Die 7 SEO Todsünden bei Webseiten Relaunches (und wie Sie diese vermeiden)!

Erfahren Sie in diesem Gastbeitrag von SEO-Expertin Rhea Moore, Senior SEO Consultant bei der Online Marketing Agentur morefire, worauf Sie bei dem Relaunch Ihres Online-Shops achten müssen und welche schwerwiegenden Sünden Sie vermeiden sollten, damit Ihr Vorhaben erfolgreich wird!

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Sie planen einen Relaunch und die Strategie steht soweit?

Die Basics, die Sie bei einem Relaunch beachten sollten, sind hier für Sie zusammengefasst.

Hier finden Sie außerdem viele wichtige Infos zur Vorbereitung und Planung des Relaunches. Damit am Ende aber auch der organische Traffic nicht verloren geht, finden Sie in diesem Artikel die größten SEO Fehler, die am häufigsten bei Relaunches vorkommen und Tipps, wie Sie diese erfolgreich vermeiden.

Sünde #1: Keine Weiterleitungen, keine Rankings.

Das Wichtigste zuerst: Weiterleitungen! Man kann es nicht oft genug betonen, aber die Weiterleitungen sind die Basis eines jeden Relaunches.

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Nur so kann auch sichergestellt werden, dass Ihr hart erkämpfter organischer Traffic nicht im Sande (bzw. auf 404 Fehlerseiten) verläuft und Ihre Besucher weiterhin auf passenden URLs landen. Dank Weiterleitungen stehen die Chancen gut, dass Google die Rankings der alten Webseite übernimmt.

Bei Redirects gibt es Einiges zu beachten. Wir haben für Sie das Wichtigste zusammengefasst

#1 Beim Vorbereiten der Weiterleitungen sollten Sie keine Kosten und Mühen sparen.

Nicht weiterzuleiten oder einfach alle URLs auf die Startseite oder Oberkategorien weiterleiten, ist hier leider keine Lösung! Achten Sie darauf, dass Sie für JEDE URL der jetzigen Webseite EINE PASSENDE URL der zukünftigen Seite finden und diese zuordnen.

#2 Die automatische Weiterleitung

Wenn möglich, versuchen Sie die URLs automatisch weiterzuleiten. Sollte dies nicht möglich sein, müssen Sie in den sauren Apfel beißen und die URLs händisch mappen.

#3 Definieren Sie die wichtigsten URLs

Sollte Ihre Webseite sehr groß sein (mehr als 2.000-5.000 URLs) und das automatische Weiterleiten nicht möglich sein, definieren Sie die wichtigsten URLs und leiten Sie wenigstens diese weiter.

Hierbei können Sie sich daran orientieren welche URLs organischen Traffic einbringen, Umsatz/Conversions erzielen, Rankings erhalten, Backlinks haben.

#4 Vermeiden Sie Weiterleitungsketten

Leiten Sie also z. B. nicht erst auf die http://www.domain.de Version weiter, die dann wiederum auf die https://domain.de weiterleitet usw., sondern leiten Sie direkt auf das passende Ziel weiter.

#5 Alte bestehende Redirects überprüfen

Überprüfen Sie auch alte bestehende Redirects, die Sie auf die neuen URL-Ziele abändern sollten.

#6 Interne Verlinkungen überprüfen

Überprüfen Sie die internen Verlinkungen auf Ihrer neuen Webseite und passen Sie auch hier die Links auf die neuen URL-Ziele an.

Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie immer auf eine sichere (SSL verschlüsselte) Variante weiterleiten.

#7 Richten Sie permanente (301) Redirects ein

Sie können für einen gewissen Zeitraum auch erst einmal 302 Weiterleitungen einrichten und wenn die Weiterleitungen dann getestet und korrekt eingebaut sind, auf 301 Weiterleitungen abändern.

Final sollten die Weiterleitungen dann aber 301 Weiterleitungen sein.

#8 Leiten Sie, wenn möglich, ALLE URLs weiter

Vergessen Sie hier auch Dateien oder Bilder nicht! Auch diese müssen weitergeleitet werden.

Gerade bei Online Shops, wo organischer Traffic über die Google Bilder Suche relevant ist, ist das weiterleiten von Bildern essentiell.

#9 Testen Sie die Weiterleitungen!

Pflegen Sie die Weiterleitungen vorab in die Testumgebung ein. Nutzen Sie einen Crawler (z. B. Screaming Frog) und testen Sie hier schon, ob die Weiterleitungen so funktionieren wie sie sollen.

