Positive Bewertungen kaufen? Das solltest du vorher wissen!
Die Versuchung ist groß: Warum nicht einfach positive Bewertungen für den eigenen Online-Shop kaufen? Wir erklären dir, warum das keine gute Idee ist.
Kundenbewertungen sind für viele Online-Shops ein entscheidender Erfolgsfaktor. Sie schaffen Vertrauen, beeinflussen Kaufentscheidungen und verbessern das Ranking in Suchmaschinen und auf Plattformen. Doch der Wunsch nach möglichst vielen positiven Bewertungen verleitet manche Unternehmen dazu, diese aktiv „zuzukaufen“ – sei es über Agenturen, Freelancer oder direkte Anreize für Rezensent*innen.
Doch Vorsicht: Das ist in den allermeisten Fällen hoch riskant und rechtlich unzulässig!
In diesem Rechtstipp der Woche erfährst du, warum der Kauf positiver Bewertungen problematisch ist, welche Konsequenzen drohen und was für Alternativen es gibt.
Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) stellt klare Regeln auf. Seit der Umsetzung der Omnibus-Richtlinie (u. a. durch die Einführung von § 5b Abs. 3 UWG und der „Schwarzen Liste“) gelten gefälschte oder erkaufte Verbraucherbewertungen als per-se unlauter:
Verbraucher*innen gehen davon aus, dass eine 5-Sterne-Bewertung aus echter Zufriedenheit entstanden ist – nicht aus einer bezahlten Gegenleistung. Genau diese Irreführung macht die Praxis wettbewerbswidrig.
Zusätzlich besteht eine Informationspflicht nach § 5b Abs. 3 UWG: Wer Bewertungen auf der eigenen Website oder im Shop anzeigt, muss transparent machen, welche Maßnahmen er ergreift, um die Echtheit zu prüfen (z. B. ob und wie überprüft wird, dass Bewertungen nur von tatsächlichen Käufer*innen stammen).
Empfehlenswert ist:
Nicht empfehlenswert ist:
Bewertungen zu kaufen, ist nicht nur potentiell gefährlich und rufschädigend, es ist auch vollkommen unnötig. Es gibt genug legale Optionen, um an authentische Kundenbewertungen zu gelangen.
Nutze einen seriösen Drittanbieter wie Trusted Shops oder Google Rezensionen. Bitte deine Kundschaft ein paar Tage nach dem Kauf darum, eine Bewertung für deinen Online-Shop abzugeben. Wenn du den optimalen Zeitpunkt für den Versand der Bewertungseinladung definiert hast, wird dies deine Bewertungs-Konversion erhöhen. Zudem sind die Gestaltung der Einladung und die richtige Ansprache entscheidend für den Erfolg.
Setze auf Authentizität statt auf Manipulation. Echte Bewertungen entstehen durch gute Produkte, exzellenten Service und ein faires Einkaufserlebnis. Nutze vertrauenswürdige Tools, um Kundenbewertungen zu sammeln, und prüfe regelmäßig die Echtheit eingehender Rezensionen. Wer transparent kommuniziert, gewinnt langfristig mehr Vertrauen als durch kurzfristig erkaufte Sterne.
Bei Unsicherheiten: Unsere Spezialist*innen im E-Commerce-Recht kennen alle rechtlichen Fallstricke beim Thema Werbung mit Bewertungen und unterstützen dich gern im Rahmen des Legal Enterprise Pakets! Ein kleiner Aufwand heute kann teure Abmahnungen morgen verhindern. Bleibe fair im Wettbewerb – deine Kundschaft wird es dir danken.
31.03.26Die Versuchung ist groß: Warum nicht einfach positive Bewertungen für den eigenen Online-Shop kaufen? Wir erklären dir, warum das keine gute Idee ist.
Damit ein Chatbot nicht nur serviceorientiert, sondern auch rechtskonform eingesetzt wird, ist ein Blick auf Funktionsweise und rechtliche Risiken nötig.