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SEO für Kategorieseiten: So rankt Ihr Online-Shop besser

18.03.2021, 8m

Sie sind die wichtigsten Assets eines jeden Online-Shops: Kategorieseiten. Sie erfüllen als Landingpage für organische Suchanfragen bis hin zur Organisation und übersichtlichen Darstellung der Produkte eine ganze Reihe von Aufgaben und Funktionen.

Insbesondere aus SEO-Sicht lohnt es sich einen näheren Blick auf die Gestaltung, den Aufbau sowie die Optimierung von Kategorieseiten für Suchmaschinen zu werfen. Schließlich sind Kategorieseiten häufig der erste Anlaufpunkt für Suchmaschinennutzer*innen.

Aber was macht die Kategorieseite im SEO Kontext so besonders und vor allem wichtig?

Während Produkte und die dazugehörigen Produktdetailseiten im E-Commerce kommen und gehen, sind es die Kategorieseiten, welche idealerweise über Jahre hinweg bestehen bleiben – vor allem im Modebereich oder sonstigen Nischen, in denen Trends meist sehr schnelllebig sind, wechselt die Produktpalette oft sogar im Wochentakt.

Was jedoch bleibt sind hingegen allgemeine Kategorien. Und Konsistenz und Langlebigkeit werden schließlich gerade bei generischen Keywords und hart umkämpften Suchbegriffen von Google belohnt.

Selbstverständlich bedarf gerade die Suchmaschinenoptimierung (SEO) stets einer ganzheitlich Betrachtung, wovon wir uns jedoch in diesem Artikel lösen, um einen Blick auf eben den wichtigsten Bestandteil eines Online-Shops zu werfen, wenn es darum geht in den Suchmaschinen gegenüber der Konkurrenz zu bestehen.

SEO Must-Haves für Kategorieseiten

In der Praxis sind es immer dieselben Elemente und Must-Haves, die eine Online-Shop Kategorieseite ausmachen und über deren Erfolg in den SERPS entscheiden. Bei der Planung, Erstellung oder Optimierung einer Kategorieseite, sollten daher folgende Dinge beachtet werden:

1. Basic SEO

Wie jede Internetseite, die auch nur halbwegs gefunden werden will, sollten die üblichen SEO-Basics befolgt werden. Dazu gehören unter anderem Dinge wie ein aussagekräftiger Title-Tag sowie eine einzigartige Meta-Description.

Anstatt es dem Shopsystem (egal ob Shopware, Woocommerce oder Shopify) selbst zu überlassen, diese Angaben zu verfassen, lohnt es sich ein wenig Zeit in Title-Tag und Meta-Description zu investieren.

Nicht nur allgemeine Meta-Angaben zählen zum Basic-SEO. Auch ein einmaliger und aussagekräftiger Titel versehen mit dem H1-Tag, welcher prominent und gut sichtbar am Anfang der Seite platziert wird, sollte als selbstverständlich gelten. Diese Dinge verstehen sich soweit von selbst und sollten Teil einer jeden Seiten sein – egal ob Kategorie-, Produkt- oder Blogseite.

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Typischerweise bietet es sich auf Kategorieseiten an, unterhalb der H1-Überschrift einen Teaser mit circa 50 - 100 Wörtern zu platzieren. Mit diesen Above the fold-Inhalten, können Nutzer*innen sich unmittelbar informieren, um welche Art von Produkten es sich auf der Kategorieseite handelt.

Auch psychologisch stellt ein solcher Teaser ein wichtiges Element der Kategorieseite dar, denn nur wenige potentielle Kund*innen werden voraussichtlich weit nach unten scrollen, um die vollständige Kategoriebeschreibung zu lesen.

Im Teaser sollte idealerweise das Hauptkeyword der jeweiligen Seite oder deren Variationen enthalten sein. Wie bereits angesprochen, sollte jedoch kein Text rein der Suchmaschinen Willen geschrieben werden, sondern in erster Linie die Nutzer*innen in den Fokus stellen.

