Facebook Sanktionen, Social Media 2018 und Blockchain. E‑Commerce kompakt #1

In der ersten Ausgabe von E-Commerce kompakt des neuen Jahres erwarten Sie Themen zur Einschränkung von Facebook & Co, hoffnungsvolle Ausblicke in die Zukunft und weitere interessante Themen. Viel Spaß beim Lesen!

blogTitle-gluecklich_traurig.jpg

Bundeskartellamt droht Facebook mit Sanktionen

Es geht wieder um das ewige Thema Daten, die von Facebook gesammelt werden. Eigenen Angaben zufolge bereitet das Bundeskartellamt mögliche Sanktionen gegen Datenkrake Facebook vor, wenn der Internet-Gigant Nutzern nicht die Möglichkeit zum Widerspruch gegen das Sammeln von Daten bietet.

„Wir kritisieren die Art und Weise, wie das Unternehmen persönliche Daten sammelt und verwertet, als möglichen Missbrauch von Marktmacht“, sagte Kartellamts-Chef Andreas Mundt. Die Nutzer müssten hinnehmen, dass ihre Daten auch aus Drittquellen massenhaft gesammelt würden, obwohl sie davon wenig oder zumeist gar nichts wüssten. Dies habe man Facebook vor Weihnachten mitgeteilt.

Nun werden wir sehen, wie Facebook auf unsere Kritik reagiert, sagte Mundt. Danach werde entschieden, wie weiter verfahren werden solle. Entweder das US-Unternehmen schlage eine eigene Lösung vor, oder das Kartellamt müsse „das Sammeln und Verwerten von Daten aus Drittquellen ohne ausdrückliche Zustimmung der Nutzer“ verbieten. Dank des sogenannten Auswirkungsprinzips sei das Kartellamt dem Konzern gegenüber nicht ohnmächtig. „Gegen einen Verstoß können wir wirksam vorgehen, soweit er sich in der Bundesrepublik auswirkt.“

Doch nicht nur das:

Facebook-Gesetz tritt in Kraft

Bußgelder bis zu 50 Millionen EuroAb dem 1. Januar 2018 ist das Netzwerkdurchsetzungsgesetz vollständig gültig. So drohen den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter und Co. nun Bußgelder bis zu 50 Millionen Euro, wenn sich die sozialen Netzwerke den neuen Regelungen zur Bekämpfung von Hass und Hetze im Internet widersetzen.

Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz ermögliche ein wirksames und transparentes Verfahren für den Umgang mit Beschwerden. Die Betreiber sozialer Netzwerke müssten die Beschwerden unmittelbar aufnehmen und den Prozess für die Nutzer leicht erkennbar und ständig verfügbar gestalten. Offensichtlich rechtswidrige Inhalte müssen innerhalb von 24 Stunden nach Beschwerde entfernt werden, für komplexere Fälle gilt eine Sieben-Tages-Frist, wie Meedia berichtet.fazit-blogpost.png

Social Media Marketing-Trends 2018

Über das Smartphone wird immer mehr eingekauft, da macht es nur Sinn, dass auch der Markt für mobile Werbung im neuen Jahr weiter wachsen wird. Laut t3n wollen 81% der deutschen Markenverantwortlichen mehr in diesen Kanal investieren.

Persönlicher und visualisierter Content in Live-Videos, Chatbots und Influencer sind die Hauptthemen, die sich für 2018 abzeichnen. Umfragen zufolge ist besonders die Video-Qualität relevant für den Erfolg einer Werbeanzeige. MicroCreatives, eine Digital-Agentur, hat den Ausblick für 2018 in einer Info-Grafik für Sie zusammengefasst.

Infografik-Marketingtrends-2018.png

Infografik von MicroCreativesfazit-blogpost.png

Amazon will Alexa-Werbung vermarkten

Hören Alexa-Nutzer schon bald Werbung in Ihren Wohnzimmern? Gerüchten zufolge ist Amazon mit großen Anbietern wie Procter & Gamble und Clorox im Gespräch.

Bei einer entsprechenden Suchanfrage, wie 

Alexa, ich will Shampoo kaufen.

sollen Unternehmen, die eine Werbe-Partnerschaft mit Amazon eingehen, eine höhere Platzierung ihrer Produkte in den Suchergebnissen erreichen – SEA für die Ohren. Offiziell bestätigt ist jedoch bisher nichts. Jedoch sind wir uns sicher, dass auch Audio-Werbung in den nächsten Monaten ein immer größeres Thema werden wird.

