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Suchmaschinenoptimierung: Was ist SEO und wie funktioniert es?

11.01.2023, 13m

Bei SEO (Search Engine Optimization, deutsch: Suchmaschinenoptimierung) geht es darum, die Auffindbarkeit der eigenen Webseiten-Inhalte in den Suchmaschinen zu optimieren.

Die Suchmaschinenoptimierung verfolgt das Ziel, eine möglichst gute Position in den Suchergebnissen zu erhalten, um organischen Traffic auf Ihre Seite zu bekommen.

SEO kann für alle Suchmaschinen betrieben werden und bezieht sich nicht nur auf Google.

Suchmaschinen wie Microsoft Bing, Yahoo! , DuckDuckGo oder Ecosia spielen im DACH-Raum jedoch nur eine untergeordnete Rolle, sodass wir in unserem Artikel hauptsächlich von Google sprechen.

 

Inhaltsverzeichnis

1. Definition: Was ist SEO?

2. Was ist der Unterschied zwischen On-Page- und Off-Page-SEO?

3. Die Keywordrecherche

4. Suchmaschinenmarktanteil im DACH-Raum

5. Warum sollten Sie Zeit in SEO investieren?

6. Fazit: Suchmaschinenoptimierung

 

Definition: Was ist SEO?

SEO ist die Abkürzung für Search Engine Optimization und bedeutet auf Deutsch Suchmaschinenoptimierung.

Unter Suchmaschinenoptimierung versteht man die Umsetzung von On-Page- und Off-Page-Maßnahmen, die dazu dienen, dass eine Webseite, genauer gesagt deren Inhalt, in den Suchergebnissen von Google, Bing und Co. möglichst weit oben erscheinen.

Bevor Sie sich jedoch an die Keywordrecherche oder Optimierung Ihrer Inhalte machen, sollten Sie zunächst die Suchintention Ihrer Zielgruppe identifizieren.

Denn das Ziel von Google besteht darin, Userinnen und Usern die bestmögliche Antwort auf ihre Fragen zu geben.

Was ist SEO? Googleanfrage
Quelle: Screenshot Google

Lesetipp 📖: Das sind die SEO Trends in 2023

Was ist der Unterschied zwischen On-Page und Off-Page SEO?

Bei der Serach Engine Optimization können Aktivitäten und Maßnahmen zur Verbesserung der Auffindbarkeit in der Google-Suche entweder direkt auf der eigenen Seite (On-Page SEO) oder außerhalb der eigenen Seite stattfinden (Off-Page SEO).

Was ist On-Page SEO?

In der Praxis spricht man von On-Page SEO, wenn sich die SEO-Aktivitäten zum Beispiel um die Optimierung der Seitentitel (Meta-Title oder Title-Tag), Meta Description, internen Verlinkung, Seitenladegeschwindigkeit, das Einbinden von strukturierten Daten oder aber um die Keywordrecherche handelt.

Das sind natürlich nur einige wenige Beispiele. Es reicht nicht einfach mehr nur aus, Keywords blind auf der eigenen Seite oder im Titel und der Meta Description zu platzieren.

Der Google-Algorithmus ist mittlerweile so gut, dass er auch den Zusammenhang und die Relevanz der erstellten Inhalte analysieren kann.

Laut Google gibt es über 200 Ranking-Faktoren, die die Positionierung in den Suchergebnissen beeinflussen.

Lesetipp 📖: 5 SEO-Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten

Was versteht man unter Off-Page SEO?

Das Off-Page SEO bezieht auf Optimierungs-Maßnahmen außerhalb der eigenen Seite. Zentraler Bestandteil der Aktivitäten ist dabei der Backlink-Aufbau.

Unterschieden wird dabei zwischen aktiven und passiven Backlinks.

Aktive Backlinks können unter anderem durch das gezielte Setzen von Links in Gaspartikeln, die auf Ihre Webseite verweisen, generiert werden.

Bei passiven Backlinks verweisen Userinnen und User ohne Ihr Zutun freiwillig auf Ihre Webseite. Je hochwertiger und relevanter Ihr Content, desto höher die Chance, dass Sie passive Backlinks erhalten.

