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Studie: Das sind die größten Störfaktoren im Mobile Commerce

04.11.2021, 4m

Die mobile Internetnutzung steigt stetig an und im E-Commerce wird mittlerweile mehr Umsatz über mobile Geräte erwirtschaftet als mit Desktop-Geräten.

Mobile Shopping ist aber nicht immer ohne Frust. Woran kann das liegen? Was stört Nutzer im Mobile Commerce am meisten? Antworten gibt eine Studie der Otto Group.

Die Umfrage ist zwar schon ein paar Jahre her, gibt aber trotzdem wertvolle Informationen wieder. Immerhin sind die folgenden Punkte in vielen Shops noch immer nervige Hindernisse, die sich negativ auf die Conversions auswirken.

In diesem Artikel gehen wir detailliert auf die einzelnen Faktoren ein, damit Sie prüfen können, ob die Conversion-Killer auch in Ihrem Shop zu finden sind.

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Display-Werbung

In der Studie sollten Smartphone-Nutzerinnen und -Nutzer ihre Top-5-Störfaktoren angeben. Dabei kommt klar heraus, dass Display-Werbung wie Popup-Fenster am störendsten empfunden wird (67 %).

Nachdem Google diesem Werbeformat mit der Mobile Interstitial Penalty ganz klar eine Absage erteilt, sollten Sie in Ihrem Online-Shop unbedingt darauf verzichten (bzw. reduziert einsetzen).

Durch mobile Popups sorgen Sie für eine schlechte Nutzererfahrung und können Rankings in den organischen Ergebnissen einbüßen. Achten Sie deswegen unbedingt darauf, dass nicht sofort ein PopUp feuert, wenn jemand Ihren Online-Shop besucht.

Versuchen Sie Ihre PopUps so zu steuern, dass sie positiv für das Nutzererlebnis sind. Erst nach ein paar Sekunden auf einen Sale oder Rabattcode hinzuweisen, kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Ihr Call to Action auch wahrgenommen wird.

Und wenn Sie PopUps nutzen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass das X groß genug ist. Verstecken Sie die Möglichkeit, das PopUp zu schließen, werden nicht wenige Ihrer potentiellen Kundinnen und Kunden Ihren Shop zügig verlassen.

Lesetipp: Wie Sie PopUps nutzen, ohne Ihre Kundschaft zu verschrecken

Schlecht klickbare Buttons

An zweiter Stelle stehen Buttons, die schlecht klickbar sind (44 %). Google empfiehlt in seiner Guideline zu Mobile Friendly Guidelines dazu: Touch-Elemente wie Schaltflächen und Navigationslinks sollten nicht so dicht nebeneinander angeordnet sein, dass mobile Nutzer*innen nicht problemlos auf das gewünschte Element tippen kann, ohne dabei auch das benachbarte Element zu berühren. 

Ob das bei Ihnen im Shop der Fall ist, können Sie mit dem Mobile Friendly Test von Google erkennen.

Als Richtlinie wird z. B. für Android eine Mindestgröße von etwa 7 mm bzw. 48 CSS-Pixeln für Links und Schaltflöchen angegeben. Nutzerinnen und Nutzer sollten für ein problemloses Tippen auf die gewünschten Schaltflächen und Links nicht durch Auseinander- und Zusammenziehen der Finger zoomen müssen.

Hier kann man sich laut der Mobile Friendly Guidelines grob an 5 mm bzw. 32 CSS-Pixel Abstand zwischen den Schaltflächen orientieren.

Unübersichtliche Navigation

An chaotischen Navigationen stören sich 44 % der Befragten. Auch auf Desktop-Webseiten sollte die Navigation möglichst übersichtlich und schlank sein. Sogenannte Fly-Out Navigationen helfen den wenigsten Nutzer*innen bei der Orientierung. 

Und Mobil steht noch weniger Platz für die Navigation zur Verfügung. Von daher sollten die folgenden Punkte für eine mobile Navigation beachtet werden:

  • schnell findbar 

  • besetzt mit eindeutigen Begriffen

  • schlank, nicht mehr als ca. 7 Navigationspunkte

  • konsistent auf allen Seiten

  • leicht bedienbar (auch hier greifen wieder die Abstände für gute Klickbarkeit)

Kein Responsive Design

Google hat hier mit seiner mobilen Initiative und der Ankündigung, nicht mobil optimierte Seiten auch in der mobilen Suche schlechter ranken zu lassen, für eine hohe Verbesserung der mobilen Darstellung gesorgt. Trotzdem bieten noch nicht alle Webseiten eine für Mobilgeräte optimale Darstellung an. 

Egal ob responsive Design, dynamische Bereitstellung oder unterschiedliche URLs für mobile Geräte und für Desktop: Hauptsache, die mobile Nutzung ist nutzbar. Die klare Empfehlung von Google hierzu lautet allerdings responsive Design.

Bilder lassen sich nicht vergrößern

Dass sich Bilder nicht vergrößern lassen auf mobilen Webseiten, stört 34 %. Häufig ist die Zoom-Funktion bei mobilen Webseiten deaktiviert. Dadurch lassen sich auch Bilder nicht anzoomen.

Denken Sie daran, dass der Bildschirm auf mobilen Geräten kleiner ist als auf dem Desktop. Das macht es Ihrer potentiellen Kundschaft noch schwerer, Details zu erkennen. Eine Möglichkeit kann sein, über eine Lightbox die Vergrößerungsfunktion der Bilder anzubieten.

Der Mobile Shop bietet weniger Informationen als der Desktop-Shop

Um die mobile Darstellung übersichtlicher zu gestalten, wird manchmal auf einen Teil der Inhalte, die Desktop-Nutzern zur Verfügung stehen, verzichtet. Das führt zum einen zu unzufriedenen Nutzer*innen (24 % der Befragten gab dies als eins der 5 störendsten Elemente an), sondern kann auch zu einem SEO-Problem führen.

Google zieht bereits seit mehreren Jahren den mobilen Index als Standard-Index heran. Fehlen somit Inhalte auf der mobilen Version, können diese nicht für das Ranking herangezogen werden.

Falls Sie die Inhalte der mobilen Version reduzieren wollen/müssen, lohnt es sich Sie nur durch einen Button-Klick zu verstecken (z. B. „mehr Informationen anzeigen“). So können Interessierte trotzdem die Informationen bekommen, die sie benötigen, ohne die Produktseite zu überladen.

Sowieso sollten Sie Content in Ihrem Online-Shop nicht unterschätzen. In dem Blogartikel „Umsatz steigern mit Content Commerce. So geht's!“ verraten wir Ihnen, wie Sie Inhalte nutzen können, um Ihren Umsatz zu steigern.

Lange Ladezeiten

„Die Seite lädt einfach nicht“ ist ebenfalls ein großer Frustrationsgrund (33 %).

Mögliche Probleme können Sie mit Google Pagespeed Insights testen und bekommen so direkte Tipps zum Beheben der Probleme. Häufige Vorschläge hier sind

  • Beseitigung von JavaScript- und CSS-Ressourcen, die das Rendering blockieren

  • Nutzung von Browser-Caching

  • Bilderoptimierung (Formatierung & Komprimierung)

  • Reduzierung von HTML

Weitere Störfaktoren finden Sie in der Infografik oben – Tipps & Tricks in unserem kostenlosen Ratgeber.

Google Mobile Update