Kunden mit Bitcoin & Co. zahlen lassen? E‑Commerce kompakt #8

23.02.2018, 5m

Bezahlen mit Kryptowährungen? Coinbase macht es möglich. Weitere interessante Themen: Facebook vergreist, Kunden sorgen sich um Chatbots und Amazon zeigt fremde Produkte, wenn ein Kunde nach einer Marke sucht. Ist das erlaubt? Finden Sie es in der 8. Ausgabe E-Commerce kompakt heraus!

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Kunden können jetzt einfach mit Bitcoin & Co. zahlen

Coinbase, ein US-amerikanisches Unternehmen, das eine Handelsplattform für Kryptowährungen betreibt, bietet Online-Händlern nun die Möglichkeit auch Zahlungen in Bitcoin & Co. anzunehmen.

checkout.pngAktuell ist es Shopify-Stores vorbehalten Zahlung in digitalen Währungen anzunehmen. Coinbase wirbt damit, dass die Anmeldung und Integration in den eigenen Online-Shop nur 5 Minuten dauert.

Kunden könnten nach der Implementation der Coinbase-Lösung mit den Kryptowährungen Bitcoin, Ethereum, Bitcoin Cash und Litecoin zahlen.

Der eigene Kontostand lässt sich dann direkt bei dem Coinbase Wallet einsehen und verwalten.

Die Handelsplattform für Kryptowährungen bringt das Thema Blockchain mit diesem Feature einen weiteren Schritt näher zur Massenadoption. Es ist jedoch noch ein weiter Weg bis ein signifikanter Anteil der Online-Shopper mit Bitcoin oder anderen Alternativen zahlt – falls es je soweit kommt.

Eins ist jedoch (aktuell) sicher: Wenn Sie es Ihren Kunden erlauben in Ihrem Online-Shop mit Kryptowährungen bezahlen zu können, heben Sie sich von der Konkurrenz ab.

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Facebook wächst weiter, aber vergreist

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Im Social-Media-Atlas der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschungsunternehmen Toluna zeigt sich, dass die Facebook-Community wieder wächst.

Im Jahr 2014 war Facebook in keiner Altersgruppe beliebter als unter Teenagern – 89% der 14-19-Jährigen Onliner nutzten das soziale Netzwerk. Von dieser Begeisterung der Jüngsten ist heute nicht mehr viel übrig. Nur noch 61% der Internet-Nutzer zwischen 14 und 19 Jahren sind auf Facebook unterwegs. Die geringste Quote in allen Altersgruppen.

Kräftig zulegen konnte Facebook innerhalb eines Jahres hingegen bei den älteren Usern:

In der Gruppe der 30 bis 39-Jährigen stieg die Nutzung um 10%, bei 40 bis 49-Jährigen um zwölf Prozentpunkte und bei den 50 bis 59-Jährigen um 20%. Am stärksten fiel der Zuwachs mit 23% bei den „Silver Surfern“ ab 60 Jahren aus: Sieben von zehn Onlinern ab 60 nutzen jetzt Mark Zuckerbergs Netzwerk.

„Das Netzwerk Facebook wird mittelfristig wieder an Nutzern verlieren“, prognostiziert Dr. Roland Heintze von Faktenkontor. „Denn wer heute als Teenager Facebook nicht nutzt, wird als Twen kaum damit anfangen. Und auf Dauer wird Facebook den wegbrechenden Nachwuchs nicht mehr durch zusätzliche User aus älteren Zielgruppen ausgleichen können.“

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Konsumenten zeigen sich besorgt bei den Themen Privatsphäre und Künstlicher Intelligenz

Während Unternehmer und Shopbetreiber immer begeisterter von den Möglichkeiten sind, die Chatbots und Künstliche Intelligenz bieten, stellte sich bei einer Umfrage von PointSource heraus, dass Konsumenten keine Fans sind.

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Sind meine Daten sicher?

Für einen großen Teil der Befragten sind vor allem die Datensicherheit und Privatsphäre Faktoren, um die sich Konsumenten sorgen.

