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Marktplatz vs eigener Shop: Worauf sollten Sie den Fokus legen?

23.04.2019, 5m

Falls Sie Online-Händler sind, werden Sie sich bestimmt bereits gefragt haben, ob Sie Ihre Produkte eher über einen Online-Marktplatz, wie eBay oder Amazon, verkaufen oder den eigenen Online-Shop konzentrieren sollten. Heute schauen wir uns beide Varianten genauer an, sodass Sie entscheiden können, was besser zu Ihrem Unternehmen passt.

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Das Marken-Image aufbauen?

Wenn es darum geht Ihre Marke aufzubauen, steht es außer Frage, dass eine eigene Webseite Ihnen mehr Kontrolle über Ihr Markenimage gibt.

Jeder der schon einmal Amazon oder eBay genutzt hat weiß, dass es dort wenige Möglichkeiten gibt das Aussehen der eigene Produktseite anzupassen.

Farben, Schriftarten und Layouts sind auf diesen Online-Marktplätzen größtenteils standardisiert, auch wenn eBay immerhin mehr Optionen bietet als Amazon, wenn man die Produktseiten betrachtet.

Dennoch kann niemand wirklich behaupten, dass diese Seiten besonders dynamisch sind.

Selbstverständlich, gibt es ein paar Dinge, die sie tun können um sich abzuheben. Bezüglich der Produktseiten sind großartige Produktbilder entscheidend für den Verkauf, unabhängig davon ob Sie auf einem Online-Marktplatz oder auf Ihrer eigenen Webseite verkaufen.

Auch einzigartige Produktbeschreibungen sollten in allen Bereichen eingepflegt werden.

Das ist jedoch auch alles was Online-Marktplätze zu bieten haben.

Wenn man eine eigene Webseite gestaltet, kann man den eigenen Kunden die Erfahrung bieten, die man für angemessen hält.

Ihre Marke sollte Persönlichkeit haben. Sie sollte den Lifestyle Ihrer Zielgruppe ansprechen, was sich auch im Design Ihres Shops Webseite widergespiegelt sollte.

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Der Designer Mikiya Kobayashi ist bekannt für seine Leidenschaft für Materialien.  Minimalistische Bilder und Nahaufnahmen seiner Produkte spiegeln das wider.  Quelle: mikiyakobayashi.com

Ein großer Kontrapunkt von Online-Marktplätzen ist, dass man sehr vorsichtig damit sein muss, wie man seine Marke positioniert.

Amazon ist beispielsweise sehr streng was das angeht. Im Grunde verbieten sie es allen Händlern ihr Unternehmen in irgendeiner Weise zu erwähnen.

Das bedeutet, dass man nicht einmal eine Visitenkarte einfügen oder die eigene Webseite auf den Rechnungen, die in den Paketen mitgeliefert werden, erwähnen könnte.

Auch wenn dies oft bloß als eine gute Geschäftspraktik angesehen wird, deutet Amazon diese Handlung als Versuch des Händlers die Kunden von Amazon wegzulocken etwas, was Amazon gar nicht gerne sieht, um es milde auszudrücken.

Andere Online-Marktplätze wie Etsy haben ähnliche Richtlinien.

Etsy lässt es jedoch immerhin zu Links zu den eigenen Social Media-Seiten zu setzen.

Tipp: Wenn Sie viele Kunden über diese Online-Marktplätze gewinnen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie einen einprägsamen Shop-Namen haben, der leicht gegoogelt werden kann.

Möglicherweise können die Kunden dann über die Suchmaschinen den Weg zu Ihrem Online-Shop finden.

Was auch immer Sie tun, Sie sollten in jedem Fall die Geschäftsbedingungen des Online-Marktplatzes gründlich lesen. Ihr Account könnte nämlich gesperrt werden, wenn Sie gegen diese Richtlinien verstoßen.

Gewinner: Ihre eigener Shop ... und zwar haushoch

Wenn Sie nun auch wissen wollen, was ein perfektes Produktbild mit sich bringen sollte, laden Sie sich diese kostenlose Checkliste runter: 

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Traffic & Verkäufe

Sie verkaufen im Internet, also ist Online Marketing ein wichtiger Teil eines erfolgreiches Unternehmens.

Das Internet ist unüberschaubar und Kunden auf die eigene Seite aufmerksam zu machen ist harte Arbeit.

Sie, als Händler, wiederum haben wahrscheinlich kurz- und langfristige Ziele. Bezüglich der langfristigen Ziele, sollte der Markenaufbau angestrebt werden.

Trotzdem sind auch die Verkäufe wichtig und die Produkte so zu bewerben, dass sie schnelle Verkäufe erzielen, ist essentiell für Ihre kurzfristigen Ziele. 

Falls Sie einen eigenen Online-Shop haben, gibt es viele Möglichkeiten Traffic zu Ihrem Shop zu leiten die Webseite optimieren, damit sie gut in den organischen Google Suchergebnissen rankt, oder Anzeigen auf Google Ads, Facebook oder Instagram schalten.

Außerdem gibt es noch Twitter, Hashtags und Pinterest. Die Liste geht immer weiter.

