Was ist Benchmarking und wie können Sie es für Ihren Vorteil nutzen?

Benchmarking? Was soll das schon wieder sein? In unserer Serie „Einfach erklärt“ werden Sie regelmäßig über wichtige Begriffe des Marketings aufgeklärt. Heute wollen wir uns mit einer verbreiteten Methode der Wettbewerbsanalyse beschäftigen.

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Was ist Benchmarking?

Auch wenn Sie den Begriff des Benchmarking vielleicht noch nicht kennen, kommt Ihnen diese Methode bestimmt bekannt vor.

Auch ohne, dass dieser Prozess unter jenem Namen läuft, wird er doch vielfach und selbstverständlich angewendet.

Das Benchmarking bezeichnet ein Management-Instrument, bei dem die eigenen Produkte, Prozesse, Techniken und Werte kontinuierlich mit Standardwerten oder den Werten der Konkurrenz (vor allem mit denen des Wettbewerbsbesten) verglichen werden.

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Die Kriterien können beliebig ausgewählt werden, typischerweise werden jedoch Qualität, Zeit und Kosten analysiert.

Anhand dieser Erkenntnisse kann das eigene Unternehmen einerseits eingeordnet werden, andererseits sollen daran die eigenen Kampagnen optimiert werden.

Durch Benchmarking kann man sich den Top-Performern annähern und die Lücken zu ihnen schließen, außerdem kann man es auch nutzen um Wettbewerbsvorteile zu schaffen.

Es geht also im Grunde darum, von den Besten zu lernen. Deswegen kann das Benchmarking auch von allen Unternehmen – auch im E-Commerce – angewandt werden.

Es muss sich aber nicht ausschließlich um einen Branchenvergleich handeln, so können beispielsweise auch innerhalb eines Unternehmens Benchmarks analysiert werden.

Das unterscheidet das Benchmarking von einer reinen Wettbewerbsanalyse!

Kurz gesagt geht es darum, Beispiele oder „Best Practices“ für eine bessere Arbeitsleistung zu finden, die als Richtwert gelten, um die eigene Leistung zu verbessern.

Es geht jedoch nicht darum, die Konkurrenz zu kopieren, sondern vielmehr darum Verbesserungspotenziale auszumachen.

Auch werden mit Benchmarking keine konkreten Lösungen geschaffen, vielmehr geht es darum die aktuelle Situation zu analysieren, um daraus Rückschlüsse auf eine Best Practice zu ziehen.

Was ist eine Benchmark?

Benchmarking

Die Benchmark, von der dann in diesem Kontext die Rede sein kann (ursprünglich ein Begriff aus dem Vermessungswesen), bezeichnet demnach einen Standard an dem etwas gemessen und bewertet wird.

Aus Unternehmenssicht ist dieser Referenzwert dann typischerweise in Form der besten Performance der Konkurrenz gegeben, an die die eigene Vorgehensweise adaptiert werden kann.

Durch die Benchmark werden vergleichende Werte definiert, anhand derer Werte zur Messung der eigenen Ziele gegeben werden.

Typen des Benchmarking

Je nach Definition werden im Wirtschaftsbereich verschiedene Typen des Benchmarkings unterschieden.

Viele nehmen lediglich eine zweifache Unterteilung vor:

  • Internes Benchmarking (Im Unternehmen)

  • Externes Benchmarking (In der Branche)

Jim Riley unterscheidet das Benchmarking jedoch noch weitgehender:

  • Strategisches Benchmarking untersucht die generellen Strategien und Vorgehensweisen der erfolgreichen Konkurrenten

  • Wettbewerbsfähiges Benchmarking: Einordnung des eigenen Unternehmens in Bezug auf die Performance der Produkte oder Services

  • Prozess Benchmarking: Vergleich mit dem Best-Practice-Unternehmen, welches vergleichbare Produkte anbietet

  • Funktionales Benchmarking: Vergleich mit Partnern aus anderen Branchen, um Wege zu finden die Arbeitsprozesse zu verbessern

  • Internes Benchmarking Benchmarking innerhalb des eigenen Unternehmens, z.B. zwischen verschiedenen Units in unterschiedlichen Ländern

  • Externes Benchmarking: Analyse externer Unternehmen, die als Wettbewerbsstärkste gelten

Dadurch wird deutlich, wie vielseitig das Benchmarking angewendet werden kann und welche Prozesse dadurch optimiert werden können.

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Das Benchmarking-Verfahren

Doch wie genau läuft dann dieses Benchmarking verfahren ab? In Gablers Wirtschaftslexikon definiert Prof. Dr. Klaus Wübbenhorst die Schritte des Benchmarkings folgendermaßen:

(1) Auswahl des Objektes (Produkt, Methode, Prozess), das analysiert und verglichen werden soll.
(2) Auswahl des Vergleichsunternehmens. Dabei ist wichtig, festzulegen, welche Ähnlichkeiten zur Gewährungsleistung der Vergleichbarkeit gegeben sein müssen.
(3) Datengewinnung (Analyse von Sekundärinformationen; Gewinnung von Primärinformationen, z.B. im Rahmen von Betriebsbesichtigungen).
(4) Feststellung der Leistungslücken und ihrer Ursachen.
(5) Festlegung und Durchführung der Verbesserungsschritte.“

Es müssen also Vergleichsobjekte, -partner, und -zielgrößen im Voraus definiert werden, um erfolgreich Benchmarking zu betreiben.

20140520-teaser-grafik-benchmark-458x257_v1Es ist aber besonders wichtig, dass das Benchmarking-Verfahren kontinuierlich und systematisch zum Einsatz kommt.

Das Unternehmen soll durch den Vergleich laufend optimiert werden, um sich dementsprechend langfristig im Wettbewerb behaupten zu können.

Wie wird Benchmarking genutzt?

Benchmarking kann auf unterschiedliche Weisen von Unternehmen zum Einsatz gebracht werden.

Wie bereits erwähnt, können damit die Methoden ausgemacht werden, um eine bessere Leistung zu erzielen.

Dies gilt zum Beispiel in Bezug auf die operative Effizienz oder das Produktdesign. Aber auch bezüglich der aufkommenden Kosten können Vergleiche gezogen werden, die helfen die Ausgaben des eigenen Unternehmens einordnen und optimieren zu können.

Außerdem kann man sich mit Hilfe des Benchmarkings auf die Ressourcen konzentrieren, die strategische Vorteile ausprägen können.

Zuletzt kann mit Hilfe des Benchmarking die Ideenfindung und der Erfahrungsaustausch im Unternehmen gefördert werden.

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Es gibt aber auch noch unternehmensinterne Vorteile des Benchmarking:

Die Mitarbeiter können besser verstehen, wie interne Prozesse funktionieren, durch den auftretenden Wettbewerb mit anderen wird der Teamgeist gestärkt und den Mitarbeitern wird klar, wie kleine Metriken und deren Optimierung den großen Erfolg des ganzen Unternehmens ausmachen können.

Hauptsächlich geht es jedoch darum die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens aufrechterhalten zu können.

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