Lieferung am selben Tag oder am Wunschdatum? E‑Commerce kompakt #22

23.06.2017, 4m

Was wünschen sich Kunden? Lieferung am selben Tag oder doch am Wunschdatum? Eine Studie gibt die Antwort. Weitere interessante Themen: Ein neuer Zahlungsanbieter startet in Deutschland, die beliebteste Modemarke auf Instagram, Milliardenstrafe für Google und Einiges los in der Food-Branche. Viel Spaß beim Lesen! 

Paketversand: Lieferung am selben Tag oder am Wunschdatum?

Überraschend: Das Kölner Marktforschungsinstitut YouGov fand heraus, dass ganze 28% der Online-Shopper längere Wartezeiten in Kauf nehmen, wenn Sie dafür den Ort und Zeit der Lieferung wählen können.

Jedoch bleiben Lieferung am selben oder am nächsten Tag weiterhin wichtig. Besonders für Kunden in Ballungsgebieten bleibt die schnelle Lieferung eine wichtige Anforderung an Online-Shops und Paketzusteller.

„Die Ergebnisse unseres Reports zeigen: Same-Day-Delivery ist ein wichtiger Bestandteil des Service-Angebots der Dienstleister“, sagte Markus Braun, Head of Business Unit Reports bei YouGov. „Für den Wunschtermin werden aber durchaus Verzögerungen in Kauf genommen. Gleichzeitig stellt das zunehmende Paketaufkommen die Dienstleister vor die Herausforderung, das Bedürfnis der Kunden nach persönlicher, terminierter Zustellung zu befriedigen. Daher ist es wichtig, den richtigen Mix an Möglichkeiten zu bieten und die Zustellungsart genau auf die Zielgruppe anzupassen.“

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Stripe startet in Deutschland

Gute Nachrichten für Shopbetreiber: nach langer Testphase startet der Zahlungsanbieter Stripe in Deutschland.

In vielen anderen Ländern der Welt ist Stripe bereits sehr bekannt. Unternehmen, wie Facebook, Salesforce, Slack oder Twitter, nutzen bereits die Software des Payment-Anbieters. Nicht nur die hochkarätigen Nutzer zeigen, dass Stripe ernst zu nehmen ist. Auch die Bewertung von 9,2 Milliarden US-Dollar ist nicht zu beachtlich.

Mit einem simplen Gebührenmodell (1,4% auf den Warenwert plus 25 Cent, wenn mit europäischen Kreditkarten gezahlt wird und 2,9% plus 25 Cent, wenn mit nicht-europäischen Karten gezahlt wird), wirkt Stripe sehr attraktiv auf viele Shopbetreiber.

Ebenso wird Apple Pay, Android Pay, SEPA Direct Debit, Sofortüberweisung und Giropay unterstützt.

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Nike ist die beliebteste (Massen-)Modemarke auf Instagram

Auf Basis der Follower-Anzahl und der Wachstumsrate (in April & Mai 2017) hat Iconosquare die beliebtesten Instagram-Accounts vorgestellt. Dabei kam heraus, dass Nike mit 72 Millionen Followern ganz klar bei den Modemarken, die in Massenproduktion herstellen, vorne liegt.

Nike kann somit dreimal so viele Follower für sich verbuchen als der Konkurrent H&M (21,6 Millionen Follower). Insgesamt liegt Instagram auf Platz 15 der meistgefolgten Instragram-Accounts und kann somit die Fan-Zahlen von Berühmten, wie z.B. Miley Cyrus, Bruno Mars und Brack Obama, schlagen.

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Doch der schnellst wachsende Mode-Account aus der Top 10 gehört Zara. Ganze 8,7% Wachstum konnte der Modehändler in der Zeit von April bis Mai 2017 für sich verbuchen.

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Das war die K5 2017

Über die Jahre hinweg hat sich die K5 zu einem der bedeutendsten E-Commerce-Events entwickelt. Mit 5.000 Teilnehmern, 100 Ausstellern, 50 Speakern und einem Ziel: innovative Strategien für Ihr individuelles Wachstum zu finden. Das war die K5.

