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Deutsche haben aufgrund von Corona 3.600 Euro weniger ausgegeben I E-Commerce kompakt #14

08.04.2022, 2m

Die zurückliegenden Pandemiejahre haben die Kauflust der Deutschen enorm gebremst und auch der Krieg in der Ukraine trübt das Geschäftsklima. Aktuelle Zahlen zur Lage und einen neuen Shopping-Trend präsentieren wir Ihnen in dieser Ausgabe von E-Commerce kompakt.

3.600 Euro hat jeder Deutsche weniger ausgegeben – aufgrund von Corona

Zwei Jahre dauert die Corona-Pandemie nun an und auch wenn die Lage sich zunehmend entspannt, bleiben die Folgen in einigen Bereichen spürbar. Sicherlich haben Sie bereits geahnt oder vielleicht an Ihrem eigenen Kaufverhalten bemerkt, dass das Geld nicht mehr so locker sitzt wie 2019. Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft beziffert nun, was für viele bislang Bauchgefühl war: 3.600 Euro haben Deutsche im Schnitt pro Kopf in den vergangenen zwei Jahren weniger ausgegeben als vorher.

Allerdings offenbart die Studie noch einen zweiten Effekt: Die Sparquote privater Haushalte kletterte in den Jahren 2020 / 2021 von elf auf durchschnittlich 15,5 Prozent. Gleichwohl der Krieg in der Ukraine die Konsumlust erneut bremst, besteht dennoch die Hoffnung, dass Verbraucherinnen und Verbraucher das Ersparte im Laufe des Jahres ausgeben. Händlerinnen und Händler sollten daher frühzeitig über Maßnahmen nachdenken, die die Kauflust ankurbeln. Dazu gehören Rabattaktionen, Shopping-Events oder Produktbewertungen.

Neuer Einzelhandelstrend: Text-to-Shop

Die Kommunikationskanäle zwischen Menschen werden im digitalen Raum immer vielfältiger. Ebenso verhält es sich mit den Kontaktmöglichkeiten zwischen (Online-)Geschäften und deren Kundinnen und Kunden. Eine kürzlich veröffentlichte Capterra-Umfrage offenbart einen neuen Trend: 59 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer zeigen Interesse an Text-to-Shop. Insbesondere bei Verbraucherinnen und Verbrauchern unter 45 kommt diese Option gut an.

Text-to-Shop ermöglicht Online-Shopping über Textnachrichten. In einem Nutzerprofil speichern Konsumentinnen und Konsumenten alle für einen Einkauf relevanten Daten und verbinden sich mit Marken und Geschäften ihrer Wahl. So erhalten sie Angebote per Textnachricht auf ihr Smartphone und können direkt darauf antworten, um eine Bestellung aufzugeben. Einmal angemeldet, ist ein Einkauf also wie ein privater Chat mit Freundinnen und Freunden möglich.

Der US-Konzern Walmart testet Text-to-Shop bereits seit 2021.

Krieg in der Ukraine trübt das Geschäftsklima

Das Leid der Menschen in der Ukraine nach der russischen Attacke ist unermesslich und auch für die globale Wirtschaft bleibt der Krieg nicht ohne Folgen. Der aktuelle ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland belegt einen historischen Einbruch der Erwartungen um 13,3 Punkte – etwas mehr als zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 (11,8 Punkte).

Grafik_Ukraine_Krieg_Geschäftsklima

Zwar schätzen Unternehmerinnen und Unternehmer die Lage aktuell mit 97 Punkten noch relativ stabil ein, erwarten jedoch eine Verschlechterung aufgrund von Lieferengpässen und hohen Energiekosten.

Für Online-Händlerinnen und -Händler bedeutet das umso mehr auf die Themen zu setzen, die zu jeder Zeit erfolgsversprechend sind: Erreichbarkeit, Kulanz, Preistransparenz, Pflege des Online-Rufs und attraktive Angebote, die zur Zielgruppe passen.