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Emoji Marketing – Was ist das und wie setzen Sie es wirkungsvoll ein?

14.08.2018, 9m

Im Prinzip ist es ganz einfach: Wer Emojis in sein Marketing integrieren möchte, setzt diese einfach ein - bei Facebook, Twitter, Instagram, oder sogar in Instant Messages und E-Mails.

Aber so simpel ist es dann meistens doch nicht. In diesem Artikel möchten wir Ihnen zeigen, was es mit dieser Online Marketing Strategie auf sich hat, ob Sie sich für Ihr Unternehmen eignet, welche Fehler Sie vermeiden sollten und wie andere Unternehmen Emojis in ihrem Marketing einsetzen.

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Was ist Emoji Marketing?

Oder auch: Was ist überhaupt ein Emoji?

Der Duden definiert: „aus Japan stammendes, einem Emoticon ähnliches Piktogramm, das auf Gefühlslagen, Gegenstände, Orte, Tiere, Essen o.Ä. verweist (in elektronischen Nachrichten)“

Wir alle haben Sie schon mal gesehen. Auf WhatsApp, Instagram, Twitter, Facebook oder auch sonst überall.

Überblick über verschieden Unicode Emojis

(getemoji.com)

Übrigens...

Es gibt einen Unterschied zwischen Emoticons/ Smileys und Emojis: Die ersten beschreiben Gesichtsähnliche-Icons , die Messaging Dienste eigenständig für ihre Plattform aufsetzen oder Gesichter, die „manuell“ durch andere Zeichen zusammengebaut wurden (:-))
Emojis sind die standardisierten Piktogramme die wir von Apple, Android oder WhatsApp kennen. Sie umfassen mehr Symbole als nur Gesichter.

Unterschied zwischen Emojis und Emoticons

(traffic generation café)

Die Auswahl an Emojis wird stetig erweitert und erneuert. Im Juli 2018 gehören zum Beispiel bereits 2666 Emojis zum Unicode Standard.

Emoji Marketing bezeichnet die Marketing- und Kommunikations-Strategie bei der die kleinen Piktogramme in die Werbemaßnahmen eines Unternehmens integriert werden.

Emojis werden vor allem auf Social Media Kanälen genutzt und somit findet das entsprechende Marketing auch in erster Linie auf diesen Plattformen statt.  

Warum sollten Sie auf Emoji Marketingstrategien setzen?

Visuelles ist wichtig für unseren Contentmix, da 90% der Informationen in unserem Hirn visuell verarbeitet werden.

Damit werden visuelle Informationen vom menschlichen Hirn effektiver und schneller verarbeitet. Visuelle Inhalte werden von Marketern also ohnehin schon hochgelobt, warum sollte man diesen nicht in Form der Emojis einsetzen?

Emojis sind, im Gegensatz zu anderem bildlichen Material, einfach einzusetzen und für jeden verfügbar.

Es gibt mit Emojis keine Sprachbarrieren, stattdessen handelt es sich sozusagen um eine eigene, weltweit verständliche Sprache.

Außerdem bevorzugen Nutzer stets weniger und simpleren Content – gerade dafür sind auch Emojis ideal.

Angeblich haben die Menschen im digitalen Zeitalter bereits eine kürze Aufmerksamkeitspanne als ein Goldfisch. Die reicht für Emojis aber gerade noch aus.  

Zudem ziehen sie stets viel Aufmerksamkeit auf sich und bieten einen Wiedererkennungswert – besonders wenn man die Animationen kreativ in die eigenen Marketingstrategien einbaut.

Da Emojis auch im Alltag der meisten Kunden täglich eingesetzt werden (im Gegensatz zur verbreiteten Meinung auch nicht nur von Millenials, sondern von allen Altersgruppen), kann man davon ausgehen, dass diese die Emojis auch verstehen.

92% der Usern benutzt Emojis, der Großteil davon nutzt sie auch regelmäßig.

Zusätzlich fühlen sich Nutzer bei dem Einsatz von Emojis sogar noch mehr angesprochen– vor allem auf emotionaler Ebene.

Emojis überbringen Emotionen viel klarer, schneller und deutlicher als Texte und Nutzer empfinden sogleich mehr Sympathie für den Verfasser.

Das führt unter anderem dazu, dass die Engagement-Rate steigt. Twitter-Posts mit Emojis haben beispielsweise eine 25,4% höhere Engagement-Rate, auf Instagram steigt die Rate sogar um 47,7%

Der Trend zum Emoji-Marketing steigt und sehr viele Unternehmen kurbeln ihren Emoji-Einsatz nachweislich an. Also warum sollte man da auf Emoji-Marketing verzichten?

Wie nutzt man Emoji Marketing?

Bevor Sie sich dazu entscheiden Emojis in Ihre Marketingstrategien einzubauen, sollten Sie sich gut überlegen ob das Konzept zu Ihrem Unternehmen und zu Ihrer Zielgruppe passt.