Lesetipp 📖: Was ist Off-Page-SEO & wie können Sie es für Ihren Online-Shop nutzen?

Die Keywordrecherche

Die Keywordrecherche zählt zum On-Page-SEO. Hier geht es darum, die passenden und relevantesten Suchbegriffe zu identifizieren, die Userinnen und User bei Google eingeben, um eine Antwort auf Ihre Suchanfrage zu erhalten.

Je nach Länge der Suchbegriffe wird zwischen Short-Tail-Keywords (1 bis 2 Begriffe), Mid-Tail-Keywords (2 bis 3 Begriffe) und Long-Tail-Keywords (mehr als 3 Begriffe) unterschieden.

Grafik: Kurve der Suchanfragen

Die Länge eines Keywords wirkt sich auf das Suchvolumen aus. Je kürzer und generischer der Suchbegriff, desto höher das Suchvolumen und desto höher der Wettbewerb.

Schauen Sie daher nicht nur auf das Suchvolumen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie die Suchanfrage einer Userin oder eines Users mit einem generischen und sehr kurzen Suchbegriffe beantworten, ist äußerst gering.

Lange Keywords haben zwar den Nachteil, dass diese ein geringeres Suchvolumen haben, dafür ist der Wettbewerb geringer und die Wahrscheinlichkeit höher, dass Sie die Suchanfrage mit Ihrem Content beantworten können.

Short-Tail-Keywords

Short-Tail-Keywords sind meist sehr generische Suchbegriffe, die aus ein bis zwei Wörtern bestehen, zum Beispiel Mallorca.

Generische Suchbegriffe weisen zwar ein sehr hohes Suchvolumen auf, sind jedoch stark umkämpft und haben eine hohe Konkurrenz.

Zudem sind ihre Suchergebnisse nicht so spezifisch wie bei Mid-Tail- oder Long-Tail-Keywords.

Mid-Tail-Keywords

Mid-Tail-Keywords bestehen in der Regel aus zwei bis drei Wörtern (z. B. Mallorca Urlaub).

Sie sind so etwas wie ein Kompromiss zwischen den sehr stark umkämpften und nachgefragten Short-Tail-Keywords (z. B. Mallorca) und den weniger umkämpften, aber dafür Conversion-stärkeren Long-Tail-Keywords (z. B. Mallorca Wanderurlaub im Herbst).

Mid-Tail-Keywords haben somit ein mittleres Suchvolumen und eine geringere Konkurrenz als es bei Short-Tails der Fall ist.

Long-Tail-Keywords

Long-Tail-Keywords sind sehr lange und spezifische Suchbegriffe. Sie bestehen aus mehr als vier Wörtern und haben daher ein geringeres Suchvolumen. (z. B. Mallorca Wanderurlaub im Herbst).

Von dem geringeren Suchvolumen dürfen Sie sich jedoch nicht abschrecken lassen. Long-Tails sind sehr spezifisch und haben dadurch auch einen geringeren Wettbewerb.

Der Vorteil: Long-Tail-Keywords weisen eine höhere Konversionsrate als Short-Tail- und Mid-Tail-Keywords auf. Dadurch können Sie regelmäßig organischen Traffic auf Ihre Webseite holen.

 

SEO für Online-Shops

Was ist die Suchintention und warum ist sie so wichtig?

Neben der eigentlichen Keywordrecherche ist vor allem die Suchintention (User Search Intent) ein entscheidender Faktor.

Denn nicht jedes Keyword bedient die Suchintention Ihrer Zielgruppe. Identifizieren Sie daher, welche Absicht hinter einer Suchanfrage der Userinnen und User steckt.

Beim Search Intent gibt es vier unterschiedliche Typen, auf die wir im folgenden Abschnitt eingehen möchten:

  • Informationsorientierte Suchanfrage (informational)

  • Kommerzielle Suchanfrage (commercial)

  • Navigationsorientierte Suchanfrage (navigational)

  • Transaktionale Suchanfrage (transactional)

Informationsorientierte Suchanfrage

Viele Menschen im Internet suchen nach Informationen. Bei der informationsorientierten Suche passiert genau das. Eine Person möchte eine Antwort auf ihre Frage haben oder sucht nach einer Lösung für ihr Problem.

