7 Ideen, wie Sie Ihren Online-Shop weiterhin durch die Corona-Krise bringen

16.04.2020, 3m

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Erste Lockerungen bei den Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise zeichnen sich ab. Doch das Konsumverhalten der Menschen bleibt zurückhaltend. Darunter leidet auch der Online-Handel. Wir präsentieren Ihnen sieben Ideen, wie Sie Ihr Unternehmen weiterhin gut durch die Krise bringen. Außerdem verraten wir Ihnen, was das Corona-Virus mit Regenschirmen zu tun hat.

1. Arbeiten Sie mit anderen Händlerinnen und Händlern zusammen

Seit Beginn der Corona-Krise vernetzen sich Händlerinnen und Händler online untereinander und tauschen Informationen aus. Beispiele dafür sind die LinkedIn-Gruppe Händler helfen Händlern oder die Plattform für Kleinunternehmen 2gather.jetzt.

Gehen Sie einen Schritt weiter und prüfen Sie, ob sich neben der Vernetzung an bestimmten Stellen eine Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen lohnt. Sie können zum Beispiel stark nachgefragte mit weniger nachgefragter Ware in einem Angebot miteinander kombinieren: „Webcam fürs Homeoffice und Sofakissen für einen gemütlichen Feierabend“.

2. Fokussieren Sie sich auf die Produkte, die sich noch verkaufen

Produkte wie Bekleidung, Schmuck oder Unterhaltungselektronik sind aktuell leider Ladenhüter. Wenn in Ihrem Online-Shop Flaute herrscht, rücken Sie am besten die Artikel in den Vordergrund, die sich noch verkaufen. Überlegen Sie, wie Sie das dahinterstehende Kundenbedürfnis noch besser bedienen können.

Ein Beispiel: In Ihrem Uhren-Shop kaufen Menschen gelegentlich günstige Modelle, die sie zum Geburtstag verschenken? Dann stellen Sie alle Modelle dieser Preisklasse prominent auf Ihrer Website vor und bieten Sie Geschenkboxen an. Die Einnahmen mögen auf lange Sicht mit dieser Methode zu gering sein, mittelfristig verkaufen Sie immerhin einige Artikel und bleiben bei Kundinnen und Kunden präsent. 

3. Nutzen Sie Verkaufsplattformen

Wenn Ihre Verkäufe zurückgegangen sind, können Sie versuchen, das zu kompensieren, indem Sie hinsichtlich Ihrer Touchpoints mehr in die Breite gehen. Sprich: Sämtliche Verkaufskanäle nutzen. Dazu gehören vor allem Verkaufsplattformen wie eBay, Amazon Marketplace, Etsy, real.de, Yatego oder Avocadostore.

4. Beliefern Sie selber Ihre Region

Die großen Lieferdienste wie DHL und Hermes sind aktuell stark ausgelastet, so dass Verzögerungen auftreten können. Prüfen Sie, ob es sinnvoll ist, vor Ort selbst auszuliefern. Das stärkt Ihre regionale Verankerung als Unternehmen. Wichtig hierbei ist, dass Sie auf Ihrer Website die Lieferbedingungen genau erklären und zudem eine kontaktlose Übergabe der Ware sicherstellen.

5. Binden Sie Ihre Stammkundschaft

In Zeiten, wo Menschen das Geld zusammenhalten, gestaltet sich das Neukundengeschäft schwierig. Am ehesten erreichen Sie neue Kundinnen und Kunden über stark nachgefragte Artikel. Jedoch ist der Effekt dann nur kurzfristig. Daher gilt es in schwierigen Zeiten umso mehr, die Stammkundschaft glücklich zu machen.

Zum einen gelingt das über eine gute Kommunikation. Lassen Sie Ihre Kundschaft in sozialen Medien aktiv am Geschehen Ihres Online-Shops teilhaben. So stärken Sie Kundenbindung und Vertrauen. Stellen Sie außerdem Artikel nach vorne, die Stammkundinnen und -kunden regelmäßig kaufen. Prüfen Sie, inwieweit Sie es sich leisten können, Nachlässe beim Preis zu gewähren. So zeigen Sie den Menschen, dass sie in unruhigen Zeiten auf Sie zählen können.

6. Konzentrieren Sie sich auf Ihr Kerngeschäft

Etwas Neues auszuprobieren, bringt Schwung in den Laden, kann sich jedoch als kostspielig erweisen, wenn es schiefgeht. Setzen Sie daher aktuell lieber auf Ihre Kerngeschäft und bringen das verstärkt zur Geltung. Worin liegt der Mehrwert Ihrer Produkte? Verschaffen Sie sich darüber Klarheit und optimieren Sie Ihr Sortiment.

7. Wagen Sie kreative Lösungen

Wie im vorherigen Punkt erklärt, sollten Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren, um Ihre Einnahmequellen zu sichern. Haben Sie jedoch eine Geschäftsidee, die perfekt auf die Bedürfnisse von Kundinnen und Kunden in der Corona-Krise eingeht, dürfen Sie ruhig wagemutig sein. Hierfür drei Beispiele aus der Praxis:

  • Ein cleveres Produkt: VEIT, ein Maschinenhersteller für die Bekleidungsindustrie, hat einen speziellen Türöffner in sein Sortiment aufgenommen. Mit diesem können Türklinken ohne Kontakt mit den Händen betätigt werden.

  • Origineller Content: „Ist es möglich, dass ich mich bei meinem Regenschirm mit dem Corona-Virus anstecke?“ Hä? Nein, natürlich nicht. Die FAQs zum Corona-Virus des Online-Shops Regenschirmkontor sind offensichtlich nicht ernst gemeint. Dafür stellen Sie eine witzige Suchmaschinenoptimierung für die häufigen Suchbegriffe „Corona“ und „Schutzschirm“ dar.

Zwar handelt es sich um eine irreführende Nutzung von Keywords, jedoch sorgt der Content für ein Schmunzeln zwischen all den ernsten Nachrichten.

  • In Erscheinung treten: Als Online-Händlerin oder -Händler sind Verpackungsmaterialen und Kartons Ihr tägliches Brot. Doch haben Sie schon mal von der „Faltschachtelindustrie“ gehört? Nicht? In dieser Pressemitteilung tritt sie in Erscheinung und teilt der Welt mit, dass die Corona-Krise den Wert der Faltschachtel belegt.

In turbulenten Zeiten werden die Karten neu gemischt. Das bietet Ihnen unter Umständen die Chance, ein Produkt ins Gespräch zu bringen, das bislang von der breiten Öffentlichkeit nicht wahrgenommen worden ist.