Der Affiliate-Marketing-Boom? E-Commerce kompakt #32

01.09.2017, 7m

Affiliate-Marketing sorgt überraschenderweise weiterhin für einen großen Teil des Umsatzes im E-Commerce. Weitere interessante Themen: Wie Facebook noch effektiver für Marketer werden will, warum Rossmann abgemahnt wurde, der E-Commerce-Ausbildungsberuf und viele weitere Neuigkeiten. Viel Spaß beim Lesen!

Facebook will noch effektiver für Marketer werden -- und reduziert

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Wer mit Facebook Werbung Erfahrung hat, kennt auch die Post hervorheben-Option. Bisher galt Sie in Marketing-Kreisen als Budgetverschwendung. Daran will Facebook jetzt etwas ändern und geht dafür einen ungewöhnlichen Weg.

Statt Features hinzuzufügen oder zu verbessern, wurde angekündigt, dass die Möglichkeit bestimmte Post-Typen hervorzuheben schlichtweg gestrichen wurde. Aus gutem Grund, denn für Facebook ist es sehr wichtig die erste Wahl für Werbetreibende zu bleiben und einen positiven ROI zu liefern.

Deswegen werden Posts, die sowieso sehr selten genutzt werden und nicht mit den Zielvorgaben der Advertiser verbunden sind, hinten angestellt und nicht mehr für das Boosting zu Verfügung gestellt. Mit dieser Änderung erhofft sich Facebook eine Verbesserung der Werbeanzeigen, die Werbetreibenden wirklich Ergebnisse liefern.

Ab dem 15. September 2017 werden 17 Post-Typen nicht mehr für einen Boost verfügbar sein, darunter sind Post-Typen wie Änderung des Profilbilds, Bilder die durch die Facebook-Kamera hochgeladen wurden und Empfehlungen von Orten.

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Affiliate-Marketing ist für 17% des E-Commerce-Umsatzes verantwortlich

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In 2016 wurde im Vergleich zum Vorjahr 9% mehr Umsatz durch Affiliate-Marketing generiert, Mobile ist dabei einer der wichtigsten Treiber. Das fand eine Studie der Fokusgruppe Affiliate Marketing im BVDW heraus.

Ganze 7,6 Milliarden Euro von dem Gesamtumsatz von 44 Milliarden Euro setzte allein Affiliate-Marketing um -- das sind über 17% -- somit geht jeder sechste Euro, der im E-Commerce ausgegeben wurde auf Affiliate-Marketing zurück.

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Dino Leupold von Löwenthal,Vorsitzender der Fokusgruppe Affiliate Marketing im BVDW und Director Central Europe von affilinet, zeigt sich begeistert:

Affiliate Marketing gehört zu den wichtigsten Bestandteilen im Marketingmix und ist wichtiger Treiber des Online-Handels – mit der aktuellen Erhebung lässt sich das endlich auch objektiv belegen. Es ist uns tatsächlich gelungen, den größten Teil des Marktes davon zu überzeugen, sich an der Erhebung zu beteiligen, [sodass] wir auf dieser Basis eine sehr präzise Aussage zum Order Value treffen können.

Nicht zuletzt dank Mobile.

In 2015 wurde nur 880 Millionen Euro durch Affiliate-Marketing auf mobilen Geräten generiert, 2016 lassen sich beeindruckende 1,21 Milliarden Euro auf mobiles Affiliate-Marketing zurückführen – eine Steigerung von 38%.fazit-blogpost.png

SEO, SEA oder Social? Das sind die wichtigsten E-Commerce-Kanäle

In einer Studie zum Online-Marketing im E-Commerce wurden die Aktivitäten von 200 deutschen Online-Shops von Aufgesang analysiert. Die Kollegen von t3n erhielten bereits vor der Veröffentlichung am Mittwoch Einsicht und berichten über die wichtigsten Erkenntnisse.

Die Google-Suche bleibt wichtigster Kanal – eine Erkenntnis, die sich bereits seit der 2014er-Studie verfestigt. Im Jahr 2014 waren es 81,66 Prozent, 2017 sind es 86,26 Prozent. Lediglich in der Medienbranche ist der Anteil der organischen Suche rückläufig. Besonders positiv entwickelt sich hier die Arzneimittelbranche mit einem Anstieg von stolzen 41,87 Prozent. Spitzenreiter beim organischen Traffic sind die Onlineshops der Medien-Branche (93,38 Prozent), der Spielwaren-Kategorie (93,01 Prozent) sowie der Elektronik-Branche (91,32 Prozent). Die Bedeutung von Universal Search nimmt weiterhin ab. Gegenüber 2016 gibt es einen Rückgang um 21,80 Prozent.