Trotz der Sorgen haben Nutzer hohe Ansprüche an die intelligente Shopping-Hilfe. So sind 59% der Befragten frustriert, wenn ein Chatbot keine zufriedenstellende Lösung bietet, und fast die Hälfte gab an, dass ebenso Frust entsteht, wenn ein Chatbot nicht versteht wonach gesucht wird.

Mehr zum Thema Chatbots können Sie hier lesen:

Chatbots die Zukunft der Kommunikation? fazit-blogpost.png

Darf Amazon fremde Produkte anzeigen, wenn der Kunde nach Marken sucht?

blog-raetze_martin-280px.pngMartin Rätze vom Shopbetreiber-Blog berichtet:

Darf Amazon das? Ist das nicht eine Markenverletzung? Der BGH hat sich mit der Frage beschäftigt, aber im Ergebnis noch nicht wirklich entschieden.

Das Verfahren wurde in den Medien sehr gehyped. Aktuell muss man sagen: Es gibt keine Auswirkungen dieser Entscheidungen auf den Händler oder den Verbraucher. Vielleicht ändert sich etwas bei Amazon, wenn die zweite Runde vor dem OLG München durch ist.

Was man aus dem Verfahren aber lernen kann: Es gibt Händler und Hersteller, auch KMU, die sich gegen den Riesen wehren. Häufig liest man von Händlern, dass niemand gegen Amazon vorgehen würde und die machen könnten, was die wollen. Wieder zeigt ein höchstrichterliches Urteil, dass das nicht stimmt. Es gibt Unternehmer, die sich trauen, auch gegen Amazon vorzugehen.

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E-Commerce-Markt ist zum Jahresbeginn ruhig

Nach dem umsatzstarken Weihnachtsgeschäft ist die Nachfrage nach Produkten laut dem Metoda-E-Commerce-Index verhalten. Metoda-Experten vermuten, dass dies an der Preispolitik von AMazon liegen könnte.

„Wir waren selbst überrascht, als wir die Januarwerte gesehen haben“, sagt Metoda-CEO Stefan Bures. „Die Ergebnisse können natürlich verschiedene Ursachen haben. Unsere Analyse lässt aber vermuten, dass Amazon derzeit weniger Druck im Preiswettbewerb ausübt, um die Rentabilität zu erhöhen. Die hohe Preissensibilität im deutschen Markt macht Amazon dabei aber einen Strich durch die Rechnung, weil höhere Preise hierzulande unmittelbar auf das Wachstum durchschlagen.“

Januar-Gewinner gibt es trotzdem. So können sich die Segmente „Baumarkt“ und „Baby“ einen leichten Zuwachs sichern. Mit 109 Punkten erzielte „Baumarkt“ das stärkste Wachstum im Vergleich zum Vorjahr (+9 Punkte). „Baby“ erreichte im vergangenen Monat 108 Punkte. Gegenüber Januar 2017 gewachsen ist die Nachfrage zudem in den Kategorien „Beauty“ (105 Punkte), „Lebensmittel & Getränke“ (103), „Bürobedarf und Schreibwaren“ (102) sowie „Sport & Freizeit“ und „Auto & Motorrad“ mit jeweils 101 Punkten.

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Worauf Sie beim Versand achten müssen?

In einer von Gambio durchgeführten Studie „Das Shopsystem der Zukunft“, auf Basis einer Umfrage unter 284 Online-Shop-Betreibern, zeigt, dass 43% der befragten Händler an Same-Day-Delivery in der nahen Zukunft glauben. Shopbetreiber sehen die Same-Day-Delivery Lieferung in ein paar Stunden als natürliche Entwicklung, da der Verbraucher immer kürzere Lieferzyklen wünscht.

Problematisch ist, dass nur wenige Marktführer die Lieferung am selben Tag realisieren könnten. Hauptgrund für diese Befürchtung ist die fehlende Infrastruktur, die ein derartiges System nicht flächendeckend möglich macht und eignet sich so nur in Großstädten und Ballungsgebieten realisieren lässt.

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