2. Breadcrumbs

Weniger ein Must-Have, dafür aber vielmehr ein Nice-to-have sind Breadcrumbs (zu Deutsch: Brotkrümel bzw. Brotkrumen). Gemeint ist damit die sekundäre Navigation wie sie vor allem im E-Commerce häufig Anwendung findet.

Sie geben nicht nur Ihren Besucher*innen einen besseren Überblick darüber, wo dieser sich gerade im Shop befindet, sondern ebenso Google. Da Breadcrumbs in der Regel selbst verlinken, eignen Sie sich optimal, um die interne Verlinkung eines Shops zu unterstützen. 

Speziell für Breadcrumbs gibt es ein entsprechendes Markup, welches über strukturierte Daten ausgespielt wird, um Suchmaschinen wie Google es so leicht wie möglich zu machen, ein Breadcrumbs zu identifizieren und korrekt zu interpretieren. Sofern Breadcrumbs genutzt werden, sollte hierauf auf keinen Fall verzichtet werden.

Interne Verlinkung

 

3. Produkte & Produktbilder

Die Kernelemente einer jeden Kategorieseite sind selbstverständlich die dazugehörigen Produkte. Die abgebildeten Produktbilder sollten idealerweise mit entsprechenden Alt-Tag versehen sein (wie grundsätzlich jedes der verwendeten Bilder).

Die richtige Auflösung und Formatierung als auch Komprimierung der Bilder spielt hinsichtlich der Ladezeit und der Nutzererfahrung eine große Rolle. Gerade bei Seiten auf denen viele Produkte auf einer Kategorieseite platz finden, sollten die Produktbilder in einem gängigen Format komprimiert sein, um Ladezeit einzusparen.

Aggregierte Produktbewertungen sind ebenfalls ein sinnvolles Element innerhalb der Produktanzeige, um beliebte Produkte besonders hervorzuheben. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn überlegt wird die Kategorieseite mit einem Aggragate Rating Markup zu versehen, um Sternebewertungen auch in den Suchergebnissen als Rich-Snippet anzeigen zu lassen.

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Während der Einsatz dieses Markups auf Produktseiten sogar erwünscht ist, ist die Nutzung dieser Art von strukturierten Daten auf Kategorieseiten von Google untersagt und kann im schlimmsten Fall zu einem Penalty oder einer manuellen Maßnahme führen.

Damit Kundinnen und Kunden direkt findet wonach sie suchen, empfiehlt es sich, die Sortierung grundsätzlich nach Bestsellern vorzunehmen. Je nach Produktart sollten Filter dennoch die Möglichkeit geben, Produkte nach belieben zu sortieren, um schnell mit dem passenden Produkt fündig zu werden. 

4. Die Kategoriebeschreibung & Textinhalte

Content is King! So heißt es in der SEO Szene immer so schön. Und das zurecht, denn wenn man Suchmaschinen wie Google in seine Grundfunktionen herunterbricht, so ist bspw. Google im Kern nichts weiter als eine Text-, (Bild-) und Links-Suchmaschine. Und ohne Texte und noch Links bleibt schließlich nicht viel was gefunden werden kann.

Die Kategoriebeschreibung erfüllt wiederum mehrere Funktionen. Neben einer Beratung und einer positiven Darstellung der in der Kategorie angebotenen Produkte, ist es vor allem der SEO-Aspekt, welcher die Beschreibung besonders in den Fokus rückt.

Der Beschreibungstext sollte für das jeweilige Keyword und die dazugehörige Kategorie bestmöglich optimiert sein. Von Keywordstuffing oder anderen veraltete Methoden den Text künstlich relevanter aussehen zu lassen, sollte hier (wie bei jedem guten SEO-Text) jedoch tunlichst abgesehen werden.

