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Zielgruppen-Analyse: Die verschiedenen User auf Social Media

02.02.2021, 11m

Auf den verschiedenen sozialen Medien wie Twitter, Facebook und Co. ist meist immer eine andere Zielgruppe unterwegs. Einige Zielgruppen überschneiden sich, sodass es schwierig ist, zu wissen, wo sich Ihre (potenzielle) Kundschaft denn überhaupt befindet.

Deshalb verschaffen wir Ihnen mit diesem Artikel einen Überblick über die verschiedenen Zielgruppen, die Ihnen auf Social Media begegnen!

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In diesem Artikel schauen wir uns die Zielgruppe der folgenden sozialen Medien genauer an:

Gut zu wissen

Bevor wir uns mit den einzelnen sozialen Medien genauer befassen, ist es wichtig zu wissen, dass zwar vor allem junge Menschen täglich mehr Zeit in den sozialen Medien verbringen, aber dass diese auch bei älteren Gruppen (ja, sogar bei Rentnern!) immer beliebter werden – der Einstieg in die „neue Welt“ ist oft WhatsApp.

In diesem Artikel werden wir uns allerdings nicht mit dem Messaging-Dienst WhatsApp beschäftigen, da Sie dieses Medium als Unternehmen dieses Medium hauptsächlich für den Kundenservice und weniger für Marketing-Zwecke verwenden. 

WhatsApp ist übrigens das am häufigsten genutzte soziale Medium in Deutschland! Laut der ARD/ZDF-Onlinestudie zur Internetnutzung der Deutschen im Jahr 2020 nutzen 68% der Deutschen (ab 14 Jahren) täglich WhatsApp – aber das nur am Rande.

Legen wir mit der neusten Plattform los:

TikTok

TikTok ist nicht nur eines der neueren sozialen Medien, sondern hat mitunter die jüngsten Nutzer*innen.

Laut dem W & V Verlag, hatte TikTok im Oktober 2020 bereits 10,7 Milionen Nutzer*innen in Deutschland. Ganze 83% der 18 bis 24 Jährigen kennen einer Statista Umfrage zufolge die App. Diese Gruppe ist auch als Generation Z bekannt.

Die Mehrheit der aktiven TikTok Nutzer*innen sind übrings weiblich.

In Großbritannien waren es 2020 ganze 65%. Konkrete Nutzerzahlen nach Geschlecht für Deutschland gibt es aber leider noch nicht. 

Lesetipp: Was ist TikTok & wie können Sie von der neuen Plattform profitieren?

Futurebiz zufolge liegt die Verweildauer der deutschen TikTok User bei durchschnittlich 50 Minuten täglich – das sind im Schnitt 4 Minuten länger als die tägliche Verweildauer in den USA.

Wer nutzt TikTok?

Die Zielgruppe von TikTok ist die Generation Z, also junge Menschen bis etwa 25 Jahre. Besonders Kinder, manchmal sogar ab dem Alter von 6 Jahren, sind auf diesem soziale Medium aktiv. 

Der Content ist oft verspielt und dient primär der Unterhaltung.

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Facebook

Facebook ist in erster Linie ein Medium für Generationen, die älter als die Generation Z sind. 

Insgesamt nutzen etwa 14% der Deutschen Facebook täglich, während sogar 26% das Netzwerk wöchentlich aktiv nutzen. Das ergab die aktuelle ARD/ZDF-Onlinestudie.

Allerdings variiert die Nutzung stark je nach Alter: Laut Faktenkontor, gaben in der Altersgruppe der 16 bis 19 Jährigen nur 36% an, Facebook zu nutzen. Die Nutzung von Teenagern und jungen Menschen des Netzwerks hat in den letzten Jahren stark abgenommen. 

Stattdessen nutzen vor allem die 20 bis 59 Jährigen das soziale Medium und auch 46% der über 60 Jährigen gab an, auf Facebook unterwegs zu sein.

Wer nutzt Facebook?

