich gepflegt, weiterentwickelt, upgedatet und nachvollziehbar dokumentiert werden. Denn gute Anbieter kümmern sich automatisch um Wartung, Einspielen aller Sicherheitsupdates und erforderliche Neuerungen. Sie implementieren dabei Updates und Features im laufenden Betrieb und garantieren die volle Funktion nach dem Update.

Neben einem zukunftsorientierten System spielt auch die unternehmenseigene Strategie eine wichtige Rolle für den Online-Shop. Händler sollten sich vor dem Wechsel fragen, wo sie in den nächsten Jahren stehen möchten. Sollen Produktpalette oder Zielgruppen erweitert werden? Ist der Vertrieb auch im Ausland geplant?

Da nicht jede Entwicklung planbar ist, sollte das neue System deswegen prinzipiell die Möglichkeit bieten, mit angemessenem Aufwand flexibel auf Unternehmensentwicklungen zu reagieren.

Ein Interview mit Herr Klinger zu diesem Thema gibt es hier.

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