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Gute Texte sind insbesondere bei Zielgruppen mit hohem Recherche-Bedürfnis wichtig. Ergänzende Informationen oder sogenannter supportive Content mit ergänzenden Erläuterungen und weiteren Unterthemen zu Produkten, geben den Interessent*innen die Möglichkeit sich über den Beschreibungstext hinaus tiefgründig zu informieren.

Denn eines ist sicher: Finden Nutzer*innen nicht das wonach sie suchen, springen sie von der Kategorieseite ab und sammeln die notwendigen Informationen im schlimmsten Fall bei der Konkurrenz. Vor allem bei höherpreisigen Produkten ist der Informationsbedarf rund um das Produkt weitaus höher gegenüber Produkten niedrigerer Preiskategorien. 

Betrachtet man die Hierarchieebene auf welcher sich eine Kategorieseite befindet, kommt dem Text eine weitere Aufgabe zuteil.

Handelt es sich beispielsweise um eine übergeordnete Kategorie auf welche weitere Unter- bzw. Subkategorien folgen, sollte der Text stets intern verlinken. Folgen keine weiteren Unterkategorien, können die aus SEO Sicht wichtigsten und relevantesten Produkte verlinkt werden.

Wie genau die interne Verlinkung sich gestaltet, ist jedoch stark vom jeweiligen Shop und dessen Aufbau abhängig. Fakt ist jedoch, dass interne ähnlich wie auch externe Verlinkungen Google als Empfehlung oder vereinfacht als Hinweis dienen.

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Die vollständige Kategoriebeschreibung findet meist unterhalb der Produkt-Listings platz. Auch wenn manche Onlineshop Betreiber*innen, die meist längeren und suchmaschinenoptimierten Texte nicht sehr ansehnlich findet, sind diese Pflicht.

Vereinzelt ist es in Ordnung Texte vor den Besucher*innen zu verbergen, welche diese durch das Anklicken eines weiteren Elementes sichtbar werden lassen (Hidden Content). Bei der Kategoriebeschreibung ist jedoch Vorsicht geboten, wenn es um das Verstecken von Inhalten geht. 

In den Google Richtlinien heißt es hierzu:

„Das Verbergen von Text oder Links in Ihren Inhalten mit dem Ziel, das Ranking in den Google-Suchergebnissen zu beeinflussen, kann von Google als Täuschung und somit als Verstoß gegen die Richtlinien für Webmaster angesehen werden.“ 

Dabei muss jedoch unterschieden werden zwischen Inhalten welche bewusst zu Zwecken der Manipulation versteckt werden und solchen, die beispielsweise zum ausklappen versteckt werden, um die Seite nutzerfreundlicher zu gestalten.

Letzteres ist in den Augen von Google kein Manipulationsversuch und kann demnach vereinzelt eingesetzt werden. Um jedoch solchen Problem in dem Zusammenhang grundsätzlich aus dem Weg zu gehen bietet es sich an, längere Texte im ausgeklappten Zustand zu laden, um dem Nutzer anschließend die Wahl zu lassen, ob er diesen einklappt oder nicht.

5. Bilder, Grafiken & Videos

Die Kategoriebeschreibung kann, wenn es sich anbietet, mit weiteren Inhalten wie Bildern, Videos, Tabellen oder sonstigen Grafiken angereichert werden.

Eingesetzte Bilder sollten selbstverständlich auch hier mit entsprechendem Alt-Tag versehen werden. Videos, die zur Beratung der Besucher*innen eingesetzt werden oder für ein besseres Verständnis der Produkte dienen, sind ebenso denkbar.

Eine informative Kategoriebeschreibung mit Mehrwert für Kundinnen und Kunden erhöht im Idealfall die Time on site (zu Deutsch: Sitzungsdauer) was wiederum als positives Signal gegenüber Google gilt. Die Einbettung der oben beispielhaft angesprochenen Medien (insbesondere Videos) kann diesen Effekt verstärken.