Facebook hat somit nicht wirklich eine Nische oder eine spezifische Zielgruppe, die es anspricht, was das Netzwerk und das Marketing für alle Altersgruppen interessant macht.

Generell lässt sich aber sagen, dass die Zielgruppe von Facebook eigentlich alle Erwachsenen sind. Es handelt sich eben um ein Medium, mit dem Menschen mit ihrer Familie, Freunden und Bekannten in Kontakt bleiben oder aber ihrer Lieblingsmarke oder ihrem Lieblingsshop folgen wollen.

Facebook ist perfekt, wenn Sie jemanden in seinem persönlichen Umfeld und Interessengebiet ansprechen möchten.

Instagram

Das Besondere an diesem Medium ist, dass es vollständig auf Bildern, Fotos oder Video-Content basiert.

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Im Unterschied zu Facebook ist die Nutzung der Tochter Instagram in den letzten Jahren deutlich gewachsen: 15% aller Deutschen sind der ARD/ZDF-Onlinestudie zufolge täglich auf der App oder der Desktop-Version von Instagram unterwegs.

Insbesondere die 14 bis 29 Jährigen (53%) nutzen die Facebook-Tochter täglich.

Es fällt also auf, dass das Medium in der Altersgruppe der 14 bis 29 Jährigen besonders beliebt ist und dann seine Popularität abnimmt. 

Ganze 65% dieser Altersgruppe sind zumindest wöchentlich auf Instagram unterwegs, während das nur auf etwa 21% der 30 bis 49 Jährigen mindestens einmal pro Woche zutrifft. 

Hierbei sollten Sie sich aber bewusst machen, dass das aber natürlich immer noch eine hohe Nutzerzahl in dieser Altersgruppe ist. 

Deshalb kommen wir auch zu dem Schluss, dass Instagram vor allem ein Medium ist, das von jüngeren Usern verwendet wird.

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Nach WhatsApp wird dieses nämlich auch am häufigsten von dieser Altersgruppe genutzt.

Außerdem interessant: Wie Omnicore berichtet hat, schauen sich ganze 70% der Shopping-Enthusiasten gerne mal auf Instagram um, damit sie Inspiration für Ihre späteren Einkäufe sammeln können. 

Instagram ist auch bei Influencern sehr beliebt. In den Beiträgen oder Instagram-Stories von bekannten Instagram-Usern wird häufig über bestimmte Produkte gesprochen. Deshalb ist es für Shopper sinnvoll, sich dort umzusehen; gerade weil Influencer nicht selten auch attraktive Rabattcodes oder -aktionen für bestimmte Produkte oder Shops teilen. 

Lesetipp: Was ist Influencer Marketing und ist es sinnvoll für Ihren Shop?

Laut Scrunch, einer Plattform, die Influencer und Unternehmen zusammenbringt, ist es schon einiges wert, wenn Sie auf Instagram eine Engagement-Rate von etwa 3,5% haben. 

Deshalb empfiehlt es sich also, Dinge auf Instagram zu posten, auf die die Leute reagieren wollen. Eine bestimmte Frage, eine Challenge, was immer Sie wollen!

Wer nutzt Instagram?

Die Zielgruppe von Instagram sind hauptsächlich junge Nutzer*innen und junge Erwachsene. 

Trotzdem hat dieses Medium eine breite Alterskategorie: Etwa von 15 bis 40 Jahren.

Obwohl seine Popularität mit dem Alter abnimmt, ist es bei älteren Gruppen immer noch sehr beliebt.

Interessanterweise wird Instagram auch häufig von neugierigen Online-Shoppern verwendet, weshalb es viele Influencer gibt, die Produkte auf diesem Medium teilen und bewerben.

