E‑Commerce kompakt #15: Die beliebtesten Zahlungsarten und Online-Shops in Deutschland

05.05.2017, 3m

Was sind die beliebtesten Online-Shops der deutschen Shopper? Zahlen sie eher auf Rechnung oder mit Paypal? Wie sorgte ein Badeanzug für 750.000 neue Fans für einen Online-Shop? Die Antworten auf diese Fragen und weitere interessante Neuigkeiten aus der Online-Welt erfahren Sie in diesem Artikel!

Die beliebtesten Online-Shops der Deutschen im ersten Quartal 2017

Das Online-Shops sich auch in Deutschland steigender Beliebtheit erfreuen, ist bekannt. Doch nun hat die Deal-Webseite Pepper.com mit den Daten des Marktforschungsunternehmens Similar Web analysiert, welche Shops bei den deutschen Shoppern besonders beliebt sind.

Die beliebtesten Online-Shops nach Seitenaufrufen des ersten Quartals 2017 sind:

  1. Amazon.de ca. 1,2 Milliarden Seitenaufrufe
  2. eBay.de ca. 706,4 Millionen Seitenaufrufe
  3. eBay Kleinanzeigen ca. 313,5 Millionen Seitenaufrufe
  4. Otto.de ca. 86 Millionen Seitenaufrufe
  5. Amazon.com ca. 66 Millionen Seitenaufrufe
  6. Media Markt ca. 55,9 Millionen Seitenaufrufe
  7. Musikhaus Thomann ca. 55 Millionen Seitenaufrufe
  8. eBay.com ca. 46,3 Millionen Seitenaufrufe
  9. Zalando ca. 41,4 Millionen Seitenaufrufe
  10. Der Online-Shop von Lidl kommt auf ca. 39,5 Millionen Seitenaufrufe

Das jeweils die .com-Versionen von Ebay und Amazon sehr hoch in dem Ranking auftauchen hat uns dann doch verwundert. Ebenso, wie die hohe Platzierung von Musikhaus Thomann. An dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch!

Ein roter Badeanzug geht viral

Bei dem Online-Shop Sunny Co Clothing muss gerade alles drunter und drüber gehen. Durch eine Marketingkampagne hat der Instagram-Account der Marke an einem Tag über 750.000 neue Follower gewonnen.

sunnyco-viral.jpg

Der Shop bot seinen Fans einen Deal an: Jeder, der das Bild von einem roten Badeanzug auf dem eigenen Instagram-Account veröffentlichte und Sunny Co auf dem Bild markiert, erhält den Badeanzug via Coupon-Code umsonst.

Über den kleinen Haken, dass der Kunde den Versand übernimmt, sahen die Teilnehmer gerne hinweg.

Marketing-Experten gehen davon aus, dass der Stein durch den Einsatz von Influencer Marketing ins Rollen gebracht wurde. Ob mit diesem viralen Erfolg gerechnet wurde ist jedoch unwahrscheinlich.

Passend dazu: Influencer Marketing für Online-Shops

Aktuell sind die Badeanzüge im Online-Shop von Sunny Co ausverkauft. Die Marke ließ in dem nächsten Instagram-Post verlauten, dass jeder Käufer nur einen Coupon einlösen kann, dieser innerhalb von 24 Stunden eingelöst werden muss, die Lieferzeit aufgrund der hohen Nachfrage bis zu 6 Wochen betragen kann und die Aktion spontan gedeckelt werden kann.

Dies ist das Bild, das abertausende Male repostet wurde:

badeanzug-instagram.jpg

sunny co clothing / instagram

Amazon Fresh startet in Berlin und Potsdam

Der Online-Händler Amazon will mit einem gigantischem Angebot und kurzen Lieferzeiten in den deutschen Lebensmittelmarkt einsteigen. Die ersten Angriffspunkte: Potsdam und Berlin.

Einen Monat später als geplant, startet die Auslieferung frischer Lebensmittel in der Hauptstadt. Jedoch vorerst nur in bestimmten Postleitzahl-Bereichen.

Der Paketzusteller DHL übernimmt die Lebensmittel-Lieferung für den Online-Giganten von einem speziellen Lager in Berlin-Tegel aus.

„Die beiden Platzhirsche Amazon und DHL arbeiten schon lange zusammen und könnten den Online-Lebensmittelhandel auf ein relevantes Niveau heben“, prognostiziert Lars Hofacker, Leiter des Forschungsbereichs E-Commerce beim EHI Retail Institute dem Handelsblatt.

„Mit DHL lässt sich ein nationaler Ausbau sehr gut vorantreiben und könnte damit die Lieferung von Lebensmitteln auch außerhalb der Ballungszentren ermöglichen.“

Abhängig davon, wie gut das Projekt in Berlin anläuft, will Amazon den Lebensmittel-Versand so schnell wie möglich auch in anderen deutschen Großstädten starten.

Die umsatzstärksten Zahlungsarten im E‑Commerce

Wie bezahlen deutsche Online-Shopper ihren Einkauf? In der aktuellen Studie Online-Payment 2017 von EHI wurde herausgefunden, dass die Kunden es weiterhin vorziehen, erst nach dem Erhalt der Ware zu zahlen.

Ganze 30,5% der Online-Einkäufe in 2016 wurden per Kauf auf Rechnung bezahlt. Somit bleibt diese Art der Bezahlung auf der Poleposition der umsatzstärksten Zahlungsarten im E-Commerce.

Die Zahlung per Lastschrift konnte immerhin 20,2% verbuchen, wohingegen Paypal, mit nur noch 17,9%, erneut Marktanteile verliert. Relativ unverändert bleibt die Beliebtheit von Zahlung per Kreditkarte mit 12,2%.

Die Studienautoren geben an, dass die Zahlung per Lastschrift nur wegen Amazon auf der zweiten Position der Zahlungsarten liegt. Wären Amazon-Zahlungen aus der Studie ausgeklammert, hätte Lastschrift einen Marktanteil von nur 4,2%.

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