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Das müssen Sie wissen: Zahlungsarten im Internet

18.08.2022, 10m

Einkaufen im Internet erfreut sich allgemeiner Beliebtheit, vor allem weil zu jeder Stunde eingekauft werden kann und potenzielle Kundschaft dabei die größtmögliche Auswahl hat.

Nicht nur bei Produkten, sondern auch bei den verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten.

In unserem Blog-Artikel gehen wir auf die Vor- und Nachteile der jeweiligen Bezahlmethoden ein.

Durch die verschiedenen Payment-Anbieter ist die Bezahlung beim Online-Shopping sehr bequem.

Viele Online-Shops bevorzugen die Zahlungsmöglichkeit per Vorkasse, da die Kundschaft das Produkt schon bezahlt hat, bevor es überhaupt verschickt wird.

Kundinnen und Kunden bezahlen jedoch gerne per Paypal, auf Rechnung oder per Kreditkarte, um die Sicherheit beim Bezahlen zu gewährleisten.

 

statista_id319321_beliebteste-methode-zur-zahlung-von-online-bestellungen-in-deutschland-2021Quelle: Statista

Inhaltsverzeichnis

Kauf auf Rechnung

Aus Sicht Ihrer Kundschaft ist der Kauf auf Rechnung mit einer der sichersten Zahlungsmöglichkeiten.

Der Vorteil: Kundinnen und Kunden erhalten erst die Ware geliefert und müssen auch dann erst bezahlen.

Dasselbe gilt für Rücksendung. Hier muss schlussendlich nur das bezahlt werden, was die Käuferin oder der Käufer behalten möchte. 

Der schwedische Zahlungsanbieter Klarna ist dabei der wohl bekannteste Anbieter.

Auch der Ratenkauf über Klarna wird immer häufiger in Online-Shops angeboten.

Lesetipp 💡: 10 Tipps: So verringern Sie die Anzahl Ihrer Retouren

Vielen Online-Shops ist das Risiko des Zahlungsausfalls beim Rechnungskauf jedoch zu hoch, weswegen diese Zahlungsart nicht sehr beliebt ist.

Ebenso lässt sich ein Missbrauch bei den Bestellungen schlechter vermeiden, womit diese Zahlweise nicht für jede Händlerin oder jeden Händler geeignet ist.

Besonders kleinere Shops, die sich einen Zahlungsausfall nicht leisten können, bevorzugen Zahlungsmöglichkeiten, bei denen das Geld noch vor der Zustellung des Produktes auf dem Konto ist.New call-to-action

Zahlen mit PayPal

Wird über sicheres Bezahlen im Internet gesprochen, dann gilt PayPal oftmals als ein Paradebeispiel.

Wie Sie oben in der Statista-Studie bereits sehen konnten, ist PayPal für die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin die beliebteste Zahlungsmethode. 

Für Ihren Shop und Ihre Kundschaft bedeutet diese Zahlungsmöglichkeit Sicherheit und Verkäuferinnen und Verkäufer können sich sicher sein, dass für die Ware bezahlt wird.

Grundlage für die Überweisung ist immer, dass die potenzielle Kundschaft genügend Guthaben auf dem PayPal-Konto oder ein Bankkonto verknüpft hat.

Wer die persönlichen Kontodaten nicht herausgeben will, kann sich ein PayPal-Konto anschaffen. Hier müssen beim Bezahlen nur die wichtigsten Daten (Name, Versandadresse) angeben werden.

PayPal macht es den eigenen Nutzerinnen und Nutzern sehr einfach, bereits getätigte Zahlungen zurückzufordern, falls dafür ein Grund vorliegt.

Ebenso ist PayPal für seine große Kulanz gegenüber der zahlenden Partei bekannt, wenn es darum geht, Probleme zwischen Kund*in und Verkäufer*in zu lösen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu einem Urteil: BGH zum PayPal-Käuferschutz: Muss der Käufer erneut zahlen?

PayPal nimmt knapp 1,9 % der Summe + 0,35 € als Servicegebühr für Transaktionen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes.

Per Lastschrift bezahlen

Bei dieser Zahlweise hat die Händlerin oder der Händler die Kontodaten und das Einverständnis der Kundschaft, sodass Geld vom Konto abgebucht werden kann.

So kommen Online-Shops schnell zu ihrem Geld und die Kundschaft kann sich  vor allem bei großen Shops  über eine schnelle Lieferung freuen.

Für Kundinnen und Kunden ergibt sich der Vorteil, dass die Zahlung innerhalb von acht Wochen wieder rückgängig gemacht werden kann, falls mal etwas schiefgelaufen ist oder das Produkt enttäuscht.