Jetzt möchten Sie vermutlich direkt mit Instagram Marketing beginnen, oder? Allerdings ist das gar nicht so einfach. Aus diesem Grund haben wir ein praktisches kostenloses Whitepaper entworfen, das Ihnen weiterhilft:

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Twitter

Die Beliebtheit von Twitter hat in den letzten zwei Jahren leicht zugenommen. Den Kurznachrichten-Dienst ist vor allem bei männlichen Nutzern beliebt: Vor allem Männer zwischen 14 und 49 Jahren sind regelmäßig auf Twitter unterwegs - das ergab die ARD/ZDF-Onlinestudie.

Twitter wird von Unternehmen nicht nur für das Marketing-Zwecke, sondern auch für den Kundenservice genutzt.

Laut Omnicore haben Nutzer*innen dieses Dienstes eine größere emotionale Verbindung zum Medium als zu anderen soziale Medien.

Zudem posten beziehungsweise tweeten wohl rund 38% der User häufiger Meinungen oder Bewertungen zu Marken oder Produkten auf Twitter als auf anderen Social Media Plattformen. 

Twitter ist eine Plattform, auf der viele aktuelle News und Trends thematisiert oder diskutiert werden. Die Plattform eignet sich daher gut dafür, um auf aktuelle Ereignisse zu reagieren. 

Auffällig ist jedoch, dass laut Scrunch ein Engagement von weniger als 1% normal ist. Dies kann daran liegen, dass viele Leute auch „Threads“ posten, in denen sie ein Thema in mehreren Tweets diskutieren. Damit antworten Nutzer*innen mit einer Nachricht nur auf einen Tweet und nicht auf alle Tweets.

Außerdem ist es nicht unüblich, dass viele Leute einfach ihre persönlichen Gedanken in einem Tweet äußern und niemand darauf reagiert oder antwortet.

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Wer nutzt Twitter?

Die Zielgruppe von Twitter sind hauptsächlich Erwachsene zwischen 20 und 40 Jahren.

Diese Personen reagieren auch aktiv auf Nachrichten und aktuelle Themen.

Lesetipp: Facebook-, Twitter- und Instagram-Geschäftskonten: Erstellung und Promotion

LinkedIn

LinkedIn kommt im deutschsprachigen Raum mittlerweile auf über 14 Millionen aktive Mitglieder*innen, weltweit sind es 660 Millionen.

Das Medium konzentriert sich hauptsächlich auf die Businesswelt, sodass Sie dort hauptsächlich auf eine ältere Zielgruppe treffen werden, dafür nur auf wenige Rentner*innen.

2020 haben etwa 4% der Deutschen das Job-Netzwerk wöchentlich genutzt. Das Engagement im LinkedIn-Marketing beträgt laut Aamplify nur 2%.

Im Gegensatz zu den meisten sozialen Medien sind die meisten LinkedIn-Nutzer*innen männlich. 

Wer nutzt LinkedIn?

Die Zielgruppe von LinkedIn ist im Prinzip der gesamte Arbeitsmarkt. Dazu gehört also die Alterskategorie der zwischen 20 und 65 Jährigen.

Das Netzwerk wird von mehr Männern als Frauen genutzt.

Pinterest

Pinterest hat in den letzten Jahren auch in Deutschland deutlich an Nutzerzahlen gewonnen. Demnach sind mittlerweile etwa 13 Millionen Menschen auf der App unterwegs und speichern monatlich etwa 4 Millionen Inhalte (Quelle: Futurebiz

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Die meisten aktiven Nutzer*innen zwischen 18 und 24 Jahren alt (31 %); 26 % hingegen sind älter als 45 Jahre. Zudem sind gut 69% der Pinterest-User weiblich. 

Pinterest ist auch eher kein Medium, das primär für die alltägliche Kommunikation oder Nutzung gedacht ist. Bei der App geht es stattdessen vor allem um Inspiration, seien es Rezepte, Produkte oder sonstige Ideen.

Eine ComScore-Umfrage ergab, dass 8 von 10 Müttern in den USA auf Pinterest aktiv unterwegs sind. Diese Zielgruppe unterscheidet sich höchstwahrscheinlich nicht vom deutschen und deutschsprachigen Markt. 