Nach einer Studie von Leanplum kommen Emoji-Anzeigen vorrangig bei einer jüngeren Zielgruppe an, aber das heißt nicht, dass Sie Emojis nur einsetzen können wenn Sie Produkte für Teenager verkaufen und andererseits auch nicht, dass sie junge Leute ansprechen, indem Sie viele Emojis einbauen.

Wenn Sie jedoch feststellen, dass die Bildchen gut zu Ihrem Produkt und den Kunden passen könnten, gibt es kaum Grenzen.

Typischerweise passen Sie gut auf Social-Media Plattformen, aber auch in E-Mails, Push-Benachrichtigungen oder sogar Print-Werbung. Auch als Merchandise funktionieren Emojis.

Falls Sie sich noch unsicher sind, testen Sie das Ganze doch einfach in kleinerem Rahmen aus und haben einen Blick auf die Strategien Ihrer Konkurrenten. Trauen Sie sich außerdem kreativ zu sein!

Ebenso sollten Sie sicher gehen, dass die Emojis bei den Endgeräten und –plattformen korrekt angezeigt werden können. Wenn Sie diese beispielsweise für Newsletter im E-Mail Markteting gebrauchen wollen, kann es sein, dass einige Provider die Anzeige der Emojis nicht unterstützen.

Es gibt also durchaus Einschränkungen, Sie wären aber erstaunt zu sehen, wie weitläufig das Emoji Marketing dann doch funktioniert.

Auch wenn viele denken, dass Emojis in Werbeanzeigen oder etwas formelleren Texten fehl am Platz sind, muss das gar nicht der Fall sein. Studien belegen, dass der Einsatz von Emojis wenig Effekt auf die Glaubwürdigkeit hat und auch in geschäftliche Mails, kann man dadurch eine positivere Reaktion beim Adressaten hervorrufen.

Dennoch ist natürlich bei seriösen Kunden oder Themen Vorsicht geboten. Wie man sich vorstellen kann wird ein geschäftlicher B2B-Kunde weniger auf diese Methode anspringen, als ein privater Kunde im Alter von 18-25 Jahren.

Beachten Sie auch unbedingt die Wahl Ihrer Emojis. Einerseits gibt es viele Emojis die zweideutig verstanden werden können oder in unterschiedlichen Kreisen anderes konnotiert sind.

Wenn Sie die Emojis falsch verwenden kann es zu Missverständnissen in Ihrer Werbebotschaft kommen.

Andererseits sollten Sie darauf achten, dass die Emojis zu Ihrem Unternehmen passen. Oft empfiehlt es sich statt auf allgemeine Bilder, auf die zurückzugreifen, die Ihr Produkt repräsentieren.

Dabei wird die Auswahl der Emojis ja ständig erweitert und geupdatet, sodass man für jede Art von Unternehmen etwas Passendes finden sollte. Und falls sie nicht das eine Emoticon finden, welches Ihre Message rüberbringt, kombinieren Sie doch einfach mehrere!

Welcher Film könnte zum Beispiel damit gemeint sein?

Emoji Film Quiz(web.de)

Fehler im Emoji Marketing

Emoji Marketing kann Ihnen viele Vorteile bringen - aber nur wenn Sie es richtig machen. Achten Sie also bei Ihrer Anzeige auf die folgenden Aspekte, damit die Strategie richtig aufgeht.   

  • Emojis sollen Sinn machen und zur Message der Anzeige/des Unternehmens passen

  • Emojis sollten angemessen und verständlich für die Zielgruppe sein

  • Bei ernsten und sehr seriösen Themen sind Emojis unpassend

  • Emojis sollen nicht erzwungen werden – vielmehr sollen sie eine Erweiterung der normalen Ausdrucksweise sein

  • Nutzen Sie nicht zu viele Emojis auf einmal (normalerweise nicht mehr als vier)

  • Die eingesetzten Emojis sollten zur Brand passen

  • Sie sollten die verschiedenen Bedeutungen der Emojis kennen – manche werden mit etwas anderem assoziiert als mit dem was sie darstellen. Recherchieren Sie also vorher z.B. über Emojipedia.

Fest steht: Übertreiben oder erzwingen Sie es nicht!

Nur weil Emoji Marketing jetzt im Trend liegt und andere Unternehmen zum Erfolg geführt hat, muss dies nicht zwingend für Ihr Unternehmen gelten. Wenn Sie die Bilder zwanghaft und übermäßig überall einbauen, wird das bei Ihren Kunden auf wenig Akzeptanz treffen.

Beispiele für kreatives Emoji-Marketing

Hier haben wir für Sie einmal ein paar gute und schlechte Beispiele für Emoji Marketing Kampagnen gesammelt.

Ein sehr bekanntes Beispiel dafür, wie man Emojis geistreich und ansprechend einsetzen kann, findet man in dieser Plakatwerbung für den Marvel-Film Deadpool.

Deadpool Werbanzeige

Eine andere Art wie man Emojis in Social Media Posts einbinden kann, ist die Emoji Art. Dabei baut man mit Hilfe vieler einzelner Emojis ein großes Gesamtbild zusammen.

Damit übermittelt man zwar keine tiefgründige Message, doch Engagement und Markenbekanntheit werden angekurbelt, wie es Domino´s Pizza oder Bud Light vormachen.