Kundinnen und Kunden, die mit dieser Zahlungsmethode bezahlen, zeigen mit der Einwilligung zum SEPA-Lastschriftverfahren, dass Sie dem Online-Shop vertrauen und in Betracht ziehen, noch einmal in dem Shop einzukaufen.

Laut Statista-Daten bezahlen 59 % der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland, Österreich und der Schweiz am liebsten per Lastschrift.

Bei dieser Zahlungsart werden ungefähr 0,28 € pro Transaktionsanfrage für den Online-Shop als Servicegebühr fällig.

statistic_id71878_umfrage-zu-den-beliebtesten-zahlungsverfahren-der-konsumenten-in-der-dach-region-2018Quelle: Statista

Mit Kreditkarte online einkaufen

Es gibt viele Länder, in denen die Zahlung mit der Kreditkarte deutlich beliebter ist, als in Deutschland.

Bei Menschen, die auch gerne mal auf Reisen gehen, sind Kreditkarten wie American Express, Visa oder Mastercard besonders beliebt.

Ebenso werden Produkte im B2B-Bereich oft per Kreditkarte bezahlt.

Nach der Angabe der Kreditkartendaten kann die Zahlung direkt erfolgen, was ein großer Vorteil für Online-Shops ist.

Wie bei den meisten anderen Zahlungsmöglichkeiten können Kundinnen und Kunden bei Kreditkartenzahlungen die bereits bezahlte Summe über das sogenannte Chargeback-Verfahren zurückfordern, falls es Probleme mit dem Produkt oder Shop gibt.

Whitepaper-Download: Verbesserter Checkout für hähere Konversionsraten

Das Chargeback sorgt besonders aufseiten der Shopbetreiberinnen und Shopbetreiber für Bauchschmerzen, da nicht nur der Rechnungsbetrag storniert wird, sondern auch Gebühren fällig werden.

Zahlungen mit der Kreditkarte werden mit einer Servicegebühr von ca. 2,95 % + 0,25 € (am Beispiel PayMill) pro Transaktionsanfrage berechnet.

Amazon Payments in Online-Shops

Wer gerne Waren bei Amazon bestellt, ist höchstwahrscheinlich bereits Amazon-Kund*in, weil sie oder er die schnelle und sichere Zahlung zu schätzen weiß.

Diese sorgenfreie Zahlungsart und die Bekanntheit Amazons können auch Online-Shops für sich nutzen.

Denn Amazon Payments ist eine der vielen Zahlungsmöglichkeiten, die Sie in Ihrem Shop implementieren können.

plataforma Amazon

So gibt es bereits zahlreiche Händlerinnen und Händler im Internet, die ihre Zahlungen über Amazon laufen lassen und ihrer Kundschaft eine weitere Möglichkeit bieten, um die bestellten Produkte zu bezahlen.

Für Ihre Kundschaft ist es ein großer Vorteil, dass Zahlungen in der gewohnt sicheren Weise vorgenommen werden können.

Ebenso können Online-Shops die Vorteile der Amazon Payments beanspruchen, um einen schnellen Geldeingang zu gewährleisten.

Amazon nimmt 1,9 % der Summe + 0,35 € als Servicegebühr für Transaktionen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes.

Lesetipp 💡: Keine Angst vor Amazon: So trotzen Sie mit Ihrem Shop dem Online-Giganten

Die Vorkasse-Zahlung

Jede Firma ist daran interessiert, dass die Bezahlung durch die Kundschaft möglichst wenig Kosten verursacht – besonders für kleinere Unternehmen ist es immens wichtig, die Kosten so gering wie möglich zu halten.

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Das ist eine Möglichkeit, um die Komplikationen mit säumiger Kundschaft zu verringern und somit Schwierigkeiten bei der Zahlung vorzubeugen.

Deswegen ist die Vorkasse-Zahlung gerade bei kleinen Online-Shops sehr beliebt. Bei dieser Zahlungsart ist die Rechnungssumme auf dem Konto, noch bevor die Ware versandt wird.

Doch Vorsicht: Diese Zahlungsmöglichkeit ist im deutschsprachigen Raum nicht sonderlich beliebt.

Zudem bieten viele Fake-Shops nur diese Zahlungsart an. Bieten Sie daher unterschiedliche Bezahloptionen an, sodass Ihre Kundschaft die für sich passende Zahlungsweise aussuchen kann.

Lesetipp 💡: So zeigen Sie Ihrer Kundschaft, dass Sie kein Fake-Shop sind!

Die Sofort-Überweisung

Eine andere Form der Vorkasse bietet die Sofort GmbH an.

Durch das praktische Online-Banking kann die Rechnungssumme schnell überwiesen werden.