Es lohnt sich schon früh mit einem neuen Werbekanal zu experimentieren, denn gerade am Anfang sind die neuen Kanäle noch wenig umkämpft. (Am Anfang von AdWords ließen sich gezielte Klicks für 1 Cent kaufen) Unsere Empfehlung ist deswegen: Bleiben Sie an dem Thema dran!fazit-blogpost.png

Alibaba und der europäische Mobile-Payment-Markt

Alibaba schaut Richtung Westen und versucht verstärkt auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen. So sollen künftig nicht nur Chinesen, die Europa besuchen, sondern auch mehr Europäer Alipay, die Plattform für das mobile Bezahlen des Online-Giganten Alibaba aus China, nutzen.

In China konnte Alipay bereits 400 Millionen Nutzer von dem Bezahlverfahren überzeugen, in Deutschland wird diese Zahlungsmöglichkeit von knapp 2000 Händlern akzeptiert.

Der Mutterkonzern Alibaba hat auf dem Heimatmarkt weitreichende Erfahrungen im E-Commerce gesammelt und besitzt zugleich die nötige Infrastruktur, um anderen Anbietern wie Samsung oder Apple Paroli zu bieten. In China spielen Bargeld und EC-Karten gerade bei der jungen Generation kaum eine Rolle und anders als in Deutschland ist das mobile Bezahlen am POS äußerst beliebt, wie it-daily berichtet.

Interessant: Vor kurzer Zeit veröffentlichte das Magazin Wired einen Artikel, der an eine Orwell-Dystopie erinnert. So vergibt Alibaba eine Nummer an die Nutzer, die in ihrem App-Ökosystem angmeldet sind.

Abhängig von verschiedenen Faktoren wie Zahlungspünktlichkeit, Altruismus, Aktivität, Freunde-Score und vielen weiteren unbekannten Faktoren erhalten Nutzer eine Nummer zwischen 350 und 950. So können Nutzer mit einem Score über 650 ein Auto ohne Anzahlung mieten  Nutzer, deren Score im unteren Bereich liegen, müssen sich mit schlechteren Sitzen in der Bahn, höheren Gebühren und vielen weiteren Unannehmlichkeiten begnügen.fazit-blogpost.pngKann die Blockchain-Technologie die E-Commerce-Branche revolutionieren?

Aktuell sorgt das Thema Blockchain und Kryptowährungen bei den meisten Menschen noch für verwirrte Gesichstausdrücke und wenn überhaupt ist nur Bitcoin als Begriff bekannt.

Experten vermuten, dass 2018 das Jahr ist, wo sich das ändern wird. Immer mehr Unternehmen arbeiten daran, die Technologie massentauglich zu machen, Lösungen für die echte Welt zu finden und eingesessene Abläufe zu optimieren.

Unteranderem hat sogar Mark Zuckerberg, Facebook CEO, angekündigt in 2018 einen großen Fokus auf die Blockchain-Technologie zu legen.

Auch Shopbetreiber profitieren von der Innovation. So arbeitet zum Beispiel Mobius Network an einem Projekt, das mit Stripe zu vergleichen ist – nur eben basierend auf der Blockchain-Technologie. Die Vorteile gegenüber Stripe:

  • Überweisungen in Millisekunden
  • Gebühren pro Transaktion von Bruchteilen eines Cents
  • Zinsen auf vorhandenes Guthaben

Auch könnten mobile Zahlungen mit einem mobilen Wallet (digitales Konto für Kryptowährungen) wie Bread deutlich vereinfacht und sicherer werden. Simplere und schnellere Zahlungsmöglichkeiten bedeuten für Sie als Shopbetreiber, dass weniger Kunden abspringen, wenn es zum komplizierten Bezahlprozess kommt.fazit-blogpost.png

Auch SEO wird in diesem Jahr ein wichtiger Kanal sein, um neue Besucher und Kunden zu gewinnen. Laden Sie unser kostenloses Whitepaper herunter und machen Sie Ihren Online-Shop fit für Google & Co.!

SEO für Online-Shops

0 Kommentare