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Troll, Scherzkeks, Ego-Pimper & Digital-Rambo: Typologie von Fake-Bewertern

19.10.2017, 2m

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Gefälschte Bewertungen – sogenannte Fake-Bewertungen – sind eine der größten Plagen des weltweiten Online-Handels. Sie untergraben nicht nur das Vertrauen der Konsumenten und damit eine wesentliche Grundlage des Online-Shoppings, sondern kosten Unternehmen auch bares Geld – wenn beispielsweise eine gefälschte Bewertung potentielle Kunden vom Kauf abhält. Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage im Auftrag von Trusted Shops spielen ganze 10 Prozent mit dem Gedanken, eine Fakebewertung zum kommenden Weihnachtsgeschäft abzugeben. Grund genug, sich dem Phänomen bzw. den Autoren der Fake-Bewertungen anzunähern: Was sind das für Typen? Was treibt sie an? Was versprechen sie sich von Fake-Bewertungen? Trusted Shops hat auf Basis seiner Expertise im Management von Kundenbewertungen vier Typen von Fake-Bewertern identifiziert.

Der Troll

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Schon Kleinigkeiten regen ihn auf. Seine Toleranzschwelle liegt unter dem Meeresspiegel. Deswegen lebt er auch primär in einer Höhle respektive in seinem Kinderzimmer (Souterrain).

Dort sucht er im Internet nach Kleinigkeiten, die nicht in sein eingeschränktes Weltbild passen: Das können Angaben eines Produktes, bloße Meinungen oder Darstellungen sein. Oder einfach Text. Dann legt er los. Digital. Ausschließlich digital. Dort allerdings flächendeckend. Egal wo. Er macht nieder, beleidigt, provoziert und stänkert. Das ist seine Leidenschaft, seine Passion. Dann blüht er auf, in seinem Bau – der Troll.

 

Der Scherzkeks

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Witzigkeit kennt keine Grenzen! Hape Kerkelings Hit aus den 90ern ist für den Scherzkeks mehr Hymne zur Identitätsstiftung, sein Lebensmotto, denn ein bloßes Lied. Für ihn ist das ganze Leben ein Spaß, erst recht im Internet.

Er kann niemals dem Drang widerstehen, eine blödsinnige, in seiner Vorstellung aber humoristische Bewertung unter ein Produkt oder eine Dienstleistung zu setzen. Er findet es lustig, sonst keiner, aber das stört ihn nicht. Hauptsache er kann alles verhohnepiepeln. Ein Scherz eben – der Typ.

 

Der Ego-Pimper

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Im Internet fühlt er sich mächtig und stark, der kleine Muck. Dort zählt grundsätzlich jede Stimme, dort wird er gehört. Zumindest glaubt er das. Wenn er Bewertungen absetzt, steigt sein Selbstbewusstsein ins Unermessliche. Über das Schlechtmachen anderer vergewissert er sich seiner Größe. Das artet aus. „Nimm das Pürierstab, du kannst nichts! Nimm dies Yoga-Kurs, kein Mensch mag den bückenden Hund!“

Sobald er wieder ein paar knackige Fake-Bewertungen verfasst hat, schaut er sich im Spiegel an und ist zufrieden. Im Real Life bekommt er den Mund nicht auf, aber im Internet ist er dank seiner Fakebewertungen ein ganz Großer. Wahrlich! Nicht!

 

Der Digital Rambo

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High-Noon im Netz. Dislikes, Emojis und Beleidigungen sind seine Waffen, von denen der Digital-Rambo extensiv Gebrauch macht. Sein Schlachtfeld ist das Internet. Seine Strategie: Attacke! Bedingungslos. Nichts ist vor ihm sicher, keine noch so kleine Banalität bleibt „unbewertet“ oder besser, „unbefeuert“.

Er selbst schwingt sich zur absoluten Gewalt auf; in seinem Kosmos existiert keine Teilung derselben, er ist Richter und Henker in Personalunion. Wenn er mit seinem digitalen Dauerfeuer fertig ist, steht kein Stein mehr auf dem anderen. Und er hat es wieder geschafft! Virtuelle Zerstörung. Was für ein Leben...

 

Und echte Bewertungen?

Bei Trusted Shops haben wir viele verschiedene Mechanismen, mit denen wir Fake-Bewertern den Kampf ansagen. Mehr zu echten Bewertungen gibt es hier.

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