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6. Navigationselemente

Sofern es sich um eine übergeordnete Kategorie handelt, kann es durchaus Sinn machen, weitere Navigationselemente prominent unter dem Titel bzw. Teaser zu platzieren.

Der Vorteil: Nutzer*innen finden schneller zu Kategorie nach welcher sie suchen und Google kann sich aufgrund der zusätzlichen internen Verlinkung wiederum ein noch besseres Bild der Struktur des Shops machen.

In manchen Fällen kann es durchaus Sinn machen, keine oder nur wenige Produkte auf einer der übergeordneten Kategorien anzuzeigen. In dem Fall stehen nicht wie bei herkömmlichen Kategorieseiten die Produkte im Vordergrund, sondern die Navigationselemente.

7. OffPage SEO

Die angesprochenen Must-Haves und Empfehlungen beziehen sich weitestgehend auf den Bereich der OnPage Optimierung, da es schließlich um die Kategorieseite an sich geht.

Aber natürlich bringen all die genannten Elemente, Strukturen und Best-Practices nichts, wenn das Linkprofil einer Domain nicht mit dem der Konkurrenz mithalten kann.

Ein E-Commerce Unternehmen kann noch so viel Wert auf die optische Gestaltung, die saubere Programmierung als auch die OnPage Optimierung legen, wenn jedoch keine oder nur wenig autoritäre externe Domains auf den zu optimierenden Shop verweisen, so sind (fast) alle Mühen umsonst.

Lese-Tipp: Backlink-Aufbau im E‑Commerce? So geht's!

Suchmaschinenoptimierte Kategorieseiten im Überblick

Folgende Elemente und Empfehlungen sollten bei der Gestaltung und Optimierung der Kategorieseiten eines Online-Shops berücksichtigt werden:

 

  • Befolgen Sie gängige SEO-Basics und nutzen Sie einen aussagekräftigen und individuellen Title-Tag. Gleiches gilt für die Meta-Description.

  • Nutzen Sie einen ebenso aussagekräftigen und auf das Hauptkeyword fokussierten Titel (versehen mit H1-Tag).

  • Wenn möglich, verwenden Sie unterhalb des zuvor angesprochenen Titels einen Teaser mit ca. 50 - 100 Wörtern Länge. Ein Bild ist im Teaser ebenso denkbar.

  • Nutzen Sie Breadcrumbs, um Nutzer*innen als auch Google die Navigation & Orientierung im Shop zu erleichtern. Betten Sie passend hierzu das entsprechende Schema.org Markup ein.

  • Investieren Sie Zeit und Geld in eine gute Kategoriebeschreibung. Sie sollte Informieren, Mehrwert geben und selbstverständlich passend zum Hauptkeyword der Kategorie optimiert sein.

  • Verstecken Sie die Kategoriebeschreibung nicht unnötig durch Elemente zum aufklappen, um Probleme hinsichtlich “Hidden Content” zu vermeiden.

  • Reichern Sie die Kategoriebeschreibung (wenn passend) mit weiteren Inhalten und Medien wie Bilder, Videos, Tabellen und nützlichen Inhalten an, um deren Mehrwert zu steigern und die Sitzungsdauer zu erhöhen.

  • Beachten Sie beim Verfassen der Kategoriebeschreibung den Aspekt der internen Verlinkung. Verlinked Sie ggf. auch Sub- bzw- Unterkategorien, wichtige Produkte oder “Supportive Content”.

  • Handelt es sich um eine übergeordnete Kategorieseite, verwenden Sie Navigationselemente, um Nutzer*innen als auch Suchmaschinen wie Google gezielt zu lenken.

  • Vergessen Sie bei all den angesprochenen Maßnahmen nicht die Offpage-Optimierung. Je nach Nische nützen die besten Inhalte nichts, wenn das Linkprofil nicht annähernd so stark wie das der Konkurrenz ist.

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