Die Bedeutung des E-Mail Marketings in Krisenzeiten

07.10.2020, 4m

Eine gut durchdachte Marketingstrategie hat schon das ein oder andere Unternehmen aus der Krise gerettet.  In diesem Artikel können Sie herausfinden warum ausgerechnet E-Mail-Marketing eine wichtige Rolle in Krisenzeiten spielen kann.

 

Sei es eine PR-Krise, interne Krise, Wirtschaftskrise oder eine Gesundheitskrise – in diesen Zeiten herrscht für alle Parteien Unsicherheit.  Unternehmen wollen sich in diesen schwierigen Phasen vor den Auswirkungen der Krise schützen und kürzen daher Budgets von weniger essentiell erscheinenden Bereichen. 

Da die Marketing-Abteilungen oftmals nicht die primäre Funktion des Unternehmens ausführen, sind es meistens diese Abteilungen, die die Budgetreduzierungen zu spüren bekommen. Genau hier liegt der Fehler!

In Krisenzeiten sollte man die Marketing-Aktivitäten nicht einstellen, sondern die Marketing-Fachleute gezielt einsetzen, um gut aus der Krise herauszukommen.

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Vorteile des E-Mail-Marketings

Geld - Da Krisenzeiten unter anderem finanzielle Schwierigkeiten hervorrufen, ist das E-Mail-Marketing ein großer Vorteil, denn es ist eine günstige Möglichkeit viele Menschen anzusprechen. 

Kontinuität - Das E-Mail-Marketing bietet durch die günstige Versandmöglichkeiten die Chance regelmäßig Marketingmaterial zu verschicken.

Bei einem gelungenen E-Mail-Marketing, beispielsweise in Form eines monatlichen Newsletters, herrscht mit der Zielgruppe eine beinahe durchgehende Kommunikation. Hierbei wird ein gewisses Bewusstsein und ein Vertrauen zu dem Unternehmen aufgebaut. 

Erreichbarkeit - Der Besitz einer E-Mail Adresse ist heutzutage ein Muss. Ohne E-Mail kann man weder Online-Käufe tätigen, noch sich bewerben.

Laut Statistik nutzen ungefähr 86% der Einwohner Deutschlands E-Mail, was eine vielversprechende Kontaktmöglichkeit bietet.

Personalisierung - Durch die grosse Bandbreite an verschiedenen Personen, die per E-Mail erreicht werden können, kann beinahe jede Zielgruppe erreicht werden.

Mithilfe der künstlichen Intelligenz, können personenbezogene Daten heutzutage noch besser und gezielter eingesetzt werden. Somit kann im E-Mail-Marketing zielgruppengerecht und personalisiert kommuniziert werden.

Empfänger*innen von E-Mails werden somit mit einer auf ihn perfekt zugeschnittenen Ansprache kontaktiert, was die Öffnungsrate optimiert und ebenso Vertrauen schafft. Denn als Empfängerin und Empfänger von E-Mail-Marketing fühlt man sich sehr viel persönlicher angesprochen, wenn man merkt, dass die E-Mail für einen bestimmt ist. 

Lese-Tipp: Das Double Opt-in Verfahren für Ihre E-Mail-Marketing Kampagnen

Wie kommuniziere ich in der Krise durch E-Mail-Marketing?

Natürlich muss die Kommunikation und das Marketing an die Art der Krise angepasst werden, da die Art der Kommunikation mit der Zielgruppe von den Umständen abhängt. Obwohl das Krisenmanagement im Marketing stets individuell geplant werden muss, gibt es ein paar universelle Anhaltspunkte, die hilfreich sein können.

Transparenz ermöglichen

Unabhängig von der Krise ist es wichtig, dass die Zielgruppe des E-Mail-Marketings das Gefühl hat, sie sei informiert. In einer PR-Krise ist es wichtiger den Schein der Transparenz aufrecht zu erhalten als tatsächliche Transparenz herzustellen. Denn hier muss der gute Ruf des Unternehmens gerettet werden, was eine sehr gut selektierte Kommunikation voraussetzt.

E-Mail-Marketing Begriffe

Kommunikation nicht einstellen

Das Ignorieren eines Problems ist keine Lösungsmöglichkeit. Wenn ein Unternehmen ein offensichtliches Problem nicht thematisiert, kann es dem Image schaden und das Unternehmen verliert an Kredibilität.

Viele Unternehmen senden deren Zielgruppe und Kundschaft Corona-Newsletter, in denen über die Anpassungen an die Hygienevorschriften und auch über die Auswirkungen der Pandemie aufs Geschäft informiert wird. 