Warum ist gerade diese Gruppe so viel auf Pinterest vertreten? Wie Sie in unserem Pinterest-Marketing-Artikel lesen können, beschreibt Ben Silbermann, Pinterest-Mitbegründer, die Plattform als „Katalog von Ideen".

Bei Pinterest geht also hauptsächlich um Ideen zum Basteln, Kochen oder sonstigen Hobbies

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Quelle: Neil Patel

Man kann also sagen, dass Pinterest in erster Linie eine kreative Plattform ist.

Omnicore zufolge haben Nutzer*innen das Gefühl, dass das Medium eine positive Stimmung ausstrahlt. Die Plattform ist ideal dafür geeignet, neue Produkte in einem positiven Umfeld einzuführen und zu testen.

Laut Pinterest ist eine Engagementrate von 2-5% für beworbene Pins normal.

Wer nutzt Pinterest?

Die meisten Pinterest-Nutzer*innen sind Frauen (und vor allem Mütter!), die es lieben, kreativ zu sein.

Sie suchen nach Ideen für Dinge, die zu gestalten oder herstellen können. Die User suchen hier vor allem nach Inspiration und auch nach neuen Produkten.

YouTube

YouTube ist auch ein ganz spezielles Medium, da sich diese Plattform ausschließlich auf Videoinhalte konzentriert. Statista zufolge schauen sich 32% der 16 bis 69 jährigen Deutschen mehrmals pro Woche YouTube-Videos an. 

Laut Influence4You liegt die Engagementrate von YouTube bei 4,74%.

Lesetipp: 11 Tipps für YouTube-SEO, die Ihre Videos ganz nach vorne bringen

Wer nutzt YouTube?

YouTube hat eine breite Zielgruppe: Jung und Alt nutzen das Medium. 

Wir haben auch zu diesem Thema ein Whitepaper mit den wichtigsten Facts rund um YouTube geschrieben. Laden Sie das Whitepaper ganz einfach kostenlos über den Button herunter!

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Snapchat

Die App dreht sich um private Nachrichten (die normalerweise nach dem Ansehen wieder gelöscht werden) und Stories (die Sie wie bei anderen sozialen Medien für einen bestimmten Zeitraum mehrmals ansehen können).

Die Onlinestudie von ARD/ZDF zeigt: Täglich nutzen 27% der 14 bis 29 Jährigen Snapchat, wöchentlich sind es sogar 41%. Bei den älteren Nutzergruppen sind es lediglich 1% (30-49 Jahre) beziehungsweise sogar 0 bei den über 50 Jährigen. 

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Wer nutzt Snapchat?

Eines ist klar: Ausschließlich Millennials und Nutzer*innen sind auf Snapchat aktiv.  

Snapchat ist, wie bereits angedeutet, besonders bei jungen Menschen zwischen 15 und 19 Jahren beliebt. Erwachsene im Alter von 20 bis 29 Jahren interessieren sich ebenfalls für das Medium.

Deutsche User über 30 Jahren nutzen die Foto-App allerdings (fast) gar nicht.

Fazit

Im Allgemeinen sind insbesondere junge Menschen im Alter von 15 bis 20 Jahren in den sozialen Medien unterwegs, aber auch ältere Menschen nutzen sie immer häufiger.

Wenn Sie eine breite Zielgruppe haben, sind Facebook und Youtube die besten Kanäle, da dort häufig alle Alterskategorien zu finden sind und die Medien relativ neutral sind. 

Die anderen sozialen Medien reagieren eher auf eine bestimmte Gruppe, z.B. LinkedIn auf arbeitende Menschen und Pinterest auf Bastler*innen. 

Studieren Sie Ihre Zielgruppe also gut, damit Sie diese gezielt über die Social Media Kanäle ansprechen können. 

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Wir erklären, was die verschiedenen Begriffe eigentlich bedeuten.

Social Media Begriffe

 

Übersetzt und angepasst – dieser Artikel erschien zuerst auf unserem niederländischen Blog.