#10 Funktioniert alles?

Direkt nach Livegang sollten Sie den Test, ob alle Weiterleitungen korrekt funktionieren und keine Probleme auftauchen, wiederholen.

#11 Google Search Console beobachten 

Beobachten Sie im Nachgang die Google Search Console, ob dennoch Fehler auftreten, die Sie übersehen haben und leiten Sie dann die 404 Fehler per 301 Redirect weiter.

Nicht ohne Grund ist das Thema Weiterleitungen hier an erster Stelle des Artikels.

Das Fazit ist also: Weiterleitungen sind extrem wichtig bei Relaunches und im Nachhinein gegensteuern kostet viel Zeit, Geld und Nerven… Nutzen Sie also die Vorbereitungszeit!

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Interne Verlinkung

Sünde #2: Alles auf Neu. Den Content braucht ja keiner mehr.

Vielleicht denken Sie es wäre doch schön bei einem Relaunch einfach komplett neu zu starten. “Grüne Wiese” quasi, alles Alte löschen und den Kunden schön aufgeräumt und ordentlich eine komplett neue Webseite präsentieren.

Doch Vorsicht: Aus SEO Sicht ist dies ein großer Fehler!

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Stattdessen empfiehlt sich, den Content der Webseite genauer zu analysieren, um zu entscheiden, welchen Content man tatsächlich ausmistet, behält oder sogar verbessert und ergänzt.

Hierzu sollte man sich die Fragen stellen: Welcher Content performt besonders gut? Welche URLs bringen besonders viel Traffic, Conversions, Umsatz, Rankings, Klicks und Backlinks?

Haben Sie noch weiteren Content, den es sich lohnt mitzunehmen? Überprüfen Sie, welche Dateien und Bilder eventuell gut performen. Vor allem bei Online Shops können z.B. eigene Bilder oder Produktinformationen in PDFs Rankings und Traffic generieren.

Hier helfen Tools wie die Search Console, um z. B. Infos über URLs mit Klicks und Impressionen zu sammeln, Google Analytics, um Traffic, Umsatz, Conversions festzustellen und SEO Tools wie Sistrix, Searchmetrics etc., um Top Rankings und Backlinks von URLs zu identifizieren.

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Erstellen Sie eine Tabelle mit allen URLs und den wichtigen Kennzahlen, um auf dieser Basis über den Content Ihrer Seite zu entscheiden. Denn gut performender Content sollte auf keinen Fall entfernt werden.

Wenn sich Themen stark überschneiden, können Sie überlegen, den Content zusammenzulegen. Schauen Sie außerdem, welcher Content oder welche Themen in Zukunft Potenzial haben. Hier könnte man den Content im Zuge des Relaunches direkt ausbauen.

Sünde #3: Verlinkungsstrukturen komplett ändern

Über die Zeit sind Menüpunkte, Kategorien und Verlinkungen auf der Webseite historisch angewachsen. Die Kategorien und deren Benennungen sind vielleicht mittlerweile unklar oder der rote Faden der Informationsarchitektur ist über die Jahre verloren gegangen.

Oft haben Unternehmen auch interne Strukturen, interne Konzepte und Kategorisierungen auf die Struktur der Webseite und somit auf die Navigation übertragen, die vielleicht für Außenstehende so nicht gut verständlich sind.

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Auch die Benennung von Menüpunkten und Kategorien spiegelt oft unternehmensinterne Strukturen und Wordings wider, die für Außenstehende zum einen nicht verständlich sind und zum anderen auch aus SEO-Sicht nicht zur Auffindbarkeit der Produkte beitragen.

Im Zuge des Relaunches macht es daher oft Sinn auch die Informationsarchitektur, also das Menü/die Navigation sowie die Struktur der Kategorien und deren Benennung und weitere Verlinkungsstrukturen auf der Webseite neu anzuordnen.

Aber auch hier ist in Bezug auf SEO Vorsicht geboten.

Es droht die Gefahr der Abstufung der Relevanz wichtiger Seiten durch Minimierung der internen Links. Wichtig ist hier zu überprüfen:

  • Was soll verändert werden?

  • Haben die Veränderungen große Auswirkungen?

  • Fallen ganze Linkblöcke (z.B. “ähnliche Kategorien” in der Sidebar) weg?

  • Rutschen Kategorien, die bisher im Menü sichtbar verlinkt wurden, ins Dropdown oder gar ganz weg?

Dies sind nur einige der wichtigen Fragen, die Sie bei der Neugestaltung Ihrer Verlinkungsstruktur auf dem Schirm haben sollten.

Lese-Tipp: Die ultimative Ranking-Anleitung 

Beim Überarbeiten der Verlinkungsstrukturen sollte also all dies beachtet werden. Schauen Sie sich genau die bisherige Struktur an und überprüfen Sie diese und die gewünschte neue Struktur anhand Faktoren wie z. B.

  • Trafficstarke Seiten

  • Umsatz-/Conversionstarke Seiten

  • Wichtige Produkte/Kategorien

  • Seiten mit relevanten Keywordrankings

Generell gilt, die Informationsarchitektur der Website soll dem User helfen, schnell und intuitiv die gewünschten Inhalte auf einer Webseite zu finden und sollte möglichst wenig Verwirrungspotenzial enthalten.

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Die Navigation und Kategorien eines Online Shops sollen das Produktportfolio in strukturierter Form darlegen und dem User auch die Orientierung im Shop erleichtern.

Sie unterstützt das Bestreben, dass der User Inhalte mit 3-4 Klicks erreichen kann. Daher sollte die Navigation nutzerfreundlich, selbsterklärend und intuitiv bedienbar sein.

Menüpunkte und Kategorien sollten im Idealfall die Sprache der Kunden, nicht die des Unternehmens sprechen. Ist dies nicht der Fall, besteht das Risiko, dass der Kunde sich auf der Website nicht zurechtfindet und den Shop verlässt.

Des Weiteren ist es sinnvoll, Kategorienamen auf Suchintentionen und Suchvolumen hin zu überprüfen, um die Auffindbarkeit zu verbessern.

Sorgen Sie dafür, dass Menüpunkte und Kategorien Ihres Online Shops selbsterklärende, allgemein verständliche Namen erhalten.

Führen Sie im Zweifelsfall ein Card-Sorting-Verfahren durch, bei dem Sie außenstehende bitten, die vorhandenen Namen zu kategorisieren, sortieren und ggf. alternative Namen vorzuschlagen.

Mehr zum Card-Sorting-Verfahren erfahren Sie in diesem Video...

und zur Gestaltung der richtigen Kategorienamen mit SEO Beachtung finden Sie hier weitere Informationen.

Sünde #4: Technisches verschlimmbessern

Sie haben vielleicht schon jahrelang in den Kanal SEO investiert.

Anhand von SEO Audits und Empfehlungen wurden technische Fehler ausgemerzt und behoben. Sie konnten wichtige Keyword Rankings aufbauen, Sichtbarkeit steigern und organische Besucher auf Ihrer Webseite generieren. Nun wollen Sie relaunchen, ziehen vielleicht sogar auf ein neues System um und starten somit quasi bei Null.

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SEO sollte hier auf jeden Fall mit in den Relaunch Prozess integriert werden und SEO Anforderungen von Anfang an mit einbezogen werden. Im schlimmsten Fall, wenn das neue CMS/Shopsystem Ihre bisherigen Optimierungen nicht voraussetzt, stehen Sie am Ende sonst schlechter da als vorher!

Umso wichtiger ist es 1.) mindestens alle bestehenden Optimierungen zu übernehmen und 2.) die neue Webseite technisch auf Herz und Nieren zu prüfen!

Führen Sie ein SEO Audit der jetzigen Webseite durch.

Wo stehen Sie gut da? Was wurde bisher schon alles optimiert? Das ist das mindeste, was an SEO Anforderungen an das neue System gestellt werden sollte.

Stellen Sie sicher, die alte Webseite komplett zu crawlen und eine Bestandsaufnahme wichtiger Komponenten zu erstellen.

Sie können hier mit einem Crawling Tool arbeiten wie z. B. Screaming Frog, Audisto, Ryte, etc. Einige der Themen, die Sie sich auf jeden Fall anschauen sollten:

  • Was gibt es für URLs?

  • Wie sind die Status Codes?

  • Was haben Sie für Meta Daten für die URLs hinterlegt?

  • Wie sind die Headlines?

  • Gibt es spezielle Meta Tags?

  • Nutzen Sie strukturierte Daten?

  • Arbeiten Sie mit Crawling und Indexierunganweisungen (z. B. Canonicals, Noindex, Robots.txt, hreflang, etc.)?

In diesem Zuge stellen Sie außerdem ein SEO Audit der Testumgebung gegenüber. Was ändert sich alles? Wie steht das neue System in den relevanten SEO Punkten da?

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Sie können hier einen Abgleich der Testumgebung mit der Bestandsaufnahme Ihrer alten Webseite durchführen. Daraus resultieren dann die Punkte und Anforderungen, die mit in den Relaunch einfließen sollten. Integrieren Sie SEO in den Relaunch Prozess!

Vor dem Relaunch sollten diese Anforderungen dann auch ausführlich überprüft werden. Nur mit einem guten Testing der Testumgebung anhand des Anforderungskatalogs kann gewährleistet werden, dass die Webseite am Ende genauso und im besten Falle sogar besser dasteht als vorher.

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SEO für Online-Shops

Sünde #5: Testing gone wrong

Viele Kunden kommen zu uns, wenn die neue Webseite schon steht und kurz bevor die neue Webseite live geht.

Oft erreichen uns auch erst Anfragen, wenn der Relaunch schon geschehen ist. Natürlich ist die Prüfung NACH dem Relaunch sehr wichtig. Aber umso wichtiger ist der Check VOR dem Relaunch. Und dies am besten mit genug Vorlaufzeit und Korrekturschleifen.

Beim Testing sollten alle Punkte, die vorher als Anforderungen festgelegt wurden durchgeprüft werden. Anforderungen die z. B. aus dem SEO Audit der Testumgebung kommen (siehe Sünde #4: Technisches nicht verschlimmbessern!).

Wichtig ist hier die Dokumentation der zu überprüfenden Punkte. Außerdem sollte genau festgelegt werden wer für was zuständig ist und wer was testet.

Daneben sollte ein Prozess erstellt werden, in dem festgelegt wird, wo die Fehler/Bugs gesammelt und dem zuständigen Mitarbeiter zugeordnet werden, der diese behebt.

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Nach Behebung der Punkte, sollten diese dann wiederum überprüft werden. Hier eignen sich Projektmanagement/Ticketsysteme wie Trello, Asana, Jira oder ähnliche.

Eher weniger Sinn macht hier das Hin- und Hersenden von Emails mit vielen Kollegen und Beteiligten in Cc. Hier gehen oft wichtige Punkte unter und es fühlt sich oft keiner direkt verantwortlich.

Mit einem Feedbacksystem und dem Zuordnen der Zuständigen zu Tickets kann gewährleistet werden, dass auch nichts wichtiges verloren geht oder vergessen wird.

So wie ein SEO Audit vor dem Relaunch hilft Lücken aufzudecken und Anforderungen zu stellen, so sollte auch nach Relaunch noch einmal anhand aller relevanter Punkte aus dem SEO Audit überprüft werden, ob es nicht doch noch Lücken gibt, die man angehen kann.

Letztendlich ist ja das Ziel, nachher besser dazustehen als vorher!

MUST DO: Testumgebung schützen!

Außerdem sollte gewährleistet sein, dass die Testumgebung nicht im Google Index landet. Ja, denn auch wenn die Testumgebung nirgends verlinkt ist oder man sie ja nur kurz aufsetzt, um den Relaunch zu planen, passiert eine Indexierung leider schneller als gedacht.

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Die Testumgebung lässt sich über die Robots.txt und einem Passwortschutz vor der Indexierung schützen. Umso wichtiger ist es dann auch nach Relaunch zu überprüfen, ob das Crawling und Indexing nun erlaubt ist und der Passwortschutz entfernt wurde.

Überprüfen Sie hier die Robots.txt, crawlen und checken Sie alle URLs bezüglich des Noindex und Nofollow Tags sowie anderer Vorgaben, wie Canonicals, Hreflang, etc. Stellen Sie außerdem eine XML Sitemap für Google in der Google Search Console zur Verfügung.

Sünde #6: Wo ist das Tracking?

Im Eifer des Gefechts beim Relaunch wird nicht selten die Einbindung des Trackings vergessen. Bis dies auffällt können schon mal Tage ins Land gehen und dann bricht die große Panik aus, wo denn der Traffic hin ist.

Damit dies nicht passiert, sollten Sie das Thema Tracking auf jeden Fall mit auf die Agenda setzen.

Hier wird empfohlen, das Tracking Setup schon in der Testumgebung über den Google Tag Manager einzubinden. So kann man im Testsystem alle Funktionen in Ruhe testen. Dieser kann dann einfach beim Relaunch veröffentlicht werden.

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Das Tracking, die Ziele bzw. das eCommerce Tracking sollten dann nach Livegang direkt getestet werden, um zu überprüfen, ob hier auch alle relevanten Daten übergeben werden.

Um schnell zu testen, ob das Tracking funktioniert, kann man direkt in Google Analytics die Echtzeit Analyse nutzen. Außerdem kann man über den Quellcode oder z. B. Screaming Frog mit Custom Search überprüfen, ob der Code auch eingebunden ist.

Schauen Sie auf jeden Fall direkt nach dem Relaunch regelmäßig in Ihre Daten. Sie können hier in Google Analytics z. B. auch auf stündlicher Basis den Traffic im Vergleich zum Tag der Woche vorher nutzen, um zu schauen, ob das Niveau des Traffics stabil ist. 

Sünde #7: Das Timing unterschätzen

Nicht selten wird sich, wie auch im klassischen Projektmanagement, beim Thema Timing verkalkuliert und das Relaunch-Projekt verschiebt sich um (erfahrungsgemäß) 3-12 Monate.

Wichtig ist hier also vorab zu klären, ob es eine fixe Deadline gibt (z. B. weil die Webseite zum Launch einer Kampagne fertig sein muss, weil Pressemeldungen schon datiert sind, weil der Relaunch schon angekündigt wurde, etc.). Hier gilt, den Relaunch großzügig und rechtzeitig zu planen!

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Wenn es keine fixen Deadlines gibt, sollte man auch die Zeit nutzen und vor allem Korrekturschleifen am Ende ernst nehmen, um nicht voreilig zu relaunchen. 

Erstellen Sie eine Relaunch Roadmap mit allen wichtigen Projektphasen z. B. Contentaufbereitung, Design, Programmierung, Korrekturen, Qualitätsprüfung, etc.

Überlegen Sie hier, wie viel Zeit Sie für welche der Phasen benötigen und in welche Arbeitspakete sich die Phasen unterteilen lassen können. Anhand dessen können Sie dann im Laufe des Projekts auch überprüfen, ob Sie sich noch im Zeitplan befinden. 

Auch Banales ist wichtig beim Timing. Wer hat wann Urlaub? An welchem Wochentag und zu welcher Uhrzeit soll der Relaunch stattfinden? Findet der Relaunch in Ihrer Hauptsaison statt? Wissen alle Beteiligten Bescheid (sowohl interne Mitarbeiter als auch externe Beteiligte, wie z.B. die SEA Agentur)?

Lese-Tipp: 4 Methoden fürs Zeitmanagement im E-Commerce - Mehr Zeit für das Wesentliche 

Stellen Sie sicher, dass während der heißen Phase des Relaunches keiner der Zuständigen im Urlaub ist. Legen Sie den Relaunch am besten auf Montags oder Dienstags. So haben Sie genug Zeit den Rest der Woche ggf. Fehler zu beheben.

Wenn Sie Freitags relaunchen bleiben Fehler im schlimmsten Fall das ganze Wochenende liegen. Wann ist Ihre Hochsaison? Überprüfen Sie in Google Analytics zu welcher Jahreszeit Sie am wenigsten Traffic auf der Webseite haben. Stellen Sie sicher, auf keinen Fall in der Hochsaison zu relaunchen, um keine großen Umsatzeinbußen davon zu tragen. 

Tipp: Wenn Sie jetzt merken, dass es langsam knapp wird und Sie Ihr Relaunch Datum auf jeden Fall einhalten müssen, dann achten Sie auf jeden Fall Fehler #1 dieses Artikels: Weiterleitungen ist das Mindeste was Sie einrichten sollten!!!

Fazit & mehr Relaunch-Input!

Wow, Sie haben es bis zum Ende geschafft! Wenn Sie bei Ihrem großen Relaunch-Projekt nun die 7 Sünden vermeiden und all meine Tipps beherzigen, kann dem Erfolg des Relaunches nichts mehr im Weg stehen und ihr SEO Traffic sollte weiter ansteigen. 

Wenn Sie das Thema SEO und Relaunch neugierig gemacht hat, dann laden Sie sich gerne mein eBook runter. 

In dem eBook Raus aus der Relaunch Falle - so wird der Relaunch zum SEO Erfolg habe ich alle wichtigen Themen rund um Relaunch Planung, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung auf über 40 Seiten zusammengefasst.

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