Klar, dass wir ebenfalls vor Ort waren – denn wir haben die Produkte, mit denen Ihr Shop den nötigen Vertrauensboost erhält und auch in Zukunft erfolgreich bleibt.

 
Kundenbewertungen, Käuferschutz, Gütesiegel und zahlreiche Zusatzlösungen, so einzigartig wie Ihr Angebot – alles aus einer Hand und alles für jede Plattform. Wir freuen uns schon auf die K5 2018 und hoffen, dass wir Sie vor Ort an unserem Stand begrüßen können.

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EU-Kommission: Milliardenstrafe für Google

„Wir glauben, dass das Vorgehen von Google den Verbrauchern geschadet hat, weil sie die Suchergebnisse angezeigt bekommen, die Google ihnen zeigen will, und nicht unbedingt diejenigen, die relevanter sind“, wird Wettbewerbswächterin Margrethe Vestager zitiert.

Die kartellrechtliche Untersuchung der EU-Kommission, die immerhin schon seit 2010 läuft, scheint langsam zu einem Enden zu kommen. Es gibt bereits erste Einschätzung zu der Strafe, die Google ins Haus steht.

Google könnte bis zu 10% des Jahresumsatzes als Strafe zahlen müssen, weil das Unternehmen, laut der EU-Kommission, seine marktbeherrschende Stellung missbraucht habe. Der Preisvergleichdienst Google Shopping steht im Fokus der Ermittlung. Der Vorwurf: Die Manipulation der Suchergebnisse bei der eigene Angebote bevorzugt behandelt wurden.

Ob Google eine Strafe erwarten kann und wie hoch diese ausfällt, lässt sich bisher nur vermuten.

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Viel los in der Food-Branche

  • Amazon kauft Wholefoods, die amerikanische Supermarkt-Kette mit Fokus auf organische Produkte, und setzt damit ein starkes Zeichen, dass der Internet-Gigant an die Zukunft des Nahrungsmittel-E-Commerce glaubt. Damit sichert sich Amazon nicht nur eine starke Marke, sondern auch über 450 Ladengeschäfte.
  • Die Online- Bestellplattform freshly, konnte sich in einer weiteren Finanzierungsrunde eine Investition von 77 Millionen US-Dollar von Nestlé USA sichern. Freshly liefert einmal die Woche gesunde Mahlzeiten an Kunden aus, die nahrhaft und ausgewogen sein sollen. Die Kunden müssen diese dann nur noch aufwärmen. Jeff Hamilton, Präsident der Nestlé Foods Division, gibt als Grund für die Investition an, dass er Potential in dem Konzept „gesunde Mahlzeiten auf Wunsch“ sieht.

Doch auch deutsche Unternehmen investieren stark in den Handel mit Nahrungsmitteln.

  • Rewe erweitert den eigenen Online-Shop zu einem Marktplatz für Lebensmittel, Küche und Haushalt. Erste Tests mit rund 1000 Kunden und fünf Händlern sollen schon im Juli beginnen. Für Rewe-Manager Jean-Jacques van Oosten ist das Ziel klar definiert: „Kunden eine zentrale Anlaufstelle für ihren gesamten Einkauf des täglichen Bedarfs bieten“. Die ersten Partner der Test-Phase sind unter anderem Dallmayr, Käfer, myToys und Butlers.
  • Aldi Süd steigt zwar (noch) nicht in den Online-Handel mit Nahrungsmitteln ein, startet mit „Aldi liefert“ aber seinen ersten Versuch auch im Online-Handel fußzufassen. Ab dem 26. Juni können sich Kunden ausgewählte Aktionsartikel zuhause aussuchen und liefern lassen. Die Bezahlung erfolgt jedoch immer noch in den Filialen. Dies erlaubt dem Discounter das Testen der Logistik und die Präsentation von Produkten, die in einer Filiale schwer machbar wäre.

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