Jedoch kann das auch viel Zeit und Aufwand kosten. Und wir alle wissen: Zeit = Geld. 

Der Vorteil davon auf einem Online-Marktplatz zu verkaufen, ist, dass es vermutlich einfacher für Ihre Kunden ist, Ihre Produkte zu finden auch wenn das davon abhängt was verkauft wird, wie viel Konkurrenz es gibt und von ein paar andere Faktoren.

Wenn man trotz allem bedenkt, dass nach einer Studie von bloomreach, Shoppende ihre Suche 2x häufiger auf Amazon anstatt auf Google beginnen, dann ist es leider unmöglich zu verleugnen, dass es vorteilhaft ist seine Produkte auf Amazon oder anderen Marketplaces zu verkaufen. 

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Obwohl man auf Amazon auch bewerben kann, bewirbt man hier eigentlich nur sein Amazon Produkt.

Im Grunde bezahlt man Amazon dafür ein Produkt zu bewerben, dass man auf deren Webseite verkauft.

Und wenn man es verkauft, geht ein großer Teil des Profits auch noch an den Online-Marktplatz.

Bei eBay kann man auch externe Online-Shops am Ende der Suchresultate bewerben, aber die Anzeigen auf den Produktseiten haben grundsätzlich wenig mit den Suchresultaten zutun. 

Gewinner: Der Online-Marktplatz... für schnelle Verkäufe

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Was ist mit dem Kunden- und Kauferlebnis?

Was Online-Marketplätze angeht, wird das Kunden- und Kauferlebnis eher mit dem Online-Marketplatz verbunden, als mit dem Verkäufer.

Wenn ein Kunde gute Erfahrungen mit der Bestellung Ihres Produkts bei Amazon oder Google gemacht hat, war es eben einfach mal wieder ein toller Einkauf bei Amazon.

Obwohl es Ihr Produkt ist, gehört das Kundenerlebnis immer noch dem Online-Marktplatz.

Genauso wie beim Branding, kann man auch die Customer Experience mehr für sich beanspruchen, wenn man einen eigenen Shop führt.

Wenn ein Kunde in Ihrem Online-Shop einkauft, ist dessen „Customer Journey“ von Anfang bis Ende unter Ihrer Kontrolle und unter Ihrem Einfluss.

Angefangen bei der Homepage, bis zur Follow-Up E-Mail, die zur Produktbewertung auffordert, liegt alles ganz in Ihrer Hand.

Das ist vielleicht auch mehr Arbeit, aber diese gehört nur Ihnen und Sie kriegen das ganz alleine hin!

Gewinner: Der eigene Online-Shop

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Ihre Kundschaft erweitern

Wenn wir auf einem Online-Marktplatz verkaufen, denken wir grundsätzlich an Käufer und Endnutzer.

Die meisten Online-Marktplätze zeigen die Preise für den Kauf einzelner Produkte an.

Die Ausnahme bildet Alibaba, ein chinesisches multinationales Unternehmen, welches jedoch in Deutschland noch nicht so populär ist. Dort werden die Preise für den Kauf von großen Mengen angezeigt.

Wenn Ihre Zielgruppe kleinere Händler sind (z.B. Einzelhändler konventioneller Ladengeschäfte), dann ist der Verkauf auf Amazon oder Etsy nicht ideal.

Verständlicherweise erlaubt es ein eigener Shop alle Preise und Rabatte, die es gibt, auch anzuzeigen.

Falls Sie kleine Produkte, wie USB-Kabel verkaufen, dann versteht es sich fast von selbst, diese mit Rabatten anzubieten, wenn jemand 100 Stück bestellt.

Gewinner: Ihr eigener Online-Shop

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Fazit

Auch wenn wir die Händler immer dazu ermutigen ihren eigene Webseite aufzubauen, schadet es auch nicht einige Online-Marktplätze auszuprobieren, um noch mehr Verkäufe zu erzielen.

Obwohl diese Online-Marktplätze strenge Regeln haben, haben Sie sich auch einen tollen Ruf aufgebaut und können Ihrem Unternehmen viele Vorteile bieten.

Vertrauen ist hier ein wichtiges Thema, denn auch wenn die Kunden Ihre Webseite besuchen, könnten sie sich, aufgrund ihrer vorherigen Erfahrungen, dennoch für einen Shop auf einem Marketplace entscheiden.

Deshalb ist es wichtig ein Gütesiegel und ein Bewertungssystem auf Ihrer Webseite zu integrieren, da diesen Faktoren wichtigen sind um Vertrauen auf Ihrem Online-Shop aufzubauen.

Alles in allem ist es am besten, sich auszubreiten und Produkte über verschiedene Kanäle zu vertreiben.

Es wäre aber auch ein Fehler sich nur auf die Verkäufe auf den Online-Marktplätzen zu fokussieren und die eigene Webseite außer Acht zu lassen. 

Eine eigene Webseite aufbauen bedeutet, dass Sie das Kundenvertrauen gewinnen müssen. Hier finden Sie unsere kostenlose Vertrauens-Checkliste.