Die Empfänger*innen bleiben somit informiert und es wird ein ehrliches Image vermittelt. 

Konversation herstellen

Besonders in riskanten und schwierigen Zeiten sollte keine einseitige Kommunikation herrschen. Geben Sie Ihrer Kundschaft und Ihrer Zielgruppe Feedback-Möglichkeiten um ihren Meinungen, Sorgen oder Ideen Gehör zu verschaffen.

Hiervon profitieren beide Parteien: Sie erhalten eine Ist-Situation Ihrer Kundschaft/Zielgruppe und können somit ihre tatsächlichen Meinungen oder Gedanken erfassen, wodurch Sie sie noch gezielter ansprechen können, wovon Sie und die Empfängerinnen und Empfänger des E-Mail-Marketings profitieren.

Die Feedback-Möglichkeit und das Interesse an ihren Meinungen hat für die Zielgruppe und Kundschaft einen hohen psychologischen Wert, was die Bindung zum Unternehmen auf eine emotionale Ebene bringt.

Lese-Tipp: So messen Sie Ihren E-Mail-Marketing-Erfolg (+ Infografik)

Relevant bleiben

Da sich in Krisenzeiten die Prioritäten der Menschen von einem Tag auf den anderen geändert haben, müssen Sie jetzt versuchen sich diesen neuen Prioritäten anzupassen und diese zu bedienen.

Wenn die Botschaft des E-Mail-Marketings in der Situation nicht relevant ist, kann die Zielgruppe ein negatives Image des Unternehmens bekommen. Das Mailing zu einem irrelevanten Thema kann als unnötig, unpassend oder gar nervig aufgefasst werden und landet somit schnell im Papierkorb.

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Ziel: Vertrauen schaffen

Die Priorität des Unternehmens sollte sein, mit all ihren Marketing-Aktivitäten Vertrauen zu schaffen. Mit Transparenz, durchgehender Kommunikation, Konversation und Relevanz für die Zielgruppe, kann sie Vertrauen aufbauen, was sie an das Unternehmen bindet.

Das Vertrauen ist im E-Mail-Marketing nicht nur in Krisenzeiten essentiell.

E-Mail – krisensicheres Marketing-Instrument 

Abhängig von der Krise ändern sich dementsprechend die Umstände für die Zielgruppe, daher müssen diese Änderungen erfasst werden, damit man als Unternehmen darauf reagieren kann. 

Mithilfe von künstlicher Intelligenz kann beispielsweise in der Corona-Krise ein angebrachtes E-Mail-Marketing durchgeführt werden. Durch den Umschwung des Online-Verhaltens können sich zum Beispiel optimale Versandtermine der Mails ändern.

Durch Arbeit im Home-Office und auch durch Sorgen um Gesundheit, Arbeit und Geld hat sich der Schlafrhythmus vieler Menschen verändert bzw. verschlechtert. Das hat zur Folge, dass einige Menschen auch spät abends online aktiv sind, was möglicherweise ein neues Zeitfenster für Ihr E-Mail-Marketing eröffnet. 

Einer der Vorteile des E-Mail-Marketings ist, dass das Format relativ krisensicher ist. Der E-Mail-Verkehr hat sich sehr stark in den Alltag der Menschen festgesetzt und kann durch die Smartphone-Nutzung mobil genutzt werden. Das bedeutet, dass die Menschen überall erreicht werden können.

Die Corona-Krise hat dem E-Mail-Verkehr beispielsweise nicht geschadet - im Gegenteil: die Auswertungen von GMX und Web.de besagen, dass seit dem Beginn des Coronavirus Ausbruchs 40 % mehr E-Mails versendet wurden.

Durch den vermehrten E-Mail Verkehr ist es umso wichtiger mit relevantem Inhalt herauszustechen.

Fazit

„Man kann nicht nicht kommunizieren.“

Paul Watzlawick bezieht sich mit dieser These darauf, dass die menschliche Kommunikation nicht nur durch Worte - oder hier E-Mails - zustande kommt. Ein Unternehmen, das sich in Krisenzeiten dafür entscheidet seine Marketing- und Kommunikationsaktivitäten einzustellen, entscheidet sich nicht nur für eine Kommunikationspause. 

Durch diese Funkstille wird der Zielgruppe Unprofessionalität, Überforderung und Inkompetenz kommuniziert. Das Potenzial des Marketings darf nicht unterschätzt werden, deshalb sollten Budgetreduzierungen gut durchdacht stattfinden. Denn Marketing-Aktivitäten, wie das E-Mail-Marketing, können relativ kostengünstig durchgeführt werden.

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