Für die Kundschaft bedeutet dies Sicherheit und auch der Online-Shop kann sich über eine schnelle Abwicklung der Zahlung freuen.

So kann die Ware schnell verschickt werden, was die Kundenzufriedenheit deutlich erhöht.

Als Servicegebühr müssen Online-Händler*innen mit ca. 1,45 % + 0,15 € pro Transaktionsanfrage rechnen.

Die Ratenzahlung

Der Kauf auf Raten entspricht dem modernen Kaufverhalten: Sofort mitnehmen, später zahlen Online-Shopper*innen wollen nicht mehr lange auf ein großes Produkt hin sparen. Die Lösung: Ratenzahlung.

Kundinnen und Kunden wünschen sich Flexibilität. Deswegen bietet sich die Finanzierungsmöglichkeit insbesondere bei höherpreisigen Produkten an.

Meist können die Online-Shopper*innen sowohl die Laufzeit als auch die monatlich zu finanzierende Summe flexibel auswählen.

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Der ibi research-Studie Ratenkauf im deutschen Einzelhandel – Status quo und Ausblick aus Händlersicht zufolge berichten Händlerinnen und Händler durchweg von positiven Erfahrungen durch die Einführung einer Ratenkauf-Option beim Check-out.

70 % aller befragten Anbieter*innen konnten somit ihre Umsätze steigern.

Besonderen Wert wird dabei auf die Reputation des Anbieters sowie die garantierte Risikoübernahme gelegt. Beliebte Finanzierungs-Dienstleister sind unter anderem Klarna, EasyCredit und PayPal.

Kryptowährungen (Bitcoin, Ethereum & Co.)

Als Bitcoin (BTC) vor mehr als einem Jahrzehnt das Licht der Welt erblickte, gab es eine Revolution im Zahlungsverkehr: die Möglichkeit, Geld zu überweisen, ohne eine Bank als Vermittler zu benötigen.

Es gibt über 10.000 unterschiedliche Kryptowährungen und mehr als hundert Kryptowährungsbörsen.

Eine Statista-Studie zeigt, dass immer mehr Menschen in Deutschland (10 %), Österreich (10 %) und der Schweiz (16 %) im Besitzt solcher digitaler Währungen sind.

Auch wenn viele Verbraucherinnen und Verbraucher aufgrund von Umweltbedenken, Volatilität und hohe Transaktionsgebühren Kryptowährungen kritisch gegenüberstehen, sollten Online-Shops diese moderne Zahlungsmöglichkeit nicht unterschätzen.

Ebenso kann es eine Chance sein, um sich von der Konkurrenz abzuheben und eine neue Kundengruppe zu erschließen.

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Sie können mittlerweile recht einfach damit beginnen, Bitcoin und andere Kryptowährungen in Ihrem Online-Shop zu akzeptieren, indem Sie einen Krypto-Zahlungsprozessor integrieren.

Die meisten E-Commerce-Plattformen haben bereits bestehende Integrationen, was die Einrichtung von Bitcoin-Zahlungen vereinfacht.

Online-Shops, die Magento verwenden, haben unter anderem die Wahl zwischen BitPay, Coinbase & Co.

Shopify-Shops können Coinbase, Dwolla, BitPay oder weitere Alternativen nutzen, um Krypto-Zahlungen zu akzeptieren – recherchieren Sie, welche Optionen Sie haben.

Wenden Sie sich im Zweifelsfall direkt an Ihre E-Commerce-Agentur oder den Kundenservice und lassen Sie sich erklären, wie Sie Kryptowährungen in Ihrem Shop akzeptieren können.

Lesetipp 💡: E-Commerce-Hosting: Was macht ein gutes Hosting aus?

Fazit: Die verschiedenen Zahlungsarten im Internet

Unterschiedliche Zahlungsarten in Ihrem Shop sollten Ihrer Kundschaft in erster Linie die Sicherheit geben, dass die bestellte Ware schnell und sicher versendet wird.

Dies kann durch viele verschiedene, sichere Zahlungsmöglichkeiten großteils gewährleistet werden.

Trotzdem gibt es leider keinen hundertprozentigen Schutz vor Betrug.

Es ist empfehlenswert, verschiedene Zahlungsoptionen im eigenen Online-Shop anzubieten, um möglichst viele Verbraucherinnen und Verbraucher anzusprechen.

Außerdem wichtig: wenn Sie Ihre Produkte auch im Ausland verkaufen, sollten Sie sich darüber informieren, welche Zahlungsmöglichkeiten bei Ihrer Zielgruppe am beliebtesten sind und wie Ihre Konkurrenz aufgestellt ist.

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