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Was ist Benchmarking und wie können Sie es zu Ihrem Vorteil nutzen?

06.10.2022, 5m

Beim Benchmarking geht es darum, „Best Practices“ der Konkurrenz zu identifizieren und auf das eigene Unternehmen anzuwenden.

Für zahlreiche Unternehmen ist Benchmarking daher eine wichtige Maßnahme, um die eigenen Aktivitäten, Dienstleistungen, Prozesse, Produkte, Strategien oder Strukturen mit anderen Big Playern aus der eigenen Branche zu vergleichen und stetig zu optimieren.

Das Ziel ist es, langfristig positive Ergebnisse zu erzielen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

In unseren Blog-Artikel erhalten Sie weitere wichtige Insights zum Thema Benchmarking.

Illustration: Benchmarking

 

Inhaltsverzeichnis

Was ist Benchmarking?

Das Benchmarking bezeichnet ein Management-Instrument, bei dem die eigenen Produkte, Prozesse, Techniken und Werte kontinuierlich mit Standardwerten oder den Werten der Konkurrenz verglichen werden.

Die Kriterien können beliebig ausgewählt werden, typischerweise werden jedoch Qualität, Zeit und Kosten analysiert.

Anhand dieser Erkenntnisse kann das eigene Unternehmen einerseits eingeordnet werden, andererseits sollen daran die eigenen Kampagnen optimiert werden.

Durch Benchmarking können Sie sich den Top-Performern annähern und die Lücken zu ihnen schließen. Zudem können Sie diese Vorgehensweise nutzen, um Wettbewerbsvorteile zu schaffen.

Es geht also im Grunde darum, von den Besten zu lernen. Deswegen kann das Benchmarking auch von allen Unternehmen – auch im E-Commerce – angewandt werden.

Es muss sich aber nicht ausschließlich um einen Branchenvergleich handeln, so können beispielsweise auch innerhalb eines Unternehmens Benchmarks analysiert werden.

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Was ist eine Benchmark?

Grafik: Benchmarking

Die Benchmark, von der dann in diesem Kontext die Rede sein kann (ursprünglich ein Begriff aus dem Vermessungswesen), bezeichnet demnach einen Standard, an dem etwas gemessen und bewertet wird.

Aus Unternehmenssicht ist dieser Referenzwert typischerweise in Form der besten Performance der Konkurrenz gegeben, an die die eigene Vorgehensweise adaptiert werden kann.

Durch die Benchmark werden vergleichende Werte definiert, anhand derer Werte zur Messung der eigenen Ziele gegeben werden.

Wie funktioniert Benchmarking?

Doch wie genau läuft dann dieses Benchmarking verfahren ab? In Gablers Wirtschaftslexikon definiert Prof. Dr. Klaus Wübbenhorst die Schritte des Benchmarkings folgendermaßen:

(1) „Auswahl des Objektes (Produkt, Methode, Prozess), das analysiert und verglichen werden soll.

(2) Auswahl des Vergleichsunternehmens. Dabei ist wichtig, festzulegen, welche Ähnlichkeiten zur Gewährungsleistung der Vergleichbarkeit gegeben sein müssen.

(3) Datengewinnung (Analyse von Sekundärinformationen; Gewinnung von Primärinformationen, z. B. im Rahmen von Betriebsbesichtigungen).

(4) Feststellung der Leistungslücken und ihrer Ursachen.

(5) Festlegung und Durchführung der Verbesserungsschritte.“

Es müssen also Vergleichsobjekte, -partner, und -zielgrößen im Voraus definiert werden, um erfolgreich Benchmarking zu betreiben. Es ist aber besonders wichtig, dass das Benchmarking-Verfahren kontinuierlich und systematisch zum Einsatz kommt.

Das Unternehmen soll durch den Vergleich laufend optimiert werden, um sich dementsprechend langfristig im Wettbewerb behaupten zu können.

Die Umsetzung eines gesamten Benchmarking-Zyklus innerhalb eines Unternehmens dauert in der Regel zwischen 6 und 12 Monaten.

Wie wird Benchmarking genutzt?

Benchmarking kann auf unterschiedliche Weisen von Unternehmen zum Einsatz gebracht werden.

Wie bereits erwähnt, können Sie damit die Methoden ausmachen, um eine bessere Leistung zu erzielen. Dies gilt zum Beispiel in Bezug auf die operative Effizienz oder das Produktdesign.

Sie können aber auch bezüglich der aufkommenden Kosten Vergleiche ziehen, die dabei helfen, die Ausgaben des eigenen Unternehmens einzuordnen und zu optimieren.

Außerdem kann sich Ihr Unternehmen mithilfe des Benchmarkings auf die Ressourcen konzentrieren, die strategische Vorteile ausprägen können.

Zudem können Sie durch Benchmarking-Prozesse die Ideenfindung und den Erfahrungsaustausch in Ihrem Unternehmen fördern.

Eine Frau steht vor einem Chart.

Was ist der Vorteil von Benchmarking?

Mithilfe von Benchmarking wird die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen aufrechterhalten.

Dadurch können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser verstehen, wie interne Unternehmensprozesse funktionieren.

Zudem können Sie durch den Vergleich mit der Konkurrenz wichtige Potenziale im eigenen Unternehmen aufdecken und optimieren.

Das kann dazu beitragen, den Teamgeist und die Motivation der Mitarbeitenden langfristig zu stärken.


Benchmarking & Wettbewerbsanalyse: Was ist der Unterschied?

Beim Benchmarking geht es in erster Linie darum, Beispiele oder „Best Practices“ für eine bessere Arbeitsleistung zu finden, die als Richtwert gelten, um die eigene Leistung zu verbessern.

Der Unterschied zur Wettbewerbsanalyse besteht darin, Verbesserungspotenziale für das eigene Unternehmen auszumachen.

Auch werden mithilfe von Benchmarking keine konkreten Lösungen geschaffen. Es geht vielmehr darum, die aktuelle Unternehmenssituation zu analysieren, um daraus Rückschlüsse auf ein Erfolgsmodell zu ziehen.

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