Der negative Trend bei AdWords, welcher sich in der letzten Studie offenbarte, setzt sich jedoch nicht fort. Im Gegenteil: Im Vergleich zu 2016 ist ein Anstieg von 21,16% zu verzeichnen, und das obwohl die Sichtbarkeit branchenübergreifend gesunken ist (Paid Visibility: minus 42,80 Prozent).

In einigen Branchen steigen die Besucherzahlen über AdWords jedoch weiter (zum Beispiel Büroausstattung, Kosmetik, Möbel, Kleidung, Elektronik und Arzneimittel) und dies trotz sinkender Visibility.

Bei Social liegt Facebook immer noch klar vorn, obwohl der Social Media Gigant einen Rückgang um zehn Prozentpunkte auf 58,75% hinnehmen muss. Instagram, Pinterest und YouTube sorgen für immer mehr Besucher und kommen Facebook, langsam aber sicher, immer näher.

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Besucherquelle Social. (Grafik: Aufgesang)

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Ausbildungsberuf: Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce

„Die Digitalisierung im Einzelhandel stellt neue Anforderungen an das Personal. Mit dem Kaufmann im E-Commerce werden die Auszubildenden systematisch für eine Karriere im Online-Handel qualifiziert“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Mit diesen Worten stellte der Handelsverband Deutschland (HDE) am 30.08.2017 den neuen Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce vor.

„Der E-Commerce-Kaufmann ist ein moderner und digitaler Beruf, der den Handel auch für Digital Natives attraktiv macht“, so Genth weiter. Er hofft mit dieser Ausbildung darauf viele Nachwuchskräfte für den Einzelhandel und dessen Potential im E-Commerce zu begeistern.

Ab dem 1. August 2018 wäre es dann soweit. Von diesem Zeitpunkt an könnten die qualifizierten Unternehmen dann Kauffrauen und Kaufmänner im E-Commerce ausbilden.

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93 Prozent der Deutschen haben in den letzten zwölf Monaten online eingekauft

Das sind so viele, wie noch nie zuvor. Die Zahlen des Marktforschungsunternehmen Mintel zeigen, dass auch ältere Verbraucher Online-Shopping für sich entdecken und dessen Vorzüge genießen. Weitere interessante Zahlen aus der Studie:

  • 86% der Deutschen shoppen auf einem stationärem Gerät (Vorjahr 74%)
  • 29% haben per Smartphone eingekauft (Vorjahr 23%)
  • 20% der Befragten gaben an, dass Sie auch auf einem Tablet geshoppt haben
  • 57% glauben, dass Online-Shops eine größere Auswahl bieten als der stationäre Handel
  • 53% der Befragten finden es leichter Produkte miteinander zu vergleichen
  • 48% sind der Meinung, dass es Online bessere Preise im Vergleich zum Laden gibt

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Influencer-Debakel bei Rossmann

Influencer Marketing ist das Thema für Marketer in 2017. Jeder empfiehlt es, immer mehr machen es – manche jedoch falsch. So auch Drogeriekette Rossmann, die von dem Oberlandesgerichts in Celle verurteilt wurde.

Wer mit Influencern zusammenarbeitet muss darauf achten, dass die Werbung mit Werbung, Anzeige oder einem entsprechenden Hashtag gekennzeichnet wird. Die Gesetzeslage verpflichtet Redaktionen, Blogger, Youtuber, Letsplayer, Live-Streamer und Instagram-Stars also zur eindeutigen Offenlegung, sobald für die Platzierung von Produkten jeglicher Art gezahlt wird.

Der Fall Rossmann

Ebenso wie ihre Mitbewerber bezahlt die Drogeriemarktkette Rossmann eine Reihe von Influencern für die Platzierung eigener Produkte und Angebote auf Social-Media-Kanälen. Ein 20jähriger Instagram-Influencer mit 1,3 Millionen Followern soll ein entsprechendes Promo-Foto mit dem branchenüblichen Hashtag #ad gekennzeichnet haben, allerdings erst an zweiter Stelle. Dies genügt nach Auffassung des Oberlandesgerichts in Celle nicht, wie das Manager Magazin in seiner aktuellen Ausgabe berichtet: Auch hier gelte, dass werbliche Postings nicht erst auf den zweiten Blick erkennbar sein dürfen, schreibt Gameswirtschaft.

Das Urteil: Verbotenen Schleichwerbung. Bei Wiederholung wird eine Geldstrafe von 250.000 Euro pro Einzelfall fällig.

Wenn Sie sich über das Thema Influencer Marketing informieren wollen, können Sie dies hier tun: Wie sinnvoll ist Influencer Marketing? Hier finden Sie die Antwort!

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Weitere interessante Artikel:

Marketingideen: Der Kampf um die Aufmerksamkeit

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Mehr Umsatz mit Upselling und Cross-Selling - So geht's!

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