Informationsorientierte Suchanfragen werden meist sehr früh im Kaufentscheidungsprozesses genutzt.

Viele Nutzerinnen und Nutzer suchen in dieser Phase lediglich nach einer Problemlösung und sind sich dabei noch gar nicht bewusst, welche Lösungen es gibt und eventuell ein Kauf für sie infrage kommt.

Ein Beispiel für eine informationsorientierte Suchanfrage ist: „Was ist SEO?“, oder „Wie hoch ist der Kölner Dom?“.

Kommerzielle Suchanfrage

Bei der kommerziellen Suchanfrage beabsichtigt eine Person, etwas zu kaufen.

Für die Recherche nutzt sie die Google-Suche, um mehr über ein Produkt oder eine Dienstleistung herauszubekommen, z. B. „Was ist der beste Smart-TV?“ oder „Welches Smartphone hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?“.

Die kommerzielle Suchanfrage ähnelt stark der transaktionalen Suche. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass die Person zwar eine transaktionale Absicht hat, jedoch noch etwas Zeit benötigt, um den Kauf abzuschließen.

Eine Person nutzt die Google-Suche auf einem Laptop.

Navigationsorientierte Suchanfrage

Nutzerinnen und Nutzer greifen auf navigationsorientierte Keywords zurück, wenn sie auf eine bestimmte Unterseite auf einer Webseite oder einem Online-Shop oder aber zu einer bestimmten Location navigiert werden möchten.

In erster Linie wird die Suchmaschine als Navigation genutzt. Häufig kommen auch Brand Keywords zum Einsatz, da die Person bereits weiß, wo sie hin möchte.

Eine navigationsorientierte Suche kann zum Beispiel wie folgt aussehen: „Starbucks Köln“ oder „Adidas Online-Shop“.

Transaktionale Suchanfrage

Diese Suchanfragen kommen zum Einsatz, wenn eine Person eine Kaufabsicht hat und eine (Trans-)Aktion ausführen möchte.

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Buchung, Bestellung oder Reservierung handelt.

Transaktionale Suchanfragen können wie folgt aussehen: „iPhone 14 kaufen“ oder „Ticketverkauf 1. FC Köln“.

Suchmaschinenmarktanteil im DACH-Raum

Meistens spricht man bei SEO nur über Google. Das liegt daran, dass die Google-Suche einen Marktanteil von 84 Prozent hat und somit die meistgenutzte Suchmaschine weltweit ist.

Und auch in Deutschland, Österreich und in der Schweiz zählt Google mit Abstand zu den beliebtesten Suchmaschinen.

Beliebteste Suchmaschinen in Deutschland:

  • Google (90 Prozent)

  • Microsoft Bing (17 Prozent)

  • Yahoo! (13 Prozent)

  • DuckDuckGo (9 Prozent)

  • Ecosia (6 Prozent)

Quelle: Statista – Beliebteste Suchmaschinen in Deutschland im Jahr 2022

 

Beliebteste Suchmaschinen in Österreich:

  • Google (93 Prozent)

  • Microsoft Bing (12 Prozent)

  • Yahoo! (9 Prozent)

  • DuckDuckGo (8 Prozent)

  • Ecosia (6 Prozent)

Quelle: Statista – Beliebteste Suchmaschinen in Österreich im Jahr 2022

 

Beliebteste Suchmaschinen in der Schweiz:

  • Google (84 Prozent)

  • Microsoft Bing (16 Prozent)

  • search.com (14 Prozent)

  • DuckDuckGo (13 Prozent)

  • Yahoo! (13 Prozent)

Quelle: Statista – Beliebteste Suchmaschinen in der Schweiz im Jahr 2022

Warum sollten Sie Zeit in SEO investieren?

1. Suchmaschinenoptimierung wirkt sich langfristig positiv auf das Ranking aus

Es gibt immer mal wieder vereinzelt Stimmen, die behaupten, dass die Zeit der Suchmaschinenoptimierung vorbei sei, aber das Gegenteil ist der Fall.

SEO ist heute immer noch genauso wichtig wie vor 20 Jahren. Nur das Spiel hat sich ein wenig verändert. Durch regelmäßige Updates haben die Suchalgorithmen dazu gelernt. 

Was früher funktioniert hat, funktioniert heute nicht mehr. Und das ist gut so. Denn nur so kann Google sicherstellen, dass Userinnen und User die besten und relevantesten Suchergebnisse angezeigt bekommen.

Eine gut durchdachte SEO-Strategie hilft langfristig dabei, Ihre Webseite oder Ihren Online-Shop an die Spitze der Google-Suche zu bringen.

Dadurch profitieren Sie unter anderem von mehr Sichtbarkeit und stärken zeitgleich Ihre Marke.

Tipp 💡: SEO braucht Zeit. Suchmaschinenoptimierung lohnt sich nur dann, wenn Sie es langfristig machen.

2. Kein SEO zu machen ist teurer

Ein weiterer Punkt, der dafür spricht, dass Sie sich mit Suchmaschinenoptimierung auseinandersetzen sollten, ist:  SEO ist (fast) kostenlos.

Suchmaschinenoptimierung ist sehr zeitintensiv. Aus monetärer Sicht sind Sie jedoch nicht dazu verpflichtet, unbedingt Geld dafür auszugeben (es sei denn, Sie beauftragen eine Agentur damit).

Natürlich können Sie auch ganz auf SEO verzichten und sich lediglich auf Suchmaschinenwerbung (SEA) konzentrieren. Der große Nachteil besteht jedoch darin, dass Sie für die Sichtbarkeit bezahlen müssen. Und diese bleibt auch nur solange, wie Sie Geld in die Hand nehmen.

Nur Ads-Kampagnen zu schalten, kann auf Dauer sehr kostspielig werden und ist nicht wirklich nachhaltig.

Mithilfe von On-Page- und Off-Page-SEO können Sie hingegen dafür sorgen, dass Ihr Content eine möglichst gutes Ranking in den Google-Suchergebnissen erlangt, ohne dass Sie dafür etwas bezahlen müssen.

Außerdem gibt es zahlreiche kostenlose SEO-Tools, die Ihnen dabei helfen können, Ihre Inhalte für Suchmaschinen zu optimieren.

Lesetipp 📖: Google Search Central – Der Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung (SEO)

3. Ihre Konkurrenz macht SEO

Dass Suchmaschinenoptimierung eine solide Marketing-Taktik ist, um neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen, ist kein Geheimnis.

Höchstwahrscheinlich macht Ihre Konkurrenz ebenfalls SEO, um sich Tag für Tag volle Warenkörbe zu sichern.

Möchten Sie der Konkurrenz wirklich einfach so das Feld überlassen, ohne auch etwas von dem Stück Kuchen abzubekommen?

Deswegen gilt:  Online-Shops und Unternehmen, die SEO nicht für sich nutzen, schenken ihrer Konkurrenz die Aufmerksamkeit potenzieller Kundschaft und eine Menge Umsatz.

Fazit: Suchmaschinenoptimierung ist und bleibt wichtig

Die Suchmaschinenoptimierung bleibt weiterhin ein sehr wichtiges Element im Online-Marketing. Denn mit einer guten SEO-Strategie, die langfristig ausgerichtet ist, können Sie Ihre Sichtbarkeit in den Suchmaschinen-Ergebnissen erhöhen.

Halten Sie sich regelmäßig auf dem Laufenden über neue Trends oder Entwicklungen, da die Online-Welt sehr schnelllebig ist und Google & Co. regelmäßig Updates und Änderungen am Suchalgorithmus vornehmen.

Nutzen Sie die Ihnen zur Verfügung stehenden Daten aus der Google Search Console sowie anderen SEO-Tools, um einzigartige und qualitativ hochwertige Inhalte für Userinnen und User zu erstellen.

Die Suchmaschinen werden Sie mit guten Rankings auf den Suchergebnisseiten belohnen.

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