TwitterPost Emojis aus Pizza von Domino´s (Twitter: @dominos)

Twitterpost Amerikanische Flagge aus Emojis von Bud Light(Twitter: @budlight)

Unternehmen setzen jedoch nicht nur die Standard Emojis ein, um ihre Message rüberzubringen, sondern manche Firmen kreieren einfach ihre eigenen Emojis.

Diese werden entweder nur in Werbeanzeigen integriert, wie es McDonald´s mit dem goldenen M vormacht, oder sie werden den Kunden zur Verfügung gestellt, damit diese sie auch in Nachrichten und Postings einsetzen können.

Als bekanntestes Beispiel gelten hier wohl Kim Kardashian´s Kimojis, aber auch IKEA kreierte kleine Bildchen, die es den Kunden ermöglichten alles rund um den Möbelkauf in Emoticons darzustellen. Durex setzte ebenfalls eine Marketing-Maßnahme auf, um endlich ein Kondom als Emojis bei allen Anbietern durchzusetzen und startet dafür einfach eine Petition.

Emoji Werbeanzeige von McDonalds good times

Übersicht der IKEA Emoticons

Großes Aufsehen erregte aber auch Domino´s mit einer Twitter Kampagne und brachte damit das Emoji Marketing auf ein ganz neues Level.

Nur durch Senden eines Pizza-Emojis konnten die Kunden (nach vorheriger Anmeldung) eine Pizza bestellen.

Bestätigung einer Pizzabestellung über das Pizza-Emoji bei Domino´s

Auch der WWF dachte sich eine tolle Twitter-Aktion aus, um Spenden für gefährdete Tierarten zu sammeln. Sie stellten eine Auswahl der Emojis zusammen, die diese Tierarten symbolisieren.

Die User die dies retweeten, melden sich für die Aktion an und immer wenn sie eines der Bildchen in ihren Tweets nutzen, werden ihnen am Ende der Aktion 0,10€ dafür berechnet.

Dies sollte dann als Ansporn dienen, um zu spenden, die User konnten aber immer noch frei entscheiden ob sie die erechneten Beträge überweisen oder nicht. 

#EndangeredEmojis Kampagne von WWF(http://endangeredemoji.com/)

Und Coca-Cola klärte sich für eine Werbekampagne auf Puerto Rico alle Domains mit einem fröhlichen Emoji.

Es gibt aber auch einige Beispiele für Kampagnen, die etwas am Ziel vorbeischossen und es mit den Emojis etwas zu gut meinten.

So verfasste Chevrolet eine ganze Pressemitteilung in Emojis und erregte damit großes Aufsehen, da niemand sie richtig entschlüsseln konnte.

Da sie aber die Auflösung einige Zeit später posteten, konnten sie durch diese Aktion viel Aufmerksamkeit auf ihre Marke richten.

Emoji-Pressemitteilung von Chevrolet(Pressemitteilung in Emojis Chevrolet)

Und bei der Kampagne des Saftherstellers Tampico sind die genutzten Emojis so unverständlich, dass der Kunde gar nicht weiß welche Message das Unternehmen hier vermitteln möchte.

Werbeanzeige des Saftherstellers Tampico

Emojis und SEO

Auch bei Google kann man Emoji- Suchanfragen stellen.  Dementsprechend kann man seine Suchmaschinenoptimierung so anpassen, dass die eigene Webseite in diesen Suchanfragen erscheinen kann.

Da man noch keine Hinweise auf die Algorithmen dieser Suchergebnisse hat, kann man keine konkrete Anweisungen dazu geben, was man machen sollte, um zu scoren. Wenn man seine Keywords passend in Texte einbaut und diese evtl. auf ein Emoji passen, kann Google auch nur anhand des Textes eine Einordnung vornehmen.

Alternativ könnten Sie auch versuchen die Emojis in Ihren Content einzubauen, aber auch nur wenn der Inhalt wirklich dazu passt.  

Bei solchen Maßnahmen sollte man aber weiterhin die Zielgruppe und die genutzten Endgeräte berücksichtigen.

Wenn Sie allgemein erfahren wollen, wie sie SEO-Fehler vermeiden, sollten Sie hier weiterlesen.

Fazit

Die Marketer sind zwiegespalten: Die einen denken, dass Emojis nichts in Ihren Anzeigen zu suchen haben, vor allem da viele Unternehmen die Bildchen zu übermäßig einsetzen.

Eine Studie besagt, dass 59% der 18-34 Jährigen finden, dass Unternehmen sich zu sehr bemühen Emojis einzubinden und damit dann eher am Ziel vorbeischießen

Andere glauben aber, dass man gerade jetzt mit Emoji-Marketing Strategien erfolgreich sein kann, da das Engagement dadurch enorm verbessert wird und die Werbe-Message besser bei der Zielgruppe ankommt.  

Sie sollten daher schauen ob das Prinzip zu Ihrem Unternehmen und Ihren Kunden passt, und falls ja sollten Sie sich diese Chance auf mehr Engagement und Kundenbindung nicht entgehen lassen!

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