E-Commerce kompakt #3: Google Update & Amazon Go in Europa

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In unserer neuesten Ausgabe von "E-Commerce kompakt:" Gerüchte um ein neues Google Update, Amazon eröffnet Ladengeschäft ohne Verkaufspersonal und Veröffentlichung des Facebook Quartalsberichts.

Google Update? Wer ist betroffen?

Dunkle Wolken am Horizont. Es bahnt sich ein neues Google Update an, was Webseiten mit unnatürlichem Linkaufbau große Probleme bereiten dürfte.

Ob Google seinem Penguin Algorithmus in einem stillen Update verbessert hat oder unnatürliche Links nun von Haus aus geblockt werden, offiziell bestätigt ist noch nichts. Trotzdem ist in den letzten paar Tagen eine ungewöhnliche Fluktuation in den Suchergebnissen zu spüren gewesen.

Ende Januar fing es an. Webseiten, die vorher stabil die vorderen Ränge bei den Suchergebnissen beanspruchten, sind massiv abgesackt.

Betroffen sind jedoch nur Seiten, die ein unnatürliches Backlink-Profil haben. Das bedeutet, dass die betroffenen Webseiten-Betreiber wahrscheinlich Links gekauft haben, unnatürlich schnell zu viele Links aufgebaut haben oder mit PBNs (Private Blog Network) gearbeitet haben.

Diese Art des Linkbuildings ist besonders bei Black Hat SEOs (Suchmaschinen-Optimierer, die Googles Regeln umgehen wollen oder Schlupflöcher ausnutzen) beliebt.

Ein großer Teil der SEO-Community ist deswegen im Aufruhr. Auf der anderen Seite freuen sich die Optimierer, die sich innerhalb der Richtlinien aufhalten über stabile Rankings. In manchen Fällen sogar über Verbesserungen der Positionen bei Google. 

Trotzdem ist alles noch sehr undurchsichtig, basiert auf Gerüchten und ersten Analysen. Aber wie bei jedem Google Update gilt: Sie müssen sich keine Sorgen machen, wenn Sie sich an Googles Regeln halten und nicht auf böse Spam-Taktiken setzen.

Amazon Go in London

Amazon Go, der Lebensmittelshop ohne Verkaufspersonal, erobert Europa. Ganz soweit ist es noch nicht, jedoch sucht Amazon aktuell nach einer passenden Räumlichkeit mitten in London. 

Der erste Prototyp-Laden wurde in Seattle eröffnet und getestet. Funktionieren soll es so: Ein Kunde geht wie gewohnt einkaufen und legt dabei die gewünschten Produkte in den Einkaufskorb.

Anstatt sich nun aber an die Kasse zu stellen, wie es aktuell bei den meisten Supermärkten der Fall ist, nehmen Sensoren wahr, was der Kunde einkauft. Abgerechnet wird dann direkt über das Amazon-Konto nachdem der Einkäufer den Laden verlässt. Amazon gibt an, dass so ein Supermarkt nur 3 Mitarbeiter pro Schicht bräuchte.

Wir sind uns sicher, dass Amazon im Laufe des Jahres weitere Stores nach dem Vorbild von Seattle und London eröffnen wird. Vielleicht sogar bald in Deutschland!

Live Chat sorgt für loyale Kunden

Seinen Kunden die Möglichkeit zu geben, direkt mit einem Kundenberater chatten zu können, erhöht nach einer Studie die allgemeine Kundenzufriedenheit und Loyalität.

63% der Live Chat-Nutzer geben an, dass sie einen Shop eher besuchen würden, wenn die Möglichkeit besteht, die Chat-Option zu nutzen. In Mexiko kommt die Chat-Funktion, mit einer Kundenzufriedenheits-Quote von über 90%, sehr gut an. 

Facebook verdient noch mehr Geld als erwartet

Der Quartalsbericht (Q4, 2016) von Facebook war sehr beeindruckend. Einnahmen von über 8 Milliarden US-Dollar, eine Steigerung von 51%. Der Trend wandert immer mehr zu den mobilen Geräten. Das zeigt sich deutlich daran, dass 84% der Einnahmen durch mobile Werbeanzeigen generiert wurden.

Mit 1,2 Milliarden täglichen Nutzern wundern einen die herausgegebenen Zahlen nicht. Trotzdem spricht Facebook eine Warnung aus und kündigt an, dass die mobilen Werbeanzeigen und der Platz im Newsfeed in 2017 so umgekämpft (und teuer) werden, wie noch nie zuvor.

Onlinehändler aufgepasst: Amazon könnte bald aggressiver Google Werbung schalten

Jahrelang war Amazon nicht bei Google Product Listing Ads (kurz PLA) zu finden. Das könnte sich jetzt ändern, denn Amazon testet zur Zeit, ob sich dieses Werbeformat rentiert. Andere Onlinehändler könnten somit plötzlich einen milliardenschweren Konkurrenten bekommen. 

In den letzten zwei Wochen in 2016 hat die Marketing Agentur Merkle bemerkt, dass immer mehr PLAs von Amazon erschienen, besonders im Deko- und Wohnbereich.

Amazon schaltet schon lange Werbung bei Google, die PLAs blieben aber bisher außen vor. Ob es nur eine Test-Phase ist, weiß niemand außerhalb von Amazon so genau. Wenn es nur ein Test ist, wird jedoch in immer größerem Maßstab getestet, da in immer mehr Shopping-Kategorien Werbung von Amazon zu finden ist.

Eine größere Präsenz des E-Commerce-Giganten in den Suchergebnissen könnte vielen Online-Händlern, die Besucher und Kunden über AdWords und PLAs gewinnen, das Leben schwerer machen. Abhängig davon, wie aggressiv Amazon Werbung schaltet, müssen Händler eventuell mehr ausgeben, um eine stabile Besucherzahl zu halten. Wie Sie mehr Besucher in Kunden verwandeln, erfahren Sie hier.

Shopbetreiber, die PLAs schalten, sollten in den nächsten Tagen und Wochen ein Auge auf Amazon und die eigenen Anzeigen werfen, um konkurrenzfähig zu bleiben und nicht plötzliche Umsatzeinbußen verbuchen zu müssen.

 

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