5 Dinge, die Online-Händler niemals tun sollten

06.02.2020, 2m

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Versteckte Kontaktmöglichkeiten, verschachtelte Seite, vergeblicher Content: Beliebte Fehler gibt es im E-Commerce zuhauf. Wir verraten Ihnen, was Sie als Online-Händlerin oder -Händler beachten sollten, um nicht in ein verkaufsbremsendes Fettnäpfchen zu treten.

1. Die Kund*innen vergessen

Die Geschäftsidee ist rund, die Technik läuft, das Design ist schick, aber da war doch noch was? Ach ja, die Kundinnen und Kunden. Nichts ärgert diese mehr als gut versteckte Kontaktmöglichkeiten. Zudem fassen Käuferinnen und Käufer kein Vertrauen zu einem Online-Shop, von dem sie das Gefühl haben, es handele sich nur um eine technische Oberfläche ohne Menschen dahinter.

Ein weiterer Aspekt: Ohne direkten Kontakt lernen Sie Ihre Kund*innen und deren Bedürfnisse nicht kennen.

2. Ein Sperrfeuer an Content starten

„Viel hilft viel“ gilt nicht, wenn es darum geht, Inhalte für soziale Netzwerke zu produzieren. Denn die grausame Realität ist diese: In einer Minute werden statistisch gesehen auf Instagram 46.200 neue Beiträge hochgeladen, 4,5 Millionen Videos auf YouTube geschaut und 2,1 Millionen Snaps auf Snapchat erstellt. Es ist also nicht unbedingt so, dass noch irgendwer Content braucht.

Deshalb sollten Sie lieber schauen, passgenaue und qualitativ hochwertige Inhalte für Ihre Zielgruppe zu produzieren, anstatt jede Firmenfeier und jedes Mittagessen zu vermelden.

3. Negative Bewertungskommentare ignorieren

Negative Bewertungen kommen in der Praxis seltener vor als Online-Händlerinnen und -Händler befürchten. Die meisten Kund*innen bewerten fair. Doch wenn negative Bewertungen auftauchen, sollten Sie diese unbedingt öffentlich beantworten. Gehen Sie sachlich und lösungsorientiert auf den Kommentar ein und nehmen Sie die Anliegen Ihrer Kundschaft ernst.

Lassen Sie negative Bewertungskommentare für sich sprechen, könnte der Eindruck entstehen, dass Ihnen die Meinung Ihrer Kund*innen egal ist. Oder schlimmer: Dass am Ende an der Kritik etwas dran ist, da Ihnen als Händlerin oder Händler offenbar nichts dazu einfällt.

4. Die Seite als Labyrinth gestalten

Ihre Kund*innen möchten sich nicht mit einer virtuellen Axt durch das Dickicht Ihrer Produkte schlagen, sondern sofort finden, wonach sie suchen. Halten Sie die Navigation daher so einfach wie möglich und fragen Sie sich, wie Sie selbst nach Artikeln suchen würden.

Ideal ist es, wenn Sie neben der Menüstruktur auch eine Suchmaske bereithalten, die es ermöglicht, ohne viele Klicks passende Angebote zu finden.

5. Ein Händler unter vielen sein

Bei der Wahl eines Geschäftsmodells läuft es auf zwei Möglichkeiten hinaus: Entweder Sie verkaufen ein beliebtes Massenprodukt und befinden sich in einer großen Konkurrenz oder Sie bieten ein Nischenprodukt an, haben dafür jedoch eine kleinere Käufergruppe. Beide Wege können funktionieren. Doch egal, wie Sie sich entscheiden, Sie müssen eine Antwort auf die Frage finden, warum Kund*innen gerade bei Ihnen einkaufen sollen.

Es reicht nicht, einfach nur „ebenfalls“ am Markt zu sein. Bei Massenprodukten findet sich das Alleinstellungsmerkmal häufig im Preis, der Marke oder den Verkaufskanälen, bei Nischenprodukten in der individuellen Beratung und den Besonderheiten des Produkts.

Setzen Sie die Kundenbrille auf

Es gibt im Online-Handel einige beliebte Fehler. Wenn Sie diese umschiffen, haben Sie schon Ihr erstes Alleinstellungsmerkmal. Achten Sie darauf, aus Kundensicht auf Ihre Seite zu schauen und versuchen Sie jeden Tag, Ihre Kundinnen und Kunden besser zu verstehen und Ihre Angebote zu optimieren.

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