Rezensions-Snippet Berichte bei Google Search Console | E-Commerce kompakt #06

14.02.2020, 4m

In der 6. Ausgabe von E-Commerce kompakt erfahren Sie von einer Neuerung bei Google wenn es um Rezensions-Snippets geht, wie viele Kund*innen ihren Einkauf aufgrund von Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Produkt abbrechen und weitere spannende Themen. Viel Spaß! 

Google kündigt Berichte für Rezensions-Snippets in der Google Search Console an

Google hat am Montag angekündigt, dass sie für Rezensions-Snippets in der Google Search Console Berichte anbieten werden. Diese sollen dabei helfen Probleme bei der Umsetzung zu finden. Dabei kann auch überwacht werden wie die Review Snippets die Performance verbessern. 

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Ein Rezensions-Snippet ist ein kurzer Auszug aus einer Bewertung von einer Webseite, wobei meistens eine Gesamtbewertung als Zahlenwert angegeben wird, die aus mehrere Bewertungen zusammengefasst ist. 

Wenn Google gültiges Markup zu Bewertungen findet, zeigt Google möglicherweise ein Rich Snippet an, das Sterne und andere zusammenfassende Informationen zu Bewertungen enthält. 

Um Webseiten-Eigentümern zu helfen, bietet Google jetzt in der Search Console Rezensions-Snippet Berichte an. Diese Berichte erlauben es Ihnen Probleme, Warnhinweise und gültige Seiten für das auf Ihrer Seite implementierte Markup zu sehen. 

Wenn Sie ein Problem beheben, können Sie den Bericht zur Bestätigung verwenden, wodurch ein Prozess ausgelöst wird, bei dem Google Ihre betroffenen Seiten neu crawlt. 

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Quelle: Webmaster Googleblog 

Der Search Console Peformance Bericht erlaubt es Ihnen zudem jetzt die Performance Ihrer Bewertungen mithilfe des "Rezensions-Snippet"- Suchergebnis-Filter einzusehen. 

Das bedeutet, dass Sie sich die Impressionen, Klicks und CTR-Ergebnisse Ihrer Rezensions-Snippet Seiten anschauen und ihre Performance auschecken können. 

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Quelle: Webmaster Googleblog 

Wenn Sie Ihrer Webseite strukturierte Daten in Form von Rezensions-Snippets hinzugefügt haben, können Sie diese mit dem Rich-Suchergebnisse Test Tool testen. Sie können ein Code-Snippet testen oder eine URL einer Seite eingeben. Der Test gibt dann alle Fehler und Vorschläge für Ihre strukturierten Daten an. 

Die Ausgaben für Google Anzeigen auf dem Desktop steigen im Vergleich zum Vorjahr um 12%

Laut dem neuestem Digital Marketing Report von Merkles sind die Ausgaben in 2019 für Google-Anzeigen auf dem Desktop im Vergleich zum Vorjahr um 12 % gestiegen.

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Das Wachstum der mobilen Werbeausgaben war mit 33% gegenüber dem Vorjahr auch deutlich höher, was die Dominanz der mobilen Online-Nutzung bestätigt.

Interessant ist, dass die Werbeausgaben für Tablets stark zurückgegangen sind, von -8% im dritten Quartal auf -35% im vierten Quartal in 2019. Zudem haben die organischen Suchen auf Tablets mit -39% abgenommen.

Diese Zahlen zeigen auf, dass Tablets von Verbraucher*innen weniger für Suchvorgänge genutzt werden.

Insgesamt sind die Gesamtausgaben für Google-Anzeigen auf allen Geräten um 16% gestiegen. Zudem haben die Klicks im Jahresvergleich um 11% zugenommen.

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54% der Verbraucher brechen einen Einkauf aufgrund von Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Produkt ab

Auch wenn die Customer Experience an erster Stelle stehen sollte, scheinen einige Einzelhändler immer noch nicht ihren Fokus auf die reibungslose Online-Erfahrungen Ihrer Kund*innen zu legen.

Laut Zoovu haben 54% der Verbraucher ihren Online-Einkauf abgebrochen, weil es zu schwer war ein Produkt zu finden oder sich für eines zu entscheiden.

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Es ist daher nicht überraschend, dass 71% der Befragten aus den USA, Großbritannien und Deutschland angaben, dass sie zu einer anderen Webseite gewechselt haben, weil es dort einfacher war das jeweilige Produkt zu finden.

59% der deutschen Kund*innen gaben an, dass sie dazu bereit waren die Webseite zu wechseln, wenn sie das entsprechende Produkt nicht schnell genug finden.

54% der Befragten sagten zudem, dass sie einen digitalen Assistenten, der ihnen bei ihrem Einkauf unterstützt, bevorzugen würden. 

Die Mehrheit (64%) bestätigten, dass sie digitale Assistenten wie Chatbots oder einen Online-Kundenservice gegenüber einem Produktfilterungs-Tool bevorzugten.

Die unendliche Auswahl an Produkten überfordert die Verbraucher*innen und bleibt ein vorherrschendes Problem im E-Commerce. Dies führt zu einer "Kultur der Unentschlossenheit" und ist deswegen ein Beweis dafür, wie wichtig das Design der Webseite ist um das Verbraucherverhalten positiv zu beeinflussen.

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Jede zweite Person liest Online Bewertungen vor dem Kauf

Laut einer Befragung des Digitalverbands Bitkom liest jeder zweite Online-Shopper (56%) Kundenbewertungen vor einem Einkauf. Dabei können diese Bewertungen eine große Unterstützung sein, wenn die Person sich für oder gegen ein Produkt entscheidet. 

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Frauen (62%) legen mehr Wert auf Bewertungen bevor sie etwas kaufen, als Männer (50%). Die Meinung anderer Käufer ist vor allem sehr wichtig bei Jüngeren. Dabei geben 66% der 16-bis 29-Jährigen an, dass sie Bewertungen lesen bevor sie sich für das Produkt entscheiden. Im Gegensatz dazu beeinflussen Bewertungen nur 49% der 50-bis 64-Jährigen bei einem Online-Einkauf.

Rebekka Weiß, Leiterin Vertrauen&Sicherheit beim Bitkom sagt:

"Unabhängige Bewertungen können eine gute Entscheidungshilfe vor einem Online-Kauf sein. Dabei gilt bei Dienstleistungen wie bei Waren: Sicherheit und Vertrauen sind für die Kunden von Online-Shops essenziell und Bewertungen tragen maßgeblich zum Vertrauen in den Onlinehandel bei. Davon profitieren auch die Händler: Wer viele gute unabhängige Bewertungen erhält, kann damit die Qualität seiner Ware oder Dienstleistung nachweisen und macht sich so für zukünftige Kunden attraktiv."

Neben den Bewertungen sind auch Preisvergleichsseiten für 48% der Befragten wichtig. Dagegen setzen 41% der Befragten auf Tipps und Empfehlungen von Freunden oder Verwandten. Nur jeder vierte nutzt tatsächlich die Webseite des Händlers um sich über die Produkte zu informieren. Für 14% sind soziale Netzwerke von Bedeutung wenn es darum geht sich für ein Produkt zu entscheiden.

Eine schlechte Bewertung ist noch kein Weltuntergang. So machen Sie das Beste aus schlechten Bewertungen! 

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