Die perfekte Produktseite – SEO-Tipps & Best Practices

25.04.2018, 7m

Die Produktseiten haben eine Aufgabe: Sie sollen Besucher zu Käufern machen. Deshalb sollten Sie sich unbedingt diese Fragen stellen: „Wie effizient ist sie gestaltet und was kann ich tun, um sie zu verbessern? Wie sieht die optimale Seite aus?“ Antworten und SEO-Tipps finden Sie in diesem Artikel.

Checkliste für die Produktseite

Die Chance, dass Ihre Produkte über die organische Google-Suche gefunden werden und sie auf diesem Weg kostenlos neue Kunden gewinnen, steigt immens, wenn die wichtigsten SEO-Faktoren erfüllt werden.

Hier ist eine kurze eine Checkliste mit der Sie schnell und einfach überprüfen können, ob Ihre Produktseiten für Suchmaschinen optimiert sind und wo Sie eventuell noch etwas tun müssen.

Los geht's!

1. Ist die URL gut?

Bei viele Online-Shops ist die URL-Struktur ein komplettes Chaos. Das verwirrt nicht nur Besucher, sondern auch die Crawler der Suchmaschinen.

Deswegen sollte die URL möglichst kurz und prägnant sein, dabei aber den Produktnamen bzw. den Suchbegriff enthalten, für den es gefunden werden soll.

Beispiel schlechte URL:

www.beispielshop.de/kategorie-fr4/s/183571hnj4

Jetzt ein Beispiel für eine gute URL:

www.beispielshop.de/frauen/schuhe/air-max-thea-prm-sneaker-low/

Achten Sie darauf, dass die URLs Ihres Online-Shops eine logische Struktur aufweisen.

Ist der Shop Mobile Friendly?

Es wird immer häufiger via Smartphone oder Tablet geshoppt, seit kurzem sogar mehr als auf Desktop.

Erstmalig übertrifft das Smartphone den Desktop beim Online-Shopping

Deswegen muss ein Online-Shop auch auf mobilen Geräten toll aussehen und gut performen. Sie können Ihre Webseite direkt von Google testen lassen: https://search.google.com/test/mobile-friendly

Seit kurzer Zeit ist der Faktor Mobile noch wichtiger geworden als sowieso schon, da Google den Mobile-First-Index ausgerollt hat. Hier erfahren Sie mehr darüber.

Sind die Produktbilder mit Alt-Tags versehen?

Die Alt-Tags bei Bildern sind ein wichtiges Signal an Suchmaschinen. Sie sorgen dafür, dass Google & Co. verstehen was auf dem Bild zu sehen ist.

Beschreiben also kurz, was auf dem Bild zu sehen ist -- es ist sinnvoll das Keyword für das Ihre Produktseite gefunden werden soll in den Alt-Tags zu erwähnen.

Jedoch nicht in jedem Alt-Tag, sonst werden Sie eventuell für Keyword Stuffing abgestraft.

Beispiel für einen guten Alt-Tag:

Seitliche Aufnahme von einem Paar roter Sneaker der Marke Nike, das Modell trägt den Namen Air Max Thea RPM.

Schreiben Sie einzigartige Produktbeschreibungen

Viele Shopbetreiber nutzen die selben Produktbeschreibungen, die auch die Konkurrenz nutzt und vom Händler gestellt werden.

E-Commerce Produktbeschreibungen bringen Sterne

Das schadet zwar nicht direkt, hilft Ihnen aber auch nicht dabei sich von der Konkurrenz abzuheben.

Aus diesem Grund sollten Sie selbstgeschriebene und einzigartige Produktbeschreibungen verwenden. Versuchen Sie menschlich zu schreiben & den Ton Ihrer Zielgruppe zu treffen, aber auch etwaige Suchbegriffe zu erwähnen und eine Wortzahl von mindestens 150 Wörtern zu erreichen.

Die Bergfreunde machen es richtig. Sie hauchen nicht gerade aufregenden Produkten wie Wanderschuhen mit Hilfe von tollen Beschreibungen Leben ein.

bergfreunde-produktbeschreibung

Ein sympathisches Alleinstellungsmerkmal!

Senken Sie die Ladegeschwindigkeit

Die Geschwindigkeit in der ein Online-Shop lädt ist sehr wichtig, da viele Internetnutzer nur knapp 3 Sekunden warten bis eine Webseite fertig geladen ist.

Km/h Tacho für die Geschwindigkeit als Zeichen für die Ladegeschwindigkeit einer Website

Falls es länger dauert, wird der Besuch oftmals abgebrochen und Sie verlieren einen potentiellen Kunden.

Amazon würde pro Jahr mehrere Millionen Dollar Umsatz verlieren, wenn die Webseite auch nur 1 Sekunde langsamer laden würde!

pingdom-speedtest-schnelles-wordpress (1)

Mit Hilfe Pingdom können Sie die Ladegeschindigkeit messen und Informationen über die Ausbremser Ihres Shops erfahren

So sorgen Sie für eine schnellere Ladezeit:

  • Verringern Sie die Dateigröße Ihrer Bilder (z.B. mit Hilfe von compressor.io)
  • Ziehen Sie mit Ihrem Online-Shop zu einem besseren Hosting-Anbieter um
  • Nutzen Sie ein Cloud Delivery Network (z.B. Cloudflare)
  • Optimieren Sie das Caching. Es gibt keinen Grund, dass Ihr Shop jedesmal komplett neu geladen werden muss.

Das Ziel sollte sein Ihren Shop so schnell wie möglich zu machen. Da es nicht nur Ihr SEO verbessert, sondern auch für ein besseres Nutzererlebnis sorgt.

Schreiben Sie passende Meta-Title

Der Meta-Title wird oft automatisch erzeugt, nicht angepasst und dann komplett vergessen. Ein großer Fehler!

Nutzen Sie unbedingt die Möglichkeit Ihres Shopsoftware-Anbieters, um einen passenden Title zu setzen.

Achten Sie darauf, dass der Meta-Title…

  • den Produktnamen bzw. den Suchbegriff enthält (z.B. Nike AirMax)
  • einen Handlungsaufruf enthält (z.B. Jetzt kaufen!)
  • zwischen 60–70 Zeichen lang ist

Meta-Titles, die zu lang sind werden mit ... abgekürzt!

Schreiben Sie passende Meta-Beschreibungen

meta-meta-so-meta

Die Meta-Beschreibung ist der Text, der meist in den Suchergebnissen unter dem Seitentitel – im Beispiel die graue Schrift – angezeigt wird.

Versuchen Sie an dieser Stelle Ihr Produkt kurz vorzustellen und den Text so zu schreiben, dass er den Kunden zum Klick einlädt. Achten Sie darauf, dass der Text nicht zu lang ist, da auch er sonst von Google mit … gekürzt wird.

Vor kurzem hat Google die Länge der Meta-Beschreibung erhöht.

  • Für Desktop-Suchergebnisse: 3-4 Zeilen, ca. 300 bis 310 Zeichen
  • Für Smartphone-Suchergebnisse: 5-6 Zeilen, ca. 225 bis 235 Zeichen

Mit dem SERP Snippet Generator von Sistrix können Sie ausprobieren, wie Ihre Metas später in den Suchergebnissen aussehen.

Bauen Sie die wichtigsten Suchbegriffe ein

Der Schlüssel zu den Google Keywords

Die Crawler von Google & Co. müssen verstehen, worum es auf Ihrer Webseite geht.

Dies kann erreicht werden indem die Suchbegriffe, für die eine Produktseite gefunden werden soll, im Seitentitel, der Produktbeschreibung und den Alt-Tags erwähnt werden.

Aber Vorsicht:

Übertreiben Sie es auch hier nicht mit der Verwendung von Suchbegriffen!

Spam

Benutzen Sie ein Keyword auf der Produktseite zu häufig wird Google diese Seite abwerten, da Sie Keyword Stuffing betreiben.

Achten Sie also darauf, dass der Suchbegriff natürlich erwähnt wird und nicht erzwungen im Text platziert wird.

Nutzen Sie User Generated Content für einen SEO-Bonus

Genau wie einzigartige Beschreibungen, kann User Generated Content genutzt werden, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

Platzieren Sie…

  • Kundenbewertungen
  • Testimonials
  • Bilder und Videos von Kunden und dem Produkt

…auf der Produktseite, um einen SEO-Bonus einzuheimsen.

#asseenonme auf der Website von Asos

Nutze strukturierte Daten

Mit Hilfe von strukturierten Daten (Schema.org) erleichtern Sie den Suchmaschinen-Crwaler die Inhalte der Produktseite auszulesen, zu verstehen und in den Suchergebnissen darzustellen.

So lassen sich mit strukturierten Daten zum Beispiel die begehrten Sterne in der Google-Suche platzieren.

SEO-Sterne

Im Vergleich zu normalen Suchergebnissen, werden die Rich Snippets-Ergebnisse öfter angeklickt! Und mehr Klicks, bedeuten mehr Kunden.

Passen Sie das Social Media Bild an

Ab und zu werden Produktseiten in den Sozialen Medien geteilt, sei es für Feedback von den Freunden oder um eine tolle Entdeckung zu teilen.

flüsternde Frauen

Achten Sie darauf, dass das korrekte Bild ausgesucht wird, wenn die Produktseite geteilt wird, um das Produkt auf Facebook & Co. ordentlich darzustellen.

Dies lässt sich bei den meisten SEO-Plugins und Tools – zum Glück – leicht bewerkstelligen.

Cross-Selling und interne Verlinkungen

Auf der Produktseite sollte es hauptsächliche um das angebotene Produkt gehen.

Ohne Frage. Jedoch sollten Sie Ihren Besuchern die Möglichkeit geben auch andere Produkte zu entdecken, die dazu passen oder sie interessieren könnten.

Das erhöht nicht nur Ihre Chance, dass mehr als ein Artikel im Warenkorb landet, sondern stärkt mit Hilfe der internen Verlinkung auch die SEO-Power des gesamten Shops.

Einkaufswagen als Zeichen dafür, wie sie die Warenkörbe steigern können

Wer die Konversionsrate noch weiter verbessern möchte, sollte auch externe Faktoren beachten: Wichtig sind hier unter anderem Vertrauenssignale und nicht zuletzt auch die Markenbekanntheit eines Online-Shops.

Die wichtigsten Faktoren, die Einfluss auf die Entscheidung eines Käufers haben, sind diese hier:

  • 73% kostenloser Versand
  • 70% kostenlose Retoure
  • 62% Sonderangebote
  • 56% Rabatt-Coupons
  • 43% zeitlich begrenzte Sonderaktionen
  • 31% Incentives/Geschenke

Doch nicht nur das.

„Auf der Produktseite können und sollten Online-Händler kreativ und individuell sein“, sagt Martin Rätze vom Shopbetreiber-Blog.

Portrait vom Blogger Martin Rätze„Sie können sich mit tollen Fotos und Produktbeschreibungen von der Konkurrenz absetzen und den Kunden zum Kaufen animieren. Teilweise können Sie sogar nur durch eine originelle Produktseite höhere Preise als der Wettbewerb verlangen. Bei aller Kreativität darf man aber die rechtlichen Vorgaben nicht aus den Augen lassen. Die gesetzlichen Pflichten sind für Online-Händler zahlreich. Sie sollten sich daher ausführlich informieren oder beraten lassen.“

Mit diesen kleinen Änderungen kann schon viel erreicht werden, denn Ihre Konkurrenz wird diese Optimierungen in den meisten Fällen nicht vornehmen.

Also ein paar Quick Wins für Sie und Ihren Shop! Laden Sie sich die passende Checkliste herunter und werden Sie zum Produktseiten-Profi!

Jetzt